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Streunende Hunde kommen in Marokko häufig vor.
Bild: IMAGO/Pond5 Images
In Marokko ist die Tage eine Schweizer Touristin gestorben. Offenbar erlag sie einer Tollwutinfektion. Die Frau war zuvor von einem streunenden Hund gekratzt worden.
In dem marokkanischen Örtchen Taghazout nördlich der Grossstadt Agadir ist vergangene Woche eine Schweizer Touristin ums Leben gekommen. Berichten zufolge hatte die Frau zuvor mit einem streunenden Hund gespielt, der sie gekratzt haben soll.
Laut marokkanischer Medien waren die Verletzungen eigentlich harmlos. Dennoch soll sich die Frau nach dem Vorfall in medizinische Behandlung begeben haben. Obwohl die Ärzte ihr ein Mittel gegen Tollwut verabreichten, verschlechterte sich ihr Zustand. Bald darauf starb sie.
Die genaue Todesursache steht noch nicht fest. Vermutet wird jedoch, dass die Touristin an Tollwut gestorben ist.
Wie das Magazin «Watson» berichtet, hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) den Tod der Schweizer Bürgerin bestätigt. «Die Schweizer Botschaft in Rabat steht in Kontakt mit den zuständigen lokalen Behörden. Das EDA unterstützt die Angehörigen im Rahmen des konsularischen Schutzes", teilte die Behörde mit.
Der Fall ist nicht der einzig seiner Art. Marokko steht wegen vieler streunender Hunde immer wieder in der Kritik. «Es gibt vereinzelt Berichte über Angriffe streunender Hunde auf Menschen, die teilweise sogar tödlich enden können», warnt das deutsche Auswärtige Amt. «Es sind mehrere Todesfälle aufgrund von Tollwuterkrankungen nach Hundebissen bekannt.»
Dazu gehört auch der Fall einer Touristin aus Grossbritannien, die im Februar dieses Jahres in Marrokko von einem Hundewelpen gekratzt wurde. Laut des Privaten Tropeninstituts Dr. Gontard traten bei der Frau aus Barnsley, South Yorkshire vier Monate später erste Symptome auf wie Kopfschmerzen, Sprach-, Schlaf, Geh- und Schluckprobleme, bevor sie am Mitte Juni starb.
Tollwut ist eine akute Virusinfektion, die vor allem durch den Speichel eines infizierten Tiers auf Menschen oder andere Säugetiere übertragen wird. Aber auch durch Risse in der Haut oder direkten Kontakt mit der Schleimhaut kann das Virus übertragen werden. Die häufigsten Vektoren beziehungsweise Krankheitsüberträger sind Hunde.
Für Menschen ist die auch Rabies und Lyssa genannte Infektionskrankheit sehr gefährlich. «Nach Auftreten der Symptome verläuft die Tollwut-Infektion fast immer tödlich», heisst es auf der Webseite des genannten Privaten Tropeninstituts, «jedoch können Impfungen und eine frühzeitige Behandlung dies verhindern.»