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Eine der zwei kleinen Inseln im Hintergrund ist Tjuvholmen. Diese haben zwei Wettbewerbsgewinner*innen aus der Schweiz während eines Jahres zur freien Verfügung.
Visit Sweden / Fedja Salihbasic
Schweden verschenkt ein Jahr auf fünf seiner 267'570 Inseln. Zu den Gewinner*innen gehört ein Paar aus der Schweiz. Häuslich niederlassen können sie sich auf Tjuvholmen aber nicht.
Der Titel des Wettbewerbs war noch etwas besser als der tatsächliche Hauptpreis: «Gewinne eine Insel». In Wahrheit dürfen die fünf Gewinner*innen nur ein Jahr auf einer unbewohnten Insel verbringen. Darunter ist ein Paar aus der Romandie.
In Schweden gibt es 267'570 Inseln – mehr als in jedem anderen Land. Eine für sich allein zu haben, müsse kein Privileg von Milliardären sein, so die Ausschreibung von Visit Sweden, der staatlichen Tourismusorganisation. Supereiche sind denn auch ausgeschlossen von der Wahl.
2242 Bewerbungsvideos gehen bei den Organisator*innen des Wettbewerbs ein. Fünf erhalten schliesslich ihr privates Eiland zugeteilt. Im Instagram-Post siehst du die entsprechenden Clips der fünf Gewinner.
Der Preis bringt aber auch einen Hauch von Verantwortung mit sich: Die Auserwählten sind nämlich Verwalter des ihnen anvertrauten Stücks Land. Aufgaben sind nicht definiert, mit Sicherheit erwartet Visit Sweden Social-Media-Content von seinen Insel-Wächter*innen. Hinzu kommt ein Beitrag von 20'000 Schwedischen Kronen (rund 1690 Franken) für Reisen nach Schweden und zurück in die Heimat.
Jonathan Scyboz und Daniella Zarza Tapia heissen die Glücklichen aus der Schweiz, Tjuvholmen ist der Name ihrer Insel. «Ein Saum aus Kiefern- und Fichtenwäldern umgibt einen Grossteil der Küste, näher am Wasser sind Lichtungen mit Birken und Erlen zu finden.» Es ist die einzige der fünf Gewinner-Inseln, die nicht im Meer liegt, sondern im Vänernsee.
Was es auf Tjuvholmen nicht gibt: eine Unterkunft. Visit Sweden empfiehlt den Gewinnern, in einem Hotel mit Blick auf ihre Insel zu übernachten. Um dorthin zu gelangen, sollen sie ein Kajak mieten oder ihr eigenes Boot mitbringen.
«Watson» erzählen die beiden Inselbesitzer auf Zeit, sie wollten die Präsenz nutzen, um Sponsoren und Partner zu finden. Sie betrachten Tjuvholmen als Sprungbrett für ihre Social-Media-Karriere.
Sie hätten zahlreiche Projekte, die sie mit Freunden und Künstlern auf ihrer Insel realisieren wollen. Präsenz und Multiplikation auf den bekannten Plattformen ist offensichtlich auch das Ziel, das Visit Sweden mit dem Wettbewerb verfolgt.
Dauerhaft bewohnen können Jonathan und Daniella ihre Insel nicht, denn sie dürfen nicht bauen. Unter diesen Voraussetzungen ist es tatsächlich wenig luxuriös, eine ganze Insel exklusiv beanspruchen zu können. Für Adventure-Content sind die Bedingungen hingegen gut.