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Die historische Hitzewelle in England hat den Royle Birkdale Golfcourse ausgetrocknet. Eine besondere Herausforderung für die Spieler.
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Die Golf-Weltelite spielt zurzeit «The Open» in der Umgebung von Liverpool. Doch der Platz erinnert an eine afrikanische Steppe: Die Greens sind braun und so hart, dass sich die Spieler neue Strategien zurechtlegen müssen.
«Forged by Nature» – von der Natur geschmiedet – ist das Motto von The Open Championship, dem ältesten Golfturnier der Welt. Die Weltelite des Sports misst sich an der Küste bei Liverpool auf dem Kurs Royal Birkdale.
«The Open Championshiop» ist das älteste noch gespielte Golfturnier. Ausserhalb Grossbritanniens wird es auch «British Open» genannt. Die TV-Bilder vom Royal Birkdale Golfkurs sehen jedoch gar nicht britisch aus. Es dominieren Brauntöne, nicht nur im langen Gras am Rand der Fairways, sondern auch auf vielen Greens.
Wie der alte Kontinent erlebt England eine rekordverdächtige Hitzewelle mit Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke. Weil es zudem kaum regnet, trocknet die Landschaft aus und mit ihr der Schauplatz von «The Open», wie Insider das Golfturnier nennen.
Das setzt die Spieler vor neue Herausforderungen. Nicht nur müssen sie während Stunden in der prallen Sonne Höchstleistungen bringen. Auch der Platz spielt sich anders. «Das wird ein härterer Gofkurs», urteilt die Weltnummer Eins, Scottie Scheffler, «Der Ball wird endlos weiterrollen», sagt er kurz vor Turnierstart bei ESPN.
Der ausgetrocknete Platz lässt die Bälle höher abspringen, das dürre Gras bremst kaum. Dies müssen die Spieler beim Abschlag einkalkulieren, damit ihre Bälle nicht weit über das Green hinaus- oder sogar in einen der vielen Sandbunker rollen.

2006 war der Platz der Open Championship ähnlich trocken wie 2026. Tiger Woods passte sich erfolgreich an.
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Die Bedingungen erinnern an das Jahr 2006, als der damalige Dominator Tiger Woods entschied, seinen Driver – den schweren Schläger für die langen Abschläge – gar nicht erst auf den Platz mitzunehmen. Er näherte sich jedem Loch schrittweise an und gewann schliesslich überlegen. Auch 2026 haben einzelne Spieler angekündigt, zumindest auf gewissen Spielbahnen den Driver im Bag stecken zu lassen.
Die ersten zwei Tage zeigen, dass sich zumindest ein Teil der Konkurrenz gut mit den extremen Bedingungen arrangiert hat. In Führung liegt nach Tag 1 der Aussenseiter Jackson Suber. Es fehlen aber noch drei Runden bis zur Entscheidung am Sonntag.
Der Hitzesommer 2026 auf der Insel brennt sich mit Brauntönen in die Erinnerung ein, wo sich die Zuschauer*innen sattes Grün gewohnt sind – das war schon in Wimbledon so und setzt sich an der Open Championship fort.