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Das spanische Königspaar hatte Papst Leo XIV. im Königspalast in der Hauptstadt Madrid empfangen.
Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
Die Reise des katholischen Kirchenoberhaupts von den Kanarischen Inseln zurück nach Rom verläuft nicht so wie geplant. Felipe VI. macht den Rückflug dann doch noch möglich.
Der spanische König Felipe VI. ist Papst Leo XIV. bei dessen Spanienreise nach einer Flugzeugpanne zu Hilfe gekommen. Der Monarch bot dem katholischen Kirchenoberhaupt am Freitag seinen Privatjet für den Rückflug nach Rom an, nachdem die Chartermaschine des Papsts ein technisches Problem erlitten hatte.
Felipe begleitete den Papst aus der gestrandeten Chartermaschine der Fluggesellschaft Iberia zu seiner Falcon-Maschine am Flughafen in Santa Cruz de Tenerife auf den Kanarischen Inseln. Mit mehr als dreistündiger Verspätung hoben Leo und Mitglieder seiner Delegation dann doch noch in Richtung Rom ab.
Nach Pilotenangaben war nach dem Boarding der Iberia-Maschine ein Triebwerksstart nicht möglich. Weil Versuche, das Problem zu beheben, scheiterten, mussten sämtliche Passagiere das Flugzeug wieder verlassen. Iberia teilte mit, es werde ein Flugzeug aus Madrid zu den Kanaren geschickt, um Vertreter des Vatikans und Journalistinnen und Journalisten abzuholen, die nicht mit Leo an Bord der Königsmaschine reisen konnten.
Die Flugzeugpanne war das ungewöhnliche Ende einer ansonsten für den Vatikan erfolgreichen Reise nach Madrid, Barcelona und auf die Kanarischen Inseln. Leo setzte sich für Migrantinnen und Migranten ein und weihte den neuen Turm der Basilika Sagrada Família ein.
Es war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass es mit einer Papstmaschine ein so grosses Problem gab, dass das Kirchenoberhaupt auf ein anderes Flugzeug umsteigen musste.
Langjährige Vatikan-Reporterinnen und Reporter an Bord des pannengeplagten Iberia-Flugzeugs erinnerten sich an mehrere Flugzeugprobleme während der Amtszeit von Papst Johannes Paul II. Bei der Rückkehr von einem Besuch in Indien 1986 musste die Maschine des Kirchenoberhaupts in Neapel landen, weil es in Rom einen Schneesturm gab. Der Papst und andere Passagiere reisten dann mit einem Sonderzug nach Rom weiter.
1988 zwang schlechtes Wetter die Maschine von Johannes Paul II. auf dem Weg nach Lesotho zur Landung in Südafrika. Dieses Land hatte der Papst von seiner damaligen Afrika-Reise wegen der zu der Zeit dort herrschenden Apartheid-Regierung ausgeschlossen. Johannes Paul II. wurde dann ins Königreich Lesotho gefahren.
Es ist üblich, dass die italienische Fluggesellschaft ITA Airways den Papst an sein Reiseziel bringt und die staatliche Fluggesellschaft des Gastgeberlands das Kirchenoberhaupt dann zurück nach Hause bringt.