Dunkle Wolken bei stürmischem Wetter in St. Peter-Ording an der Nordsee.
Ein Flugzeug von Pegasus Airlines landet hinter einem Vogelschwarm in deutlicher Schräglage am Flughafen Hannover.
Stürmisches Wind in Hamburg am Hafen vor der Silhouette der Elbphilharmonie.
Umgestürzter Baum auf einem Auto im niederländischen Haarlem.
Sturmtief sorgt für Hunderte Einsätze - Gallery
Dunkle Wolken bei stürmischem Wetter in St. Peter-Ording an der Nordsee.
Ein Flugzeug von Pegasus Airlines landet hinter einem Vogelschwarm in deutlicher Schräglage am Flughafen Hannover.
Stürmisches Wind in Hamburg am Hafen vor der Silhouette der Elbphilharmonie.
Umgestürzter Baum auf einem Auto im niederländischen Haarlem.
Sturm- und Orkanböen fegen am Mittwoch über die Küstenregion. Doch auch Niedersachsen und Bremen ist betroffen. Im Emsland begrub ein Baum eine Fussgängerin unter sich – mit fatalen Folgen.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Beim Durchzug des Sturmtiefs «Poly» sind am Mittwoch in Niedersachsen und den Niederlanden zwei Menschen ums Leben gekommen.
- Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste sorgten zudem für zahlreiche Feuerwehreinsätze sowie Einschränkungen des Bahn- und Flugverkehrs.
- In Deutschland war vor allem der Norden und Nordwesten von Sturm- und Orkanböen betroffen, in den Niederlanden der Norden.
Sturmtief «Poly» ist über weite Teile Norddeutschlands hinweggefegt und hat mindestens ein Todesopfer gefordert. Ein entwurzelter Baum begrub eine Fussgängerin im niedersächsischen Rhede an der Ems unter sich, wie die Polizei mitteilte. Die Frau wurde eingeklemmt und starb noch an der Unglücksstelle. Die 64-Jährige war mit ihrem Hund spazieren, als Sturmtief «Poly» am Vormittag auf Deutschland traf.
Sturmtief «Poly» zieht über Deutschland und Niederlande hinweg
Beim Durchzug des Sturmtiefs «Poly» sind in den Niederlanden und in Niedersachsen zwei Menschen ums Leben gekommen. Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste sorgten zudem für zahlreiche Feuerwehreinsätze.
05.07.2023
«Das ist für einen Sommersturm schon wirklich extrem», sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit Blick auf die erwarteten Böen mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde. Dazu waren teils starker Regen und einzelne Gewitter in den Küstenregionen im Norden und weiten Teilen von Niedersachsen und Bremen vorausgesagt. Viele Fähren – unter anderem bei Baltrum, Langeoog, Wangerooge und zwischen Cuxhaven und Helgoland – fuhren nach Angaben der Betreiber ab Mittwochmittag nur eingeschränkt oder blieben gleich im Hafen.
Hunderte Einsätze von Polizei und Feuerwehr
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr rückten in den betroffenen Regionen zu Hunderten Einsätzen aus. Es seien aber meist kleinere Einsätze gewesen – etwa Dachziegel oder Äste, die zu fallen drohten, sagte eine Sprecherin der Hamburger Feuerwehr.
Sturmtief «Poly» trifft auf den Norden – Frau von Baum erschlagen
05.07.2023
So fielen beispielsweise in Niedersachsen mehrere Bäume auf Gleise, sagte eine Sprecherin der Bahn. Die Störung auf der Strecke zwischen Bremen und Norddeich Mole sollte bis in die frühen Abendstunden dauern. Auch zwischen Bremen und Bremerhaven-Lehe sowie zwischen Hamburg und Westerland fielen nach Bahnangaben einzelne Regionalzüge wegen des Unwetters aus. Auch im Fernverkehr der Deutschen Bahn führte der Sturm zu Beeinträchtigungen. Betroffen waren unter anderem Verbindungen in die Niederlande, wie der Konzern mitteilte.
Teile der Niederlande ebenfalls betroffen
Auch in dem Nachbarland störte das Unwetter den Verkehr. In der Nordhälfte der Niederlande wurde der Bahnverkehr eingestellt, einige Autobahnen waren gesperrt, Schulen und Parks teils geschlossen und in einigen Städten blieben die Busse in den Depots. In Haarlem kam eine 51 Jahre alte Frau ums Leben, als ein Baum auf ihr Auto stürzte.
Für Schülerinnen und Schüler der 49 allgemein- und berufsbildenden Schulen in Oldenburg und der 25 Schulen in Delmenhorst endete der Unterricht sicherheitshalber schon um 10 Uhr – sie erhielten ihre Zeugnisse dort noch vor Schulende und konnten gleich in die Sommerferien.
Das Sturmtief «Poly» soll nach Einschätzungen des DWD noch bis zum Abend über den Norden fegen. Lokal seien auch Gewitter mit Starkregen innerhalb kurzer Zeit möglich. «Je küstennäher man ist, desto gefährlicher ist es», sagte ein Meteorologe des DWD. Doch auch im Landesinneren wütete der Wind mit mehr als 100 Stundenkilometern.
Nach Angaben des DWD lässt der Wind in der Nacht zu Donnerstag langsam nach. «Am Donnerstag werden wir von dem Sturm nichts mehr spüren.» Dann wechselt sich laut Vorhersage starke Bewölkung mit einzelnen Schauern oder kurzen Gewittern ab, dazwischen gibt es sonnige Abschnitte.