Zerstörerischer Wirbelsturm Supertaifun «Fung-Wong» fegt über die Philippinen

dpa

10.11.2025 - 13:43

Zerstörerischer Wirbelsturm: Supertaifun «Fung-Wong» fegt über die Philippinen

Zerstörerischer Wirbelsturm: Supertaifun «Fung-Wong» fegt über die Philippinen

Eine Hängebrücke schwankt im Wind – ein Vorgeschmack auf die Gewalt von «Fung-Wong». Nach dem verheerenden Taifun «Kalmaegi» hat ein noch stärkerer Sturm die Philippinen erreicht. Bereits vor seiner Ankunft sorgte er für Zerstörung.

10.11.2025

Eine Hängebrücke schwankt im Wind – ein Vorgeschmack auf die Gewalt von «Fung-Wong». Nach dem verheerenden Taifun «Kalmaegi» hat am gestrigen Sonntag ein noch stärkerer Sturm die Philippinen erreicht. Bereits vor seiner Ankunft sorgte er für Zerstörung und erste Tote.

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DPA, Fabienne Berner

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Der Supertaifun «Fung-Wong» hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 km/h die Philippinen getroffen.
  • Der Sturm verursachte schwere Schäden und kostete mehreren Menschen das Leben.
  • Es ist der zweite verheerende Taifun innerhalb einer Woche, der die Inseln trifft. Videoaufnahmen zeigen die Wucht des Wirbelsturms.

Gerade erst riss ein Taifun auf den Philippinen Hunderte Menschen in den Tod – nun hat ein neuer und noch stärkerer Wirbelsturm den Inselstaat erreicht. Das Zentrum von «Fung-Wong» traf gestern Abend in der Provinz Aurora auf Land, wie der Wetterdienst Pagasa mitteilte.

Bereits vor seiner Ankunft sorgte der Sturm in dem südostasiatischen Land für heftige Winde und sintflutartige Regenfälle. Mehrere Personen kamen gemäss dem Katastrophenschutz in den östlichen Provinzen Catanduanes und Samar ums Leben.

«Fung-Wong» ist nach Angaben des Wetterdiensts Pagasa ein Supertaifun – ein besonders starker und gefährlicher tropischer Wirbelsturm. Zuletzt wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde gemessen. 

Zweiter Taifun innerhalb einer Woche

Es ist der zweite Taifun, der innerhalb einer Woche über die Region zieht. Erst vor wenigen Tagen hatte Taifun «Kalmaegi» mit orkanartigen Böen, heftigen Regenfällen und meterhohen Flutwellen auf den Philippinen und in Vietnam gewütet.

Auf den Philippinen kamen mindestens 224 Menschen ums Leben, 109 werden noch vermisst. Es handelt sich um eine der schlimmsten Flutkatastrophen der vergangenen Jahre – viele Menschen haben in Schlamm und Wassermassen alles verloren.

«Fung-Wong» könnte noch mehr Wucht haben. Die Behörden riefen daher mehr als 1,1 Millionen Menschen in den östlichen, zentralen und nördlichen Provinzen dazu auf, ihre Häuser zu verlassen.

Lebensbedrohliche Sturmfluten erwartet

Der Wetterdienst warnte vor «lebensbedrohlichen und zerstörerischen» Sturmfluten in Höhe von bis zu drei Metern. Bewohner der nördlichen Provinzen wurden dazu aufgerufen, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben. 

Bereits die Ausläufer von «Fung-Wong» sorgten im Osten der Philippinen vielerorts für Stromausfälle. Schulen blieben geschlossen, umgestürzte Bäume blockierten Strassen, mehr als 300 Flüge am Sonntag und Montag wurden gestrichen. Insgesamt könnten laut Regierungsangaben 8,4 Millionen Menschen vom Supertaifun betroffen sein.

Klimawandel macht Taifune gefährlicher

Die Philippinen werden jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht. Der besonders schlimme Sturm «Haiyan» hatte im November 2013 mehr als 6'300 Menschen das Leben gekostet. 

Tropische Wirbelstürme entstehen über warmem Ozeanwasser. Die zunehmende Erderwärmung erhöht Fachleuten zufolge deren Gefährlichkeit. Da wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann, gewinnen tropische Stürme schneller an Intensität.


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