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Tate-Brüder in den USA festgenommen – UK verlangt Auslieferung
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Frauenhass-Influencer

Tate-Brüder in den USA festgenommen – UK verlangt Auslieferung

Andrew (l) und Tristan Tate (l): Grossbritannien verlangt von den USA die Auslieferung der als Frauenhass-Influencer bekannten Tate-Brüder.

Andrew (l) und Tristan Tate (l): Grossbritannien verlangt von den USA die Auslieferung der als Frauenhass-Influencer bekannten Tate-Brüder.

sda

Der frauenverachtende Influencer Andrew Tate und sein Bruder Tristan sind in Miami festgenommen worden. Die britische Staatsanwaltschaft wirft ihnen Sexualdelikte vor und hat die Auslieferung der Brüder beantragt.

Keystone-SDA

Keystone-SDA

19.07.2026, 04:46•19.07.2026, 07:50

Darum geht’s

  • Andrew und Tristan Tate wurden in Miami festgenommen. Die Festnahme steht im Zusammenhang mit einem britischen Strafverfahren wegen mutmasslicher Sexualdelikte, über eine Auslieferung soll später entschieden werden.
  • Die britische Staatsanwaltschaft will zusätzliche Anklagen erheben. Sie wirft den Brüdern unter anderem Vergewaltigung, Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung und Delikte im Zusammenhang mit kinderpornografischen Inhalten vor.
  • Die Brüder weisen alle Vorwürfe zurück und verweisen auf das noch laufende Strafverfahren in Rumänien. Auch dort bestreiten sie die Anschuldigungen und sollen nach dessen Abschluss nach Grossbritannien ausgeliefert werden.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Der als frauenverachtender Influencer bekannte Andrew Tate (39) und sein Bruder Tristan Tate (38) sind in den USA festgenommen worden. Die Festnahme erfolgte am Samstag in Miami im Zusammenhang mit Ermittlungen der britischen Polizei wegen einer Reihe mutmasslicher Sexualdelikte, wie die Polizei von Bedfordshire in der Nacht mitteilte.

Die Brüder sollen in der kommenden Woche vor einem Bundesgericht in Miami erscheinen, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf Strafverfolgungskreise. Die beiden Männer wurden laut britischen Polizeiangaben im Rahmen des laufenden Strafverfahrens in Gewahrsam genommen.

Weitere Vorwürfe gegen die Brüder

Nach früheren Ermittlungen ging es zunächst um die Vorwürfe von drei Opfern. Die britische Staatsanwaltschaft teilte nun mit, sie werde weitere Anklagen gegen die Brüder erheben, die sich auf Vorwürfe von vier weiteren Opfern beziehen. Dabei gehe es unter anderem um «Vergewaltigung, das Organisieren oder Erleichtern von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung sowie Straftaten im Zusammenhang mit kinderpornografischen Inhalten», erklärte Malcolm McHaffie, Leiter der Abteilung für besondere Straftaten.

Die mutmasslichen Taten sollen sich den Angaben zufolge im Zeitraum von Juli 2010 bis August 2017 ereignet haben. Die Staatsanwaltschaft hat eigenen Angaben zufolge eine Auslieferung der beiden Männer beantragt.

Weiteres Verfahren in Rumänien

Ein Anwalt der Brüder erklärte laut CNN, die beiden seien unschuldig und kritisierte die beantragte Auslieferung. Es gebe eine Vereinbarung zwischen der britischen und der rumänischen Regierung, wonach Grossbritannien keine Auslieferung beantragen würde, solange noch ein Verfahren in Rumänien anhängig sei, sagte Joseph McBride demnach.

Auch in Rumänien werden Andrew und Tristan Tate strafrechtlich verfolgt, und auch hier bestreiten sie die Vorwürfe. Sie sollten nach Abschluss des dortigen Verfahrens nach Grossbritannien ausgeliefert werden.

«Kein Platz für männliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen»

Die Tate-Brüder wurden in den USA geboren, zogen aber nach der Scheidung ihrer Eltern mit ihrer Mutter nach Luton nördlich von London. Sie haben die US-Staatsbürgerschaft und die britische Staatsangehörigkeit. Sie hatten zeitweise ihren Lebensmittelpunkt in Rumänien. Andrew Tate, ein ehemaliger Kickboxer, erreichte mit frauenverachtenden Aussagen in sozialen Netzwerken Millionen Jugendliche und junge Männer. Sein Bruder Tristan assistierte ihm dabei.

Die stellvertretende Polizeichefin von Bedfordshire, Karena Thomas, sagte: «Es gibt keinen Platz für männliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen.» Die Polizei werde sich weiterhin unermüdlich dafür einsetzen, die Opfer zu unterstützen, und allen gemeldeten Vorfällen nachgehen.

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