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Diese Schüler*innen stoppten den Schulbus, als ihre Chauffeurin einen Asthmaanfall erlitt.
WLOX via AP
Bei voller Fahrt erleidet die Chauffeurin eines Schulbusses einen Asthmaanfall und verliert das Bewusstsein. Doch mutige Schüler*innen greifen blitzschnell ein und verhindern wohl Schlimmeres.
Schulkinder im US-Bundesstaat Mississippi haben in Sekundenschnelle reagiert und womöglich einen verheerenden Unfall verhindert. Auf einem vierspurigen Highway stoppten sie ihren Schulbus, als die Chauffeurin einen Asthmaanfall erlitt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AP.
Demnach griff die 46-jährige noch nach ihren Medikamenten, doch es war bereits zu spät. Bei voller Fahr verlor sie das Bewusstsein. Der 12-jährige Sechstklässler Jackson Casnave sass direkt hinter dem Fahrer und bemerkte sofort, dass der Bus ins Schleudern geriet. Der Schüler sprang auf, übernahm das Steuer und forderte die anderen auf, Hilfe zu rufen. «Ich hatte keine Zeit, meine Gefühle zu verarbeiten», sagte Casnave. «Ich wollte nur sicherstellen, dass niemand zu Schaden kommt.»
Ein weiterer Sechstklässler, der 12-jährige Darrius Clark, trat auf die Bremse, und gemeinsam gelang es ihnen, den Bus auf den Mittelstreifen zu lenken und ihn in den Parkmodus zu schalten.
Clarks 13-jährige Schwester Kayleigh rannte vom hinteren Teil des Busses nach vorne und rief den Notruf an. Später erzählte sie, dass sie die Telefonistin kaum hören konnte, weil so viele Schüler schrien. «Ich hatte Angst, aber ich musste einfach helfen», sagte Kayleigh Clark, eine Schülerin aus der achten Klasse.
Ihre 15-jährige Klassenkameradin Destiny Cornelius eilte ebenfalls herbei und bemerkte, dass Taylor einen Inhalator in der Hand hielt. Cornelius verabreichte das Medikament, während die 13-jährige Sechstklässlerin McKenzy Finch Taylors Kopf stützte.
Finch nahm auch Taylors klingelndes Handy in die Hand und informierte das Transportteam des Schulbezirks über den Vorfall. «Ich bin meinen Schülern sehr dankbar», sagte Taylor, die sich inzwischen vollständig erholt hat. «Sie sind es, die mir und allen anderen in diesem Bus das Leben gerettet haben.»
Die Schüler*innen wurden schliesslich bei einer Veranstaltung geehrt und dürfen sich nächste Woche auf einen gemeinsamen Restaurantbesuch freuen, wobei sie das Lokal selbst aussuchen dürfen.
«Was sie getan haben, erforderte Mut», sagte Schulleiterin Dr. Melissa Saucier. «Sie haben nicht darauf gewartet, dass jemand eingreift, sondern haben selbst die Initiative ergriffen, und das sagt viel über ihren Charakter aus.»