Ukraine-Ticker Lukaschenko drängt auf «entschlossene Schritte» Trumps +++ Duma-Abgeordneter wettert gegen Friedenstruppe

Oliver Kohlmaier

17.12.2025

Waffenstillstand in der Ukraine? Gespräche zwischen USA und Ukraine dauern an

Waffenstillstand in der Ukraine? Gespräche zwischen USA und Ukraine dauern an

STORY: Kurze Irritation, dann entdeckte der US-Sondergesandte Steve Witkoff vorm Kanzleramt Gastgeber Friedrich Merz und ergriff dessen Hand zum Gruss. An Witkoffs Seite: Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Beide Männer hatten bei den Gesprächen für einen Waffenstillstand in der Ukraine zuvor die Regierung der Vereinigten Staaten vertreten. Witkoff selbst sprach von «grossen Fortschritten». Dass die US-Gesandten zum Abendtermin mit Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, mit dem Chef der NATO und der EU-Kommissionspräsidentin blieben, wurde am Montag in Berlin als gutes Zeichen gewertet.  Der ukrainische Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj war nur Minuten vor Eintreffen der übrigen Gäste im Kanzleramt vor die Presse getreten. Mit der Hilfe der USA könne im Ringen um einen Waffenstillstand mit Russland ein Kompromiss erzielt werden, so Selenksyj. Und doch:  Wolodymyr Selenskyj / Staatspräsident Ukraine  «Es gab bereits genügend Gespräche über territoriale Fragen, und ehrlich gesagt scheinen wir derzeit unterschiedliche Standpunkte zu vertreten. Aber ich glaube, meine Kollegen haben meine Meinung verstanden. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Standpunkt persönlich vermitteln konnte.» In den Gesprächen hätten US‑Vertreter Gebietsforderungen Moskaus übermittelt. Entscheidungen über einen Frontverlauf setzten aber klare Sicherheitsgarantien voraus, so Selenskyj. Die Gespräche mit der US-Delegation würden fortgesetzt. Am späten Montagnachmittag hatte ein US-Regierungsvertreter erläutert, 90 Prozent der Streitfragen seien gelöst. Für das Wochenende sei ein Treffen von Arbeitsgruppen in den USA geplant. Noch am Montagabend werde sich US-Präsident Donald Trump nach Berlin zuschalten, hiess es.  Nach zwei Tagen der Gespräche zwischen den USA, der Ukraine und Europa lag in der Hauptstadt zu Wochenbeginn also so etwas wie Zuversicht in der Luft. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Ob sich der russische Präsident Wladimir Putin davon wird beeindrucken lassen? Zuletzt hatte er die massiven Angriffe auf ukrainische Städte, auf zivile Infrastruktur und an der Front fortsetzen lassen. 

15.12.2025

Am 24. Februar 2022 hat Russland seinen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Ein Ende ist nicht absehbar. Die Entwicklungen im Ticker.

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Keystone-SDA, Redaktion blue News

Das Wichtigste im Überblick

  • Russlands Invasion begann am 24. Februar 2022. Seither herrscht in der gesamten Ukraine Krieg – mit Frontverläufen im Osten und Süden des Landes.
  • Millionen Menschen sind auf der Flucht. Über 6 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer leben laut Uno-Angaben im Ausland, viele weitere sind Binnenvertriebene.
  • Die westliche Welt unterstützt die Ukraine. Nato-Staaten liefern Waffen, Hilfsgelder und Luftabwehrsysteme – eine direkte Kriegsbeteiligung lehnen sie aber ab.
  • Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.
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  • Mittwoch, 17. Dezember 2025, 4 Uhr

    Lukaschenko drängt auf «entschlossene Schritte» Trumps

    Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ruft zu einem schnellen Handeln zur Beendigung des Ukraine-Krieges auf, solange die USA in diplomatische Bemühungen involviert seien. Das geht aus Auszügen eines Interviews hervor, das die staatliche belarussische Nachrichtenagentur BelTA veröffentlicht hat. US-Präsident Donald Trump dränge zu Recht auf eine schnelle Lösung, von seiner Haltung hänge nun Vieles ab, sagte Lukaschenko demnach. Wenn die USA entschlossene Schritte unternähmen, werde es Ergebnisse geben. Der Konflikt müsse vollständig eingefroren werden. Sobald keine Menschen mehr getötet würden, könne man sich zusammensetzen und alles Weitere vereinbaren. Ein Scheitern könne zu einem globalen Konflikt auswachsen, warnte Lukaschenko.

    Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko (l.) und Kremlchef Wladimir Putin am 26. November 2025 in Bischkek, der Hauptstadt von Kirgistan.
    Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko (l.) und Kremlchef Wladimir Putin am 26. November 2025 in Bischkek, der Hauptstadt von Kirgistan.
    Bild: Keystone/EPA/Alexei Nikolsky/Sputnik/Kremlin Pool
  • 22.03 Uhr

    Ungarn blockiert Erklärung zu EU-Erweiterung

    Ungarn blockiert wegen seiner Ablehnung von EU-Beitrittsgesprächen mit der Ukraine die jährliche Positionierung der Europäischen Union zum Erweiterungsprozess. Nach Angaben der derzeitigen dänischen EU-Ratspräsidentschaft will die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban eine positive Bewertung von Entwicklungen in der Ukraine nicht mittragen. Diese soll allerdings auch nicht gestrichen werden, weil sie von allen anderen EU-Staaten unterstützt wird.

    «26 Mitgliedstaaten zeigen eine starke Unterstützung für die Ukraine, und die Ukraine liefert», erklärte die dänische Europaministerin Marie Bjerre am Rande von EU-Beratungen in Brüssel. Die Formulierung zur Ukraine sei gerecht und angemessen. Der deutsche Europa-Staatsminister Gunther Krichbaum kritisierte das ungarische Verhalten als «zunehmend destruktiv» und warf der Regierung in Budapest vor, die EU auszubremsen.

    Für die Ukraine bedeutet das Veto Ungarns, dass sie weiter nicht auf formelle Verhandlungsrunden über den anvisierten EU-Beitritt hoffen kann. Die dänische Ministerin Bjerre betonte allerdings, dass der Aufnahmeprozess dennoch vorankomme, weil informell bereits gearbeitet werde.

    «Das bedeutet, dass der Ukraine konkrete Vorgaben gemacht werden, wie sie Reformen umzusetzen hat, was sie liefern soll und welche Ergebnisse die meisten Mitgliedstaaten von dem Land erwarten», sagte die Dänin. Demnach könnte das Land dann sehr schnell Fortschritte machen, wenn Ungarn sein Veto irgendwann einmal aufgeben sollte.

    Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, stellt sich quer. (Archivbild)
    Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, stellt sich quer. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP/Virginia Mayo
  • 20.20 Uhr

    Kiew: Partner gaben fünf Milliarden US-Dollar für ukrainische Waffen

    Die Unterstützerländer der Ukraine haben nach Angaben von Verteidigungsminister Denys Schmyhal die ukrainische Waffenproduktion in diesem Jahr mit fast fünf Milliarden US-Dollar unterstützt (rund vier Milliarden Franken). Das teilte er nach einer Videoschalte der Ukraine-Kontaktgruppe, des sogenannten Ramstein-Formats, mit. Ebenso hätten die Partner für rund fünf Milliarden US-Dollar  in den USA Waffen für die Ukraine gekauft. «Beide Zahlen sind Rekordwerte, und wir wollen diese Dynamik auch im Jahr 2026 beibehalten», schrieb Schmyhal auf Telegram.

    Er hob besonders hervor, dass Deutschland im kommenden Jahr 11,5 Milliarden Euro (rund 10,7 Milliarden Franken) an Militärhilfe zur Verfügung stellen werde. Grossbritannien habe im ablaufenden Jahr aus verschiedenen Quellen 600 Millionen Pfund (rund 640 Millionen Franken) für die Luftabwehr der Ukraine aufgebracht.

    Der ukrainische Verteidigungsminister Denys Schmyhal. (Archivbild)
    Der ukrainische Verteidigungsminister Denys Schmyhal. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP/Pool Reuters/Clodagh Kilcoyne

    Die genannten Rekordzahlen und Schmyhals Dank an die Partner verdecken indes, dass die zugesagten Militärhilfen in der zweiten Jahreshälfte stark gesunken sind, wie der Ukraine Support Tracker berechnete. Es sei «deutlich zu wenig, um den Ausfall der US-Hilfen zu kompensieren», schrieben die Experten vom Kiel Institut für Weltwirtschaft kürzlich.

    Unter Präsident Donald Trump liessen die USA Waffenlieferungen auslaufen. Stattdessen wurde die Initiative PURL gegründet, bei der andere Länder US-Waffen für die Ukraine kaufen.

  • 19.01 Uhr

    Kiew und Moskau tauschen Zivilisten und Gefangenenpost aus

    Die Ukraine und Russland haben an der belarussischen Grenze einen Austausch von Zivilisten vollzogen. «Die Mehrzahl der Rückkehrer ist wenig beweglich, sie werden in Spitäler gebracht, um erste Hilfe zu bekommen», schrieb der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez bei Telegram. Insgesamt seien 60 Zivilisten an die ukrainische Seite übergeben worden. 45 davon seien in vorübergehender Haft in Russland gewesen. Auf der russischen Seite informierte die Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa über 15 Zivilisten aus 11 Familien, die an Russland übergeben worden seien.

    Beide Seiten informierten zudem über einen Austausch von Post für Kriegsgefangene. Dabei seien allein 2000 Päckchen mit humanitärer Hilfe an ukrainische Kriegsgefangene in Russland überbracht worden. Es seien auch Vereinbarungen über die Identifikation von Verschollenen getroffen und Vermisstenlisten übergeben worden. Schätzungen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zufolge sind noch mehr als 6000 ukrainische Kriegsgefangene in russischer Hand.

    Dmytro Lubinez, Menschenrechtsbeauftragter des ukrainischen Parlaments.
    Dmytro Lubinez, Menschenrechtsbeauftragter des ukrainischen Parlaments.
    Evgeniy Maloletka/AP/dpa (Archivbild)
  • 18.48 Uhr

    «Dritter Weltkrieg» – Duma-Abgeordneter schimpft nach Berlin

    Nach dem Vorschlag europäischer Staats- und Regierungschefs über eine multinationale Truppe zur Absicherung eines Waffenstillstands in der Ukraine kommt Kritik aus Russland.

    Der Leiter des aussenpolitischen Ausschusses im russischen Parlament, Leonid Sluzki, warf dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und den Europäern vor, den Friedensprozess zu torpedieren, und warnte gar vor einem Dritten Weltkrieg.

    Sicherheitsgarantien der Ukraine könnten nicht auf Kosten der Sicherheit Russlands entstehen, schrieb Sluzki bei Telegram. Russland setze sich für einen dauerhaften Frieden ein, sei aber gegen eine illusorische Waffenruhe mit dem Ziel eines neuen Betrugs zum Preis weiterer Opfer. Das würde garantiert zum Dritten Weltkrieg führen.

    In Berlin hatten am Sonntag und Montag Ukrainer, US-Amerikaner und Europäer über eine Friedenslösung für die Ukraine beraten. Der deutsche Kanzler Friedrich Merz und zahlreiche weitere europäische Staats- und Regierungschefs setzten sich in einer verabschiedeten Erklärung für eine multinationale Truppe zur Absicherung eines Waffenstillstands in der Ukraine ein.

    Die Spitzenrunde kam im Berliner Kanzleramt zusammen.
    Die Spitzenrunde kam im Berliner Kanzleramt zusammen.
    Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa
  • Dienstag, 16. Dezember 2025, 5.59 Uhr

    Selenskyj: Werden russische Kontrolle über Donbass nicht akzeptieren

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut eine Aufgabe der Kontrolle über den Donbass ausgeschlossen. «Wir werden den Donbass weder de jure noch de facto als russisches Territorium anerkennen – den Teil, der vorübergehend besetzt ist», sagte der ukrainische Staatschef gegenüber Journalisten. «Was die Position der Russen angeht, so hat sich diese nicht geändert, sie wollen unseren Donbass haben. Unsere Position ist pragmatisch, realistisch und fair; wir stehen dazu und wollen unseren Donbass nicht aufgeben.»

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) und Trumps Sondergesandter Steve Witkoff am Montag in Berlin. 
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) und Trumps Sondergesandter Steve Witkoff am Montag in Berlin. 
    Bild: Keystone/Lisi Niesner/Pool Photo via AP
  • 22.34 Uhr

    Trump: «Es scheint gut zu laufen»

    US-Präsident Donald Trump sieht nach Gesprächen mit Europäern und der Ukraine Fortschritte in den Verhandlungen über einen möglichen Ausweg aus dem russischen Angriffskrieg. Man sei jetzt «näher» als bisher an einer Lösung, sagte der Republikaner in Washington.

    Er habe sowohl Gespräche mit europäischen Staats- und Regierungschefs, als auch mit dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj geführt. «Es scheint gut zu laufen.» Zugleich schränkte der US-Präsident ein: «Das sagen wir schon seit langem, und es ist eine schwierige Angelegenheit.» Trump verwies darauf, dass er schon mehrfach mit Russland zur Lösung des Konflikts gesprochen hatte.

    In Berlin haben Ukrainer und US-Amerikaner seit Sonntag über einen Friedensplan mit 20 Punkten für das von Russland vor fast vier Jahren angegriffene Land beraten. Zur US-Delegation gehören der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Russland war nicht an den Gesprächen beteiligt.

    US-Präsident Trump hat mit Selenskyj sowie mit europäischen Regierungschefs gesprochen.
    US-Präsident Trump hat mit Selenskyj sowie mit europäischen Regierungschefs gesprochen.
    Susan Walsh/AP/dpa (Archivbild)
  • 21.17 Uhr

    Ukraine zerstört russisches U-Boot: Video zeigt Explosion, der Kreml dementiert

    Dem ukrainischen Geheimdienst SBU ist es erstmals gelungen, ein russisches U-Boot mit einer Unterwasserdrohne «praktisch ausser gefecht zusetzen. (siehe Ticker-Eintrag von 18.07 Uhr). Die russische Schwarzmeerflotte wies die Darstellung in der Zwischenzeit zurück. Allerdings gab es schon mehrfach ukrainische Angriffe auf Schiffe in dem Hafen.

    Allerdings hat der SBU mittlerweile ein Video veröffentlicht, dass den Angriff und eine Unterwasser-Explosion im Marinestützpunkt Noworossijsk zeigen soll. Die Aufnahmen lassen den Schluss zu, dass ein Ziel unter Wasser getroffen wurde.

    Die russische Kriegsmarine dementiert trotzdem. Es habe zwar einen Angriff gegeben, der sei aber nicht erfolgreich gewesen. «Keines der Schiffe oder U-Boote der Schwarzmeerflotte, die in der Bucht des Marinestützpunktes Noworossijsk stationiert sind, oder ihre Besatzungen sind durch die Sabotageaktion zu Schaden gekommen, sie verrichten normal ihren Dienst», sagte der Leiter des Pressedienstes der russischen Schwarzmeerflotte, Alexej Ruljow.

  • 20.06 Uhr

    Europäer schlagen «multinationale Truppe für die Ukraine» vor

    Update 20.52 Uhr: Die europäischen Verbündeten der Ukraine haben eine «multinationale Truppe» zur Sicherung eines möglichen Friedensabkommens vorgeschlagen. «Sowohl die USA als auch die Staats- und Regierungschefs Europas sprachen sich dafür aus, zusammenzuarbeiten, um der Ukraine im Kontext einer Vereinbarung zur Beendigung des Krieges robuste Sicherheitsgarantien und Unterstützungsmassnahmen für den wirtschaftlichen Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen», hiess es in einer gemeinsamen Erklärung mehrerer europäischer Länder und der EU anlässlich eines Treffens mit den US-Gesandten in Berlin.

    Die von Europa angeführte Truppe, die von den USA unterstützt werden solle, werde «bei der Regeneration der Streitkräfte der Ukraine, der Sicherung des Luftraums der Ukraine und der Gewährleistung sichererer Meere helfen, auch durch Operationen innerhalb der Ukraine».

    Russland lehnt den Einsatz von Truppen zur Überwachung eines Waffenstillstands bisher kategorisch ab und erklärt, Truppen aus Nato-Staaten würden klar als militärisches Ziel gesehen und vernichtet. Die Erklärung wurde von Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Polen, Italien, Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Norwegen und Schweden sowie von EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterzeichnet.

    Im Kanzleramt verhandeln Delegationen aus den USA und der Ukraine seit Sonntag über die Modalitäten für einen Waffenstillstand. Für den Abend hatte Merz europäische Staats- und Regierungschefs zusammengerufen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. An dem abendlichen Treffen im Kanzleramt nahmen auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie Vertreter der US-Verhandlungsdelegation teil.

    Teilnehmer der Verhandlungen über eine Friedenslösung in der Ukraine stehen für ein Gruppenfoto zusammen.
    Teilnehmer der Verhandlungen über eine Friedenslösung in der Ukraine stehen für ein Gruppenfoto zusammen.
    Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa
  • 19.49 Uhr

    Merz fordert von Putin Waffenstillstand über Weihnachten

    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz fordert den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Waffenstillstand in der Ukraine über Weihnachten auf. «Vielleicht hat die russische Staatsführung einen Rest an menschlichem Anstand und lässt wenigstens die Bevölkerung über Weihnachten mit diesem Terror einmal für ein paar Tage in Ruhe», sagte Merz in Berlin bei einer Medienkonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

    Offensichtlich als Reaktion auf die Äusserungen von Merz zum menschlichen Anstand fügte Selenskyj laut offizieller Übersetzung hinzu: «Solche Reste gibt es nicht, aber alles ist möglich.»

    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz empfing Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Dort finden Beratungen zu einem möglichen Frieden in der Ukraine statt.
    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz empfing Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Dort finden Beratungen zu einem möglichen Frieden in der Ukraine statt.
    Michael Kappeler/dpa

    Merz nannte die russischen Angriffe auf Kindergärten, Spitäler und Energieversorgung «Terror gegen die Zivilbevölkerung». Er fügte hinzu, vielleicht könne ein Waffenstillstand über Weihnachten «auch der Anfang sein für vernünftige, konstruktive Gespräche, wie wir zu einem dauerhaften Frieden in der Ukraine kommen».

    Auf die Frage, ob er mit einem Waffenstillstand bis zu den Weihnachtstagen rechne, äusserte sich der Kanzler zurückhaltend. «Das hängt ausschliesslich jetzt an der russischen Seite», sagte er. In Berlin habe man in den zweitägigen Verhandlungen gemeinsame europäische, ukrainische und amerikanische Vorschläge erarbeitet. Diese würden nun der russischen Seite unterbreitet. «Es liegt jetzt nur noch an Russland, ob es gelingt, bis Weihnachten einen Waffenstillstand zu erzielen», sagte Merz.

  • 18.36 Uhr

    Putin enteignet geflohene Ukrainer

    Kremlchef Wladimir Putin hat ein Gesetz unterschrieben, das die Verstaatlichung ungenutzten Wohnraums in den von russischen Truppen besetzten Gebieten der Ukraine ermöglicht. «Wohnhäuser, Wohnungen und Zimmer, die Anzeichen herrenlosen Eigentums tragen, werden als Besitz der Donezker Volksrepublik oder ihrer Gemeinden anerkannt», heisst es in Artikel 21. Gleichlautende Regelungen gibt es für die von Russland ebenfalls zumindest teilweise besetzten Gebiete Luhansk, Saporischschja und Cherson.

    Das Gesetz sieht auch eine spätere Reprivatisierung der Wohnungen vor. Diese könnten etwa an Bürger übertragen werden, die ihre Bleibe durch ukrainische Angriffe verloren hätten, heisst es. Daneben wird den örtlichen Behörden aber auch die Möglichkeit eingeräumt, damit Dienstwohnungen für Beamte zu stellen.

    Aus der Ostukraine sind nach Beginn der von Putin befohlenen Invasion Millionen Menschen vor Zerstörungen und Gewalt geflohen. Einige sind inzwischen zurückgekehrt – darunter auch in die inzwischen von Russland besetzen Gebiete. Viele haben sich aber inzwischen in anderen Teilen der Ukraine oder im Ausland niedergelassen. Diese Menschen, die bei der Flucht ihren oft im Privatbesitz befindlichen Wohnraum zurücklassen mussten, sind von der Regelung betroffen.

    Kremlchef Wladimir Putin hat ein Gesetz unterschrieben, das die Enteignung der geflohenen ukrainischen Bevölkerung erleichtert.
    Kremlchef Wladimir Putin hat ein Gesetz unterschrieben, das die Enteignung der geflohenen ukrainischen Bevölkerung erleichtert.
    Ng Han Guan/AP/dpa (Archivbild)
  • 18.07 Uhr

    SBU: Erstmals russisches U-Boot ausser Gefecht gesetzt

    Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben bei einer Spezialoperation gegen die russische Schwarzmeerflotte ein U-Boot beschädigt und «praktisch ausser Gefecht» gesetzt. Der Schlag sei erstmals mit einer Unterwasserdrohne vom Typ «Sub Sea Baby» gegen das U-Boot der Klasse «Warschawjanka» (Nato-Klassifizierung «Kilo») gelungen, teilte der SBU bei Telegram mit. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar und wurden von Russland nicht bestätigt. Allerdings gab es schon mehrfach ukrainische Angriffe auf Schiffe in dem Hafen.

    «An Bord des U-Boots befanden sich vier Abschussvorrichtungen für Kalibr-Marschflugkörper, die der Feind für Angriffe auf das Gebiet der Ukraine einsetzt», begründete der SBU den Dohneneinsatz. Es habe sich um eine gemeinsame Operation der 13. Hauptabteilung für militärische Spionageabwehr des SBU und der ukrainischen Marine gehandelt.

    Der Schwarzmeer-Hafen in Noworossijsk ist immer wieder Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. 
    Der Schwarzmeer-Hafen in Noworossijsk ist immer wieder Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. 
    ---/AP/dpa (Archivbild)

    Der Bau eines solchen U-Boots könnte Russland heute wegen der westlichen Sanktionen, die alles teurer machen, bis zu 500 Millionen Dollar (rund 400 Millionen Franken) kosten, wie der SBU weiter mitteilte. Das gesprengte Boot war nach Darstellung des Geheimdienstes zuvor auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim stationiert gewesen. Es sei wegen früherer Angriffe mit ukrainischen Seedrohnen wie andere Kriegsschiffe aus der Bucht von Sewastopol nach Noworossijsk verlegt worden. Auf der Krim war es den ukrainischen Streitkräften eigenen Angaben nach bereits im August 2024 gelungen, ein U-Boot zu beschädigen.

    Mit ihren Seedrohnen hatte die Ukraine zuletzt auch mehrfach Öltanker der so bezeichneten russischen Schattenflotte angegriffen. Die Ukraine verteidigt sich seit inzwischen fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

  • 13 Uhr

    Kreml: «Natürlich ist die Frage einer der Eckpfeiler»

    Ein juristisch verbindlicher Verzicht der Ukraine auf den Beitritt zur Nato ist nach Angaben aus Moskau bei den Verhandlungen zentral: «Natürlich ist die Frage einer der Eckpfeiler, und sie unterliegt besonderer Erörterung vor dem Hintergrund der übrigen», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut russischen Nachrichtenagenturen.

    Daneben hatte Russland bisher von der Ukraine für ein Kriegsende auch immer gefordert, Gebiete abzutreten. Auf die Frage, ob eine Friedenslösung bis Weihnachten gefunden werden könne, sagte Peskow nur, dass er keine konkreten Daten nennen wolle.

    Einmal mehr lobte er US-Präsident Donald Trump für dessen Bemühungen um eine Beendigung des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs in der Ukraine.

    Über die laufenden Beratungen der USA mit den Europäern und den Ukrainern in Berlin über die Regulierung des Konflikts sei man bisher nicht unterrichtet worden, sagte Peskow. «Erst danach, wenn sie ihre Arbeit abgeschlossen haben, erhalten wir von unseren amerikanischen Gesprächspartnern die Sichtweise, die heute erörtert wird.»

    Erneut bekräftigte Peskow, dass Moskau vor dem Einstellen der Kampfhandlungen auf Erfüllung seiner Forderungen beharre. Putin sei bereit für einen Frieden. «Er ist absolut nicht offen für irgendwelche Tricks, die darauf zielen, Zeit zu schinden und künstliche befristete Atempausen zu schaffen», sagte er.

    Moskau stellt die von Kiew geforderte Waffenruhe für Verhandlungen als Atempause für die ukrainische Armee dar, die damit wiederbewaffnet und neu aufgestellt werden könne.

  • 12.15 Uhr

    Ukraine lässt Zehntausende Drohnen in Deutschland bauen

    Die Ukraine lässt selbstentwickelte Kampfdrohnen in industriellen Stückzahlen in Deutschland bauen.

    Produziert werde im Auftrag des Kiewer Verteidigungsministeriums, teilten der ukrainische Drohnenbauer Frontline Robotics und die deutsche Rüstungsfirma Quantum Systems beim Deutsch-ukrainischen Wirtschaftsforum in Berlin mit.

    Die Aufklärungsdrohne Zoom.
    Die Aufklärungsdrohne Zoom.
    Frontlijne

    Der Leiter des Gemeinschaftsunternehmens Quantum Frontline Industries, Matthias Lehna, sprach vom Bau Zehntausender Drohnen im Jahr und einem Volumen im dreistelligen Millionenbereich. Produziert werden sollen die auf dem Schlachtfeld erprobte Logistikdrohne Linsa, die Aufklärungsdrohne Zoom und der ferngesteuerte Maschinengewehr- und Granatwerferpunkt Buria.

    Die Bodendrohne Buria.
    Die Bodendrohne Buria.
    Frontline

    Die Kooperation findet im Rahmen der ukrainischen Regierungsinitiative Build with Ukraine statt. Kiew versucht damit, die Produktion westlicher Rüstungsfirmen in das von Russland angegriffene Land zu holen. Zugleich soll ein Teil der ukrainischen Rüstungsproduktion in das sichere europäische Ausland verlegt werden.

  • 11.21 Uhr

    Russland erklärt Pussy Riot zu Extremisten

    Ein Moskauer Gericht hat die Gruppe Pussy Riot als extremistisch eingestuft und damit in dem Land verboten. Das meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Anwalt der Gruppe.

    Mitglieder von Pussy Riot geben am 30. August 2022 ein Konzert in Rubigen BE.
    Mitglieder von Pussy Riot geben am 30. August 2022 ein Konzert in Rubigen BE.
    KEYSTONE

    Klage hatte demnach die Generalstaatsanwaltschaft eingereicht. Erst im September waren fünf Mitglieder des Kollektivs in Abwesenheit in Moskau zu Haftstrafen zwischen acht und 13 Jahren verurteilt worden. Das Gericht sprach sie wegen angeblicher Diskreditierung der russischen Streitkräfte schuldig und warf ihnen vor, bewusst Verleumdungen und Falschinformationen über die russische Armee zu verbreiten.

    Anlass waren der Clip «Mama, Don't Watch TV» (Mama, schau kein Fernsehen) und ein Auftritt in München im April 2024, bei dem sie etwa die Zerstörung der ostukrainischen Stadt Mariupol durch russische Militärs thematisierten.

    Die lose feministische Vereinigung sorgt immer wieder mit radikaler Videokunst für Aufsehen. Weltweit bekannt wurde sie mit einem «Punk-Gebet» in der zentralen Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale, das die Einheit von Staat und Kirche anprangerte. Drei Frauen wurden dafür damals mit zwei Jahren Freiheitsentzug bestraft.

  • 10.49 Uhr

    Selenskyj verzichtet angeblich auf Nato-Mitgliedschaft

    Wie geht es bei den Ukraine-Gesprächen in Berlin weiter? Wolodymyr Selenskyj hat verschiedenen Medienberichten zufolge angeboten, auf eine Nato-Mitgliedschaft zu verzichten.

    Kiews rote Linie ist demnach weiterhin ein Rückzug aus Donezk. Das das Volk ähnlich: 75 Prozent der Teilnehmende einer Umfrage sprechen sich gegen die Rämung von Donezk aus.

    New KIIS poll: 72% of Ukrainians are ready to support a hard compromise peace plan from Europe, one that freezes the frontlines but includes real security guarantees. At the same time, 75% flatly reject the so-called “Russian” plan that demands withdrawal, disarmament, and surrender.

    [image or embed]

    — NOELREPORTS (@noelreports.com) 15. Dezember 2025 um 09:46

    Trotz des Nato-Verzichts – oder gerade deswegen – braucht die Ukraine eine Absicherung, sagt heute die EU-Aussenbauftragte Kaja Kallas vor einem Treffen der EU-Aussenminister in Brüssel. «Versprechen oder Papiere» würden nicht ausreichen, betont die estnische Diplomatin. Es brauche «echte Truppen» und «echte Kapazitäen».

    «Wir müssen versehen, dass der Donbass nicht Putins letztes Ziel ist», warnt die 48-Jährige. Wenn die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine nicht mehr diskutiert werde, müsse die die EU echte Sicherheitsgarantien bieten.

    Finnlands Präsident Alexander Stubb sieht die Friedengespräche an einem «kritischen Moment» angelangt: Zumindest sei man seit 2022 noch nie so nahe an einer Lösung gewesen. Was nun passiert? «Wir arbeiten jetzt an drei Dokumenten», erklärt der 57-Jährige.

    «Das erste ist ein Rahmenabkommen, ein 20-Punkte-Friedensplan», fährt Stubb fort. «Das zweite sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine, und das dritte ist der Wederaufbau der Ukraine. Wir besprechen die Details zusammen mit Amerikanern, Europäern und der Ukraine.»

  • 4.35 Uhr

    Intensive Ukraine-Verhandlungen gehen in Berlin weiter

    Das diplomatische Ringen um ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs geht heute in Berlin auf höchster Ebene weiter. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die vom Sondergesandten Steve Witkoff angeführte US-Delegation wollen ihre intensiven Gespräche fortsetzen. Selenskyj wird zudem von Kanzler Friedrich Merz (CDU) empfangen, am Abend steht dann ein europäisches Spitzentreffen unter anderem mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britischen Premierminister Keir Starmer an.

    Die US-Seite hatte sich am Sonntagabend nach mehrstündigen Gesprächen mit der ukrainischen Delegation im Kanzleramt positiv geäussert. Es seien «viele Fortschritte» erzielt worden, schrieb Witkoff auf der Plattform X. Der 20-Punkte-Friedensplan, Wirtschaftsthemen und andere Fragen seien intensiv erörtert worden. Man werde sich am Vormittag wieder treffen. Zur US-Delegation gehört auch der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner.

    Über welche Vorschläge beide Seiten im Detail verhandelten, war öffentlich zunächst nicht bekannt. Selenskyj verliess das Kanzleramt nach etwa fünfeinhalb Stunden wieder. Beide Seiten erklärten, die Gespräche sollten am heutigen Montag fortgesetzt werden. In welchem Format war zunächst unklar.

    Es gehe bei den aktuellen Gesprächen weiterhin um die zentralen Fragen der von Russland geforderten Gebietsabtretungen, die Sicherheitsgarantien für Kiew und um die Frage der Verwendung der in der EU eingefrorenen Vermögenswerte der russischen Zentralbank, hiess es.

  • Montag, 15. Dezember 2025, 0.38 Uhr

    Deutschland nimmt Oppositionelle aus Belarus auf

    Deutschland wird nach den Worten von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zwei prominente Oppositionelle aus Belarus aufnehmen, die jüngst aus dem Gefängnis freigelassen wurden. Es handele sich um Maria Kolesnikowa und Ex-Präsidentenkandidat Viktor Babariko, sagte Dobrindt im ARD-«Bericht aus Berlin». Das berichtete auch das Portal «tageschau.de».

    «Wir haben ein grosses Interesse daran, dass diese Demokratiebewegung, auch wenn sie sich ausserhalb von Weissrussland jetzt weiterentwickeln muss, gestärkt wird», erklärte der Bundesinnenminister. «Und deswegen werden wir zwei der herausragenden Politiker, Oppositionspolitiker, die im Gefängnis waren, heute noch aufnehmen.»

    Maria Kolesnikowa. (Archivbild)
    Maria Kolesnikowa. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/Sergei Grits

    Kolesnikowa hatte vor einigen Jahren für längere Zeit in Stuttgart als Kulturmanagerin gearbeitet und spricht fliessend Deutsch. Im Interview der «Tagesthemen», das am Abend ausgestrahlt wurde, ging sie nicht auf einen möglichen langfristigen Aufenthalt in Deutschland ein. Sie sagte, dass sie noch keinen Plan für die Zukunft habe. Sie glaube aber, dass sie irgendwann nach Belarus zurückkehren werde, auch wenn das jetzt gerade schwer vorstellbar sei. Die Haft sei gesundheitlich schwierig für sie gewesen, aber nicht für ihre Psyche, denn: «Im Inneren war ich immer frei».

  • 22.24 Uhr

    US-Delegation sieht Fortschritte bei Gesprächen in Berlin

    Die US-Delegation hat sich nach den Gesprächen in Berlin über einen Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland positiv geäussert. Es seien grosse Fortschritte erzielt worden, heisst es in einer Bewertung der Gespräche, die der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf X postete.

    Witkoff bestätigte zudem die Fortsetzung der Gespräche am Montag. Der 20-Punkte-Friedensplan, Wirtschaftsthemen und andere Fragen seien intensiv erörtert worden. Das Treffen in Berlin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und den Delegationen aus den USA und der Ukraine habe mehr als fünf Stunden gedauert.

    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (r.) empfängt den US-Sondergesandten Steve Witkoff (2.v.l.) und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (2.v.r.) am Sonntag im Kanzleramt. 
    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (r.) empfängt den US-Sondergesandten Steve Witkoff (2.v.l.) und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (2.v.r.) am Sonntag im Kanzleramt. 
    Bild: Keystone/EPA/Guido Bergmann

    Welche Vorschläge bei den Gesprächen aktuell konkret auf dem Tisch liegen, ist öffentlich bislang nicht bekannt. Am Montagnachmittag werden Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der ukrainische Präsident Selenskyj bei deutsch-ukrainischen Wirtschaftsgesprächen erwartet. Für Montagabend hat Merz europäische Staats- und Regierungschefs in das Kanzleramt eingeladen.

  • 21.22 Uhr

    Selenskyj verlässt Kanzleramt nach Gesprächen mit US-Delegation

    Nach Gesprächen mit einer US-Delegation in Berlin hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Kanzleramt verlassen. Dies beobachtete ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur am Abend. Auch aus deutschen Regierungskreisen hiess es, Selenskyj habe nach etwa fünfeinhalb Stunden das Kanzleramt verlassen. Der Kommunikationsberater von Selenskyj, Dmytro Lytwyn, sagte der ukrainischen Nachrichtenagentur RBK-Ukrajina, die Gespräche würden am Montag fortgesetzt.

    US-Chefunterhändler Steve Witkoff (l.) gibt dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Beginn ihres Treffens im Kanzleramt in Berlind die Hand. (14. Dezember 2025)
    US-Chefunterhändler Steve Witkoff (l.) gibt dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Beginn ihres Treffens im Kanzleramt in Berlind die Hand. (14. Dezember 2025)
    Bild: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/Bundesregierung/Guido Bergmann

    Der deutsche Kanzler Friedrich Merz habe die Regierungszentrale bereits etwas früher verlassen, hiess es aus deutschen Regierungskreisen weiter. Offen blieb zunächst, in welchem Format die Gespräche am Montag fortgesetzt werden. Es gehe weiterhin um die zentralen Fragen der von Russland geforderten Gebietsabtretungen, der Sicherheitsgarantien für Kiew und um die Frage der Verwendung der in der EU eingefrorenen Vermögenswerte der russischen Zentralbank, hiess es.

  • 14.25 Uhr

    Kreml erwartet «kaum etwas Gutes» bei Gesprächen in Berlin

    Russland erwartet von den Verhandlungen in Berlin über eine Beendigung des Moskauer Angriffskrieges gegen die Ukraine nach Kremlangaben «kaum etwas Gutes». Die Beiträge der Europäer und der Ukraine zum Friedensplan von US-Präsident Donald Trump werden «wohl kaum konstruktiv sein», wie der aussenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow, dem russischen Staatsfernsehen sagte.

    «Darin liegt das Problem», sagte Uschakow vor den Verhandlungen in Berlin zwischen Ukrainern, Europäern und US-Vertretern. Zugleich lobte er, dass die US-Seite die russische Position verstehe. An den Gesprächen in Berlin nimmt auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teil.

    Juri Uschakow erwartet «kaum etwas Gutes» bei Gesprächen in Berlin. (Archivbild)
    Juri Uschakow erwartet «kaum etwas Gutes» bei Gesprächen in Berlin. (Archivbild)
    Bild: Maxim Shemetov/Reuters Pool via AP/dpa

    Uschakow machte deutlich, dass Russland vor allem nicht von seinen Territorialforderungen für eine friedliche Lösung des Konflikts abrücke. Moskau verlangt, dass Kiew seine Truppen auch aus jenen Gebieten im umkämpften Industriegebiet Donbass abzieht, die Russland bisher nicht erobern konnte und die von der Ukraine weiter kontrolliert werden.

  • 13.40 Uhr

    Selenskyj: Ukrainisch-amerikanischer Tag heute in Berlin

    Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj will bei seinem Treffen in Berlin mit dem US-Gesandten Steve Witkoff vor allem seine letzten Vorschläge zum Friedensplan von Präsident Donald Trump erörtern. Er habe bisher keine Reaktion auf seine jüngsten Änderungsvorschläge erhalten, antwortete Selenskyj laut ukrainischen Medien auf Fragen von Journalisten. Demnach geht es um einen 20-Punkte-Plan, an dessen Ende ein Waffenstillstand stehe.

    Heute gebe es bei den Verhandlungen in Berlin zunächst einen ukrainisch-amerikanischen Tag. Er hoffe auf konstruktive Gespräche, sagte er. Geplant seien auch Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und anderen Führern europäischer Länder, sagte er. Vorab hatte Selenskyj erklärt, dass er die Ukraine in einer starken Verhandlungsposition sehe.

  • 10.26 Uhr

    Erster Schweizer Ukraine-Söldner vor Gericht

    Ein Schweizer Ukraine-Söldner steht am 18. Dezember vor dem Bezirksgericht Meilen ZH. Der Schaffhauser soll von Februar 2022 bis mindestens Ende 2024 in der Internationalen Legion zur Verteidigung der Ukraine gekämpft haben, zitiert der «SonntagsBlick» aus der Anklageschrift zitierte.

    Dem mehrfach vorbestraften Schweizer drohe eine Geld- oder Freiheitsstrafe. Ob Avi Motola am Prozess teilnehmen werde, sei unklar. Derzeit lebe er in Israel, wie CH Media kürzlich berichtet habe. Motola spricht fliessend hebräisch und besitzt auch die israelische Staatsbürgerschaft.

    Gegenüber «SonntagsBlick» hätten der angeklagte Scharfschütze und seine Verteidigung keine Stellung nehmen wollen. Es sei das erste Mal, dass die Militärjustiz einen Schweizer Ukraine-Söldner anklage, schrieb die Zeitung. Derzeit laufen demnach Ermittlungen gegen 15 weitere mutmassliche Söldner.

  • 10.07 Uhr

    «In nur einer Woche» 1500 Drohnen, 900 Bomben und 46 Raketen

    In der Ukraine sind infolge russischer Drohnen- und Raketenangriffe nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj noch immer Hunderttausende Familien ohne Strom. «Die Lage ist nach wie vor schwierig», teilte Selenskyj bei Telegram mit.

    Betroffen von den Stromausfällen seien die Regionen Mykolajiw, Odessa, Cherson, Tschernihiw, Donezk, Sumy und Dnipropetrowsk. In der Nacht habe es erneut russische Angriffe gegeben. «Es gibt Verletzte», sagte Selenskyj. Die Arbeiten auch an der Wiederherstellung der Wärme- und Wasserversorgungen liefen.

    Massive Russian attack on Ukraine last night: Odesa, Mykolaiv, Kherson, Kryvyi Rih, Dnipro under attack. ◾️In Odesa, energy infrastructure was under attack. A large part of the city is without electricity and water. ◾️In Mykolaiv, critical and industry infrastructure was under attack.

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    — Anton Gerashchenko (@antongerashchenko.bsky.social) 13. Dezember 2025 um 09:05

    Vor den in Berlin für heute geplanten Verhandlungen mit US-Vertretern und Europäern über eine Beendigung des Krieges warf Selenskyj Moskau vor, den Ukrainern, «so viel Schaden wie möglich zufügen» zu wollen.

    «Insgesamt haben die Russen in dieser Woche mehr als 1500 Angriffsdrohnen, fast 900 gelenkte Flugbomben und 46 Raketen verschiedener Typen auf die Ukraine abgefeuert. In nur einer Woche», sagte er. Dazu veröffentlichte er erneut ein Video von den Bränden und schweren Schäden dieser Angriffe.

    Selenskyj will an diesem Montag auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin zu Gesprächen über den Krieg treffen. «Die Ukraine braucht Frieden zu angemessenen Bedingungen, und wir sind bereit, so konstruktiv wie möglich zu arbeiten», sagte Selenskyj.

    In den nächsten Tagen erwarte er intensive diplomatische Bemühungen. «Es ist sehr wichtig, dass sie zu Ergebnissen führen. Ich zähle auf die Unterstützung unserer Partner», sagte er. Das Land brauche auch weiterhin mehr Flugabwehrsysteme, die von den Verbündeten bereits versprochen worden seien. 

  • Sonntag, 14. Dezember, 9.30 Uhr

    Kiew nimmt erneut Putins Ölindustrie ins Visier

    Die Ukraine hat mit einem Drohnenangriff im russischen Gebiet Wolgograd einen Grossbrand in dem Öldepot der Stadt Urjupinsk ausgelöst. Gouverneur Andrej Botscharow teilte am Morgen mit, dass benachbarte Häuser evakuiert worden seien. «Nach vorläufigen Angaben wurde niemand verletzt.»

    Uryupinsk, Oil depot! 🔥💥

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    — MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 13. Dezember 2025 um 22:30

    Nach Botscharows Darstellung lösten Trümmer abgeschossener Drohnen den Brand aus. Die Ukraine nimmt immer wieder Anlagen der russischen Ölindustrie unter Drohnenbeschuss, weil Moskau mit den Einnahmen aus dem Energieverkauf auch seine Kriegsmaschinerie finanziert.

    Ukrainian drones struck the oil depot in Uryupinsk, Volgograd region, in Russia and set the area ablaze.

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    — (((Tendar))) (@tendar.bsky.social) 13. Dezember 2025 um 23:30

    In der Stadt Jaroslawl wurde laut Berichten in sozialen Netzwerken eine Ölraffinerie angegriffen. Eine offizielle Stellungnahme von den Behörden gab es zunächst nicht. Im Gebiet Krasnodar bestätigten die Behörden einen Drohnenangriff auf das Dorf Afipski. Bewohner meldeten Explosionen an einer Ölraffinerie.

    Nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums zerstörte die Flugabwehr 141 ukrainische Drohnen in der Nacht oder fing sie ab. Zu Schäden machte das Ministerium wie immer keine Angaben. Die Folgen der Kiewer Attacken stehen in keinem Verhältnis zu den massiven Verwüstungen durch die russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine.

  • 17.40 Uhr

    Lukaschenko lässt auf US-Druck 123 politische Gefangene frei

    Auf Drängen der USA hat in Belarus hat Machthaber Alexander Lukaschenko 123 politische Gegner nach jahrelanger Gefangenschaft in die Freiheit entlassen. Opposition und Menschenrechtler teilten mit, dass unter ihnen auch prominente Oppositionelle wie Maria Kolesnikowa, Viktor Babariko, Maxim Snak und der Friedensnobelpreisträger Ales Beljazki seien. Die belarussische Opposition im Exil in der EU sprach von «unglaublichen Neuigkeiten» und einem Tag der Freude.

    Maria Kolesnikowa, eine der Oppositionsführerinnen in Belarus, formt mit ihren Händen auf dem Weg zu einem Untersuchungskomitee ein Herz.
    Maria Kolesnikowa, eine der Oppositionsführerinnen in Belarus, formt mit ihren Händen auf dem Weg zu einem Untersuchungskomitee ein Herz.
    Dmitri Lovetsky/AP/dpa
  • 17.29 Uhr

    Tschechien gibt kein Geld für Ukraine-Finanzierung

    Tschechien will sich an keiner künftigen EU-Finanzierung der Ukraine beteiligen. Das stellte der neu ernannte Regierungschef Andrej Babis am Samstag in einer Videobotschaft mit Blick auf das für kommenden Donnerstag geplante EU-Gipfeltreffen klar. Auch einer tschechischen Beteiligung an Kreditgarantien der EU für das von Russland angegriffene Land erteilte der Rechtspopulist eine deutliche Absage.

    Andrej Babis hat mit seiner liberal-populistischen Partei ANO die Parlamentswahl in Tschechien im Oktober gewonnen.
    Andrej Babis hat mit seiner liberal-populistischen Partei ANO die Parlamentswahl in Tschechien im Oktober gewonnen.
    IMAGO/Anadolu Agency/Anadolu Dursun Aydemir 
  • 15.58 Uhr

    Deutsche Soldaten helfen bei Bau von Schutzwall an Polens Ostgrenze

    Die Bundeswehr soll sich aktiv daran beteiligen, die Ostgrenze Polens nach Belarus und Russland besser zu sichern und einen Schutzwall zu errichten. Mehrere Dutzend deutsche Soldaten sollen ab April 2026 Teil der polnischen «Operation Ostschild» werden, die seit Mai 2024 im Grenzgebiet zu Belarus und zur russischen Exklave Kaliningrad läuft, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Samstag mit. Der Einsatz solle zunächst bis Ende 2027 dauern.

    Die Kernaufgabe der deutschen Soldaten im Norden und Osten Polens sollten «Pioniertätigkeiten» sein, erklärte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums weiter. Konkret gehe es dabei um «das Anlegen von Stellungen, die Errichtung von Grabenanlagen, das Verlegen von Stacheldraht oder das Errichten von Panzersperren». Tätigkeiten, die darüber hinaus gingen, seien nicht vorgesehen. Ziel der Massnahmen ist offenbar die Abwehr eines möglichen Angriffs Russlands auf den Nato-Partner Polen.

  • 15.03 Uhr

    Erweiterungskommissarin wirbt für EU-Beitritt der Ukraine

    EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos Marko hat für einen EU-Beitritt der Ukraine geworben − und dies als Beitrag für die Friedenssicherung in Europa bezeichnet. Dies gelte umso mehr, als ein Beitritt der Ukraine zum Militärbündnis Nato unsicher sei: «Wir wissen nicht, wie die Zukunft der Ukraine in der Nato aussehen wird, ob das überhaupt möglich sein wird», sagte Marko.

    Ein EU-Beitritt könnte dazu beitragen, «dass das Territorium der Ukraine friedensgeschützt ist», sagte Marko in dem am Samstag veröffentlichten «Interview der Woche» des Deutschlandfunks. (Archiv)
    Ein EU-Beitritt könnte dazu beitragen, «dass das Territorium der Ukraine friedensgeschützt ist», sagte Marko in dem am Samstag veröffentlichten «Interview der Woche» des Deutschlandfunks. (Archiv)
    IMAGO/SEPA.Media

    Von einem Beitritt der Ukraine könne die ganze EU profitieren: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir sicher in Europa leben, wenn in einem Nachbarland der Krieg andauert», sagte die Kommissarin.

    Wann die Ukraine tatsächlich der EU beitreten könne, hänge auch von ihren Reformfortschritten ab, sagte Marko. Die Korruptionsbekämpfung in der Ukraine sieht die EU-Kommissarin als eine der grössten Herausforderungen. Als im Sommer versucht wurde, die Unabhängigkeit der ukrainischen Anti-Korruptionsbehörden zu untergraben, sei sie enttäuscht gewesen, sagte sie. Auch das Vertrauen der Mitgliedstaaten sei erschüttert gewesen.

  • 14.27 Uhr

    Merz: «Wenn die Ukraine fällt, hört Putin nicht auf»

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat in einer Rede auf dem auf dem CSU-Parteitag in München nicht direkt über die laufenden Verhandlungen für eine Beendigung des russischen Angriffskrieges in der Ukraine gesprochen. Er rief aber dazu auf, die Strategie des russischen Präsidenten Wladimir Putin genau zu analysieren.

    «Wenn die Ukraine fällt, dann hört er nicht auf», warnte der Kanzler. «Und wer heute noch glaubt, dass er damit genug hat, der soll bitte die Strategien, die Papiere, die Reden, die Auftritte von ihm genau analysieren.»

    Putin gehe es «um die grundlegende Veränderung der Grenzen in Europa, die Wiederherstellung der alten Sowjetunion in den Grenzen der alten Sowjetunion». Das gehe einher mit einer massiven auch militärischen Gefährdung der Länder, die früher einmal «zu diesem Imperium dazugehört haben».

    Daher sei es wichtig, der Ukraine weiter Hilfe zukommen zu lassen. Weitere Kernelemente seien Zusammenhalt in der Europäischen Union und eine enge Verbindung zu Grossbritannien, die «Aufrechterhaltung des Nato-Bündnisses, solange es eben geht» sowie massive Investitionen in die eigene Verteidigungsfähigkeit.

  • 13.38 Uhr

    USA heben Sanktionen gegen Belarus auf

    Die US-Regierung von Präsident Donald Trump will Sanktionen gegen das autoritär regierte Belarus aufheben. Betroffen ist die Handelsware Kaliumkarbonat, wie heute bekannt wurde. Der US-Sondergesandte für Belarus, John Coale, traf am gestern und heute in der Hauptstadt Minsk den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko.

    Die Aufhebung der Strafmassnahmen zeigt eine Annäherung zwischen der Trump-Regierung und der von Lukaschenko. Belarus ist ein enger verbündeter Russlands, das seit 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt. Lukaschenko regiert Belarus seit mehr als drei Jahrzehnten autoritär.

    Westliche Länder haben Sanktionen gegen Belarus wegen der Unterdrückung von Menschenrechten und dafür verhängt, dass das Land Russland erlaubte, über belarussisches Territorium in die Ukraine einzumarschieren.

  • 13.24 Uhr

    Kiew lässt die «Wanderfalken» fliegen

    Wolodymyr Selenskyj spricht vor Journalisten über Kiews Langstreckenwaffen:«Die Ukraine nutzt bereits die Neptun, die Langstrecken-Neptun, die Palianytsia, die Flamingo. Und auch die Sapsan, um ehrlich zu sein – wir haben damit begonnen, sie einzusetzen«, zitiert «The War Zone» den Präsidenten.

    Wie oft die neue Rakete auf welche Ziele abgefeuert worden ist, behält der 47-Jährige für sich. «Denn wir wollen nicht, dass der Feind alle Präzedenzfälle und alle Details kennt.»

    Die Sapsan, was «Wanderfalke» heisst, soll eine  480 Kilogramm schweren Sprengkopf haben, 300 bis 500 Kilometer Reichweite haben und bis zu Mach 5,2 oder 6400 km/h schnell sein. Sie wäre damit ähnlich schwer abzufangen wie eine russische Iskander-Rakete.

    🇺🇦🚀 Moscow, Minsk, Vitebsk, Tula, and other major cities are now under threat of a Sapsan ballistic strike, according to Russian media.

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    — MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 12. Dezember 2025 um 20:13

    Die neue Boden-Boden-Rakete ist relativ mobil und kommt ohne westliche Teile aus, was Kiew maximale Autonomie beim Einsatz der Waffe gibt.

  • 12.32 Uhr

    Tier-Retter entkommen russicher Drohne nur knapp

    Es passiert irgendwo im Oblast Donezk: Hennadi und Wlad sind mit ihrem Transporter der Tierschutzorganisation UAnimals unterwegs. Sie haben offenbar zwei Hunde evakuiert.

    In letzter Sekunde erspäht einer der Männer eine russische Drohne, heisst es in einem entsprechenden Video – und Mensch und Tier stürzen aus dem Fahrzeug. Einer der Hunde wir bei dem russischen Angriff verletzt, der offenbar nahe Druschkiwka stattgefunden hat.

    «Unser Team hat zusammen mit den Tieren in einem der Höfe Schutz gefunden», schreibt UAnimals weiter. Das Quartett konnte sich der in Dicherheit bringen: Die verletzte Hündin wird im Tierspital behandelt. Es sei zu hoffen, dass sie die Sache übersteht, so UAnimals.

    Die Organisation will seit Beginn der Invasion über 9000 Tiere evakuliert haben. Es sei bereits die zweite Attacke auf einen ihrer Transporter – nach einem ersten Vorfall im Februar.

  • 12 Uhr

    Selenskyj berichtet von Angriff mit 450 Drohnen und 30 Raketen

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat von neuen schweren Angriffen Russlands mit mehr als 450 Drohnen und 30 Raketen auf das Land berichtet. «Der Hauptschlag traf erneut unsere Energieversorgung, den Süden und die Region Odessa», teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit.

    Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Strom- und Wasserversorgung liefen in den Gemeinden. Nach Behördenangaben geriet im Hafen von Odessa auch ein Getreidelager in Brand. «Zwei Menschen wurden in der Region Odessa verletzt», sagte Selenskyj.

    Im Land seien mehr als ein Dutzend zivile Objekte beschädigt worden. «Tausende Familien sind nach den Angriffen dieser Nacht in den Regionen Kirowohrad, Mykolajiw, Odessa, Sumy, Charkiw, Cherson und Tschernihiw ohne Strom», teilte der Präsident mit. In Mykolajiw wurden nach Behördenangaben fünf Menschen bei den russischen Angriffen verletzt.

    «Es ist wichtig, dass jetzt alle sehen, was Russland tut. Jeder ihrer Schritte ist Terror gegen unser Volk, alle Angriffe, denn es geht definitiv nicht darum, den Krieg zu beenden», sagte Selenskyj mit Blick auf die laufenden Friedensverhandlungen unter Führung der USA.

    Ein Friedensabkommen ist bisher nicht in Sicht. Russland übt parallel zu den Verhandlungen auch immer massiv militärischen Druck mit seinen Luftangriffen aus, um die Ukraine zu zwingen, den Moskauer Bedingungen für einen Waffenstillstand zuzustimmen.

    Russland wolle die Ukraine als Staat zerstören, sagte Selenskyj. «Deshalb brauchen wir Unterstützung in allem, was dazu beiträgt, Leben zu schützen und diesen Krieg zu beenden: die Stärkung der Luftabwehr und unserer Soldaten an der Front», sagte der Präsident. Das Land brauche reichweitenstarke Waffen und einen stärkeren Druck auf Russland. 

  • 10.49 Uhr

    Ukraine-Treffen morgen in Berlin

    Am morgigen Sonntag wollen aussenpolitische Berater unter anderem der USA, der Ukraine und Deutschlands in Berlin ihre Gespräche über einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine fortsetzen.

    Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in der deutschen Hauptstadt. Die USA hatten angekündigt, dass der Sondergesandte Steve Witkoff nach Berlin reisen werde,. Übermorgen wird auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet.

  • 10.40 Uhr

    Russland trifft ukrainische Infrastruktur

    Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa seien Getreidespeicher in Brand gesteckt worden, teilte der ukrainische stellvertretende Ministerpräsident Olexij Kuleba mit. Es sei auch Energieinfrastruktur in der Region beschädigt worden.

    Zudem habe es Schäden an Energieeinrichtungen in den Regionen Tschernihiw, Kirowohrad und Mykolajiw gegeben. Laut Regionalverwaltung hatten auch Teile der Region Cherson wegen russischer Angriffe heute keinen Strom.

  • 10 Uhr

    Wichtige russische Munitionsfabrik brennt

    Eine wichtige Anlage zur Herstellung von Artillerie-Gehäusen in Orsk in der Region Orenburg brennt: Wie der Telegram-Kanal Astra berichtet, stellt das Werk, das zum Rüstungsriesen Rostec gehört, mehr als 50 Prozent der Hülsen für Russlands Artilleriegranaten her. Weiter würden dort Komponenten für Mehrfachraketenwerfer produziert.

    Das örtliche Katastrophenschutzministerium habe das Feuer bestätigt: «Die Brandbekämpfung in einer der Industrieanlagen in Orsk ist im Gange. 29 Feuerwehrleute und 9 Einheiten sind vor Ort im Einsatz. Es gibt keine Verletzten.»

  • 9.18 Uhr

    Kiews Drohnen greifen Putins Industrie an – zwei Tote

    Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Industriestadt Saratow an der Wolga sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Im Zuge des Angriffs wurden mehrere Wohnungen eines Hauses getroffen, zwei Menschen starben, wie Gouverneur Roman Bussargin bei Telegram mitteilte.

    Er sprach den Angehörigen der Toten sein Beileid aus. Für Bewohner des Hauses gebe es eine Notunterkunft. Die Schäden an den Wohnungen würden möglichst zügig auf Staatskosten beseitigt, sagte der Gouverneur. Saratow ist schon mehrfach angegriffen worden.

    🔥The attack on the Saratov refinery is ongoing!

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    — MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 12. Dezember 2025 um 22:29

    Auch aus anderen russischen Regionen gab es Berichte über ukrainische Drohnenangriffe. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums zerstörte die Flugabwehr im Land insgesamt 41 ukrainische Drohnen. Überprüfbar sind die Angaben von unabhängiger Seite nicht.

    Im Gebiet Woronesch trafen Trümmer einer abgeschossenen Drohne einen Betrieb, der seine Arbeit vorübergehend einstellen musste, wie Gouverneur Alexander Gussew berichtete. Was das Unternehmen herstellt, sagte er nicht. Es gebe keine Verletzten.

    Die Ukraine nimmt bei ihrem Abwehrkampf gegen Moskaus Angriffskrieg immer wieder Ziele im russischen Hinterland, wo etwa Rüstungsbetriebe arbeiten, ins Visier. Die Schäden und die Opferzahlen fallen meist deutlich niedriger aus als die durch die russischen Angriffe in der Ukraine.

  • 7 Uhr

    Kim Jong-un feiert Russland-Rückkehrer

    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat im Ukraine-Krieg eingesetzte Soldaten nach der Rückkehr aus Russland mit einer gross inszenierten Begrüssungszeremonie willkommen geheissen.

    In einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Rede pries Kim das «heldenhafte» Verhalten der Pioniereinheit während ihrer 120-tägigen Auslandsmission. Die Zeremonie fand demnach bereits am Freitag in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang statt.

    Die zurückgekehrte Militäreinheit war laut KCNA Anfang August nach Russland entsandt worden und unterstützte die russische Armee in der Region Kursk im Kampf gegen die Truppen der von Russland angegriffenen Ukraine.

    Von der Nachrichtenagentur veröffentlichte Fotos zeigen, wie Staatschef Kim auf die Knie geht und eine weisse Blume vor einer Gedenkwand mit Bildern gefallener Soldaten niederlegt. Während der Zeremonie räumte Kim ein, dass neun Soldaten der Pioniereinheit im Krieg gestorben seien. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

    Die für Nordkorea beispiellose Militärkooperation mit Russland wurde vergangenes Jahr bekannt. Schätzungen des südkoreanischen Geheimdiensts zufolge wurden in mehreren Mobilisierungswellen rund 15'000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt. Zudem belieferte Nordkorea die russische Armee mit grossen Mengen Munition und Artillerie.

    Vermutet wird, dass das international weitgehend isolierte Land im Gegenzug Geld, Militärtechnik und Sicherheitsgarantien von Russland erhält. Zudem wird in diplomatischen Kreisen darauf verwiesen, dass Nordkoreas Armee durch den Einsatz im Ukraine-Krieg praktische Kampferfahrungen – vor allem in moderner Drohnenkriegsführung – sammele und eigene Waffensysteme in der Praxis austesten wolle. Es ist unklar, inwieweit nordkoreanische Truppen nach wie vor aktiv im Ukraine-Krieg kämpfen.

  • Samstag, 13. Dezember 2025 - 6:30 Uhr

    Witkoff reist für Ukraine-Gespräche nach Berlin

    Der US-Sondergesandte Steve Witkoff reist an diesem Wochenende für Gespräche über eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg nach Berlin. Er werde sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Vertretern treffen, sagte ein hochrangiger US-Beamter in Washington der Deutschen Presse-Agentur.

    Der Vertreter der US-Regierung machte zunächst weder nähere Angaben zum genauen Zeitpunkt von Witkoffs Gesprächen noch zu den Formaten und Teilnehmern der geplanten Treffen.

    Selenskyj wird am Montag in der deutschen Hauptstadt erwartet, um sich mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), einer Reihe europäischer Staats- und Regierungschefs sowie den Spitzen von EU und Nato zu besprechen.

    Steve Witkoff (rechts) am 2. Dezember in Moskau.
    Steve Witkoff (rechts) am 2. Dezember in Moskau.
    KEYSTONE

    Die US-Regierung hatte auf Betreiben von Präsident Donald Trump im November einen Friedensplan vorgelegt, über den seitdem in verschiedenen Runden verhandelt wurde. Trump macht Druck auf die Ukraine, einem Friedensabkommen zuzustimmen. Er sieht das von westlicher Unterstützung abhängige Land militärisch im Nachteil gegenüber dem Angreifer Russland.

    Trump hatte eine Zusage vonseiten der USA für ein Treffen in Europa zuletzt offen gelassen und sie daran gekoppelt, dass es aus seiner Sicht gute Chancen für Fortschritte geben müsse.

  • 23.54 Uhr

    Wegen Putin-Haftbefehl: Russische Justiz verurteilt IStGH-Mitarbeiter in Abwesenheit zu Haftstrafen

    Vor dem Hintergrund eines Haftbefehls gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Justiz in Russland ranghohe Richter des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) sowie Chefankläger Karim Khan zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Das Gericht in Moskau verurteilte Khan in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft. Acht weitere IStGH-Mitarbeiter, darunter der ehemalige IStGH-Präsident Piotr Hofmanski, wurden zu Haftstrafen zwischen 3,5 und 15 Jahren verurteilt.

    IStGH-Chefankläger Khan habe «russische Staatsbürger in Den Haag rechtswidrig angeklagt», stellte das Gericht fest. Zudem habe der IStGH «die Richter der Kammer angewiesen, offenkundig rechtswidrige Haftbefehle zu erlassen». Russland ist kein Mitglied des IStGH, keiner der Angeklagten war vor Gericht anwesend.

    Khan hatte 2023 einen Haftbefehl gegen Putin wegen der «illegalen Deportation» tausender ukrainischer Kinder im Zuge des Konflikts zwischen Moskau und Kiew ausgegeben. Russland wies die Vorwürfe zurück und eröffnete seinerseits ein Verfahren gegen Khan und weitere IStGH-Mitarbeiter. Angesichts gegen ihn laufender Ermittlungen wegen mutmaßlichen sexuellen Fehlverhaltens legte Khan sein Amt im Mai vorerst nieder.

    Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag.
    Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag.
    Peter Dejong/AP/dpa (Archivbild)
  • 22.49 Uhr

    Paris: Europäer fordern US-Sicherheitsgarantien vor möglichen Gebietsverhandlungen

    Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten haben mögliche Gespräche über ukrainische Gebietsabtretungen an Sicherheitsgarantien der USA geknüpft. Die Europäer erwarteten von Washington eine Art Beistandsgarantie, ähnlich zu Artikel 5 des Bündnisvertrages, mit dem sich die Nato-Länder im Angriffsfall Unterstützung zusichern, hiess es aus dem französischen Präsidentenpalast. «Es braucht volle Transparenz über die Sicherheitsgarantien der Europäer und der Amerikaner, bevor es zu irgendwelchen Anpassungen bei strittigen Gebietsfragen kommt», erklärte der Elysée-Palast weiter.

    Ein Berater von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron betonte zugleich, die Ukraine habe keiner Einigung über Gebietsabtretungen zugestimmt und strebe dies zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht an. Auch eine entmilitarisierte Zone komme für Kiew nicht in Frage.

    Im Rahmen der diplomatischen Bemühungen für ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine wird Selenskyj am Montag in Berlin erwartet. Nach einem Treffen mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz werden am Montagabend «zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen von EU und Nato zu den Gesprächen hinzustossen», sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius.

    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz will den ukrainischen Präsidenten Wolodymir Selenskyj am Montag in Berlin empfangen.
    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz will den ukrainischen Präsidenten Wolodymir Selenskyj am Montag in Berlin empfangen.
    Fabian Sommer/dpa
  • 20.20 Uhr

    Russischer Luftangriff beschädigt Schiff bei Odessa

    Durch einen russischen Raketen- und Drohnenangriff auf die ukrainische Schwarzmeerküste ist ein ausländisches Schiff im Hafen Tschornomorsk bei Odessa beschädigt worden. «Der heutige russische Schlag hat wie viele ähnliche Schläge keinerlei militärischen Sinn und kann keinen haben», schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. Russland setze seinen Krieg ungeachtet aller Friedensbemühungen fort.

    Örtliche Medien in Tschornomorsk veröffentlichten ein Video, das zeigt, wie Rauch aus einem Frachtschiff aufstieg. Das türkische Aussenministerium bestätigte, dass es sich um das Schiff eines türkischen Eigners unter ausländischer Flagge handele. Die Besatzung und die Fahrer der Lkw an Bord seien evakuiert worden. Es gebe keine türkischen Verletzten, hiess es. Das Ministerium in Ankara warnte vor Gefahren für die Schifffahrt durch die zunehmenden Angriffe im Schwarzen Meer.

    Die russische Attacke folgte auf mehrere ukrainische Seedrohnen-Angriffe gegen Tankschiffe im Schwarzen Meer, die Häfen in Russland anlaufen sollten. Seit Sommer 2023 hatten ausländische Schiffe weitgehend ungehindert die ukrainischen Häfen anlaufen können, um Getreide und anderen Güter aus dem von Russland angegriffenen Land zu exportieren. In der Nacht auf Freitag beschädigten russische Luftangriffe auch das Energienetz im Gebiet Odessa.

    Immer wieder wird die ukrainische Schwarzmeerküste von Russland attackiert.
    Immer wieder wird die ukrainische Schwarzmeerküste von Russland attackiert.
    Petros Giannakouris/AP/dpa (Archivbild)
  • 18.55 Uhr

    EU friert russisches Vermögen dauerhaft ein

    Update 19.19 Uhr: Die EU hat eine wichtige Grundlage für die Nutzung von russischem Staatsvermögen für die Ukraine geschaffen. 25 der 27 Mitgliedstaaten stimmten dafür, eine Rückübertragung von in der EU festgesetzten Mitteln nach Russland unbefristet zu verbieten. Dagegen votierten Ungarn und die Slowakei.

    Konkret geht es bei dem Vorhaben vor allem darum, zu verhindern, dass ein Land wie Ungarn mit einem Veto gegen EU-Sanktionsbeschlüsse die Freigabe der eingefrorenen Mittel veranlassen kann. Derzeit sind die russischen Zentralbankgelder über EU-Sanktionsbeschlüsse eingefroren, die alle sechs Monate einstimmig verlängert werden müssen.

    Diese Regelung gilt als Hindernis für den Plan, die Mittel für langfristige Kredite an die Ukraine zu nutzen und nur dann eine Rückzahlung an Russland zu ermöglichen, wenn das Land nach einem Ende seines Angriffskriegs gegen die Ukraine Reparationszahlungen leistet.

    Der nun in einem schriftlichen Verfahren getroffene Beschluss wurde per Mehrheitsentscheidung gegen den Willen von Ungarn und der Slowakei getroffen. Die beiden Länder argumentieren unter anderem, dass das Vorgehen der EU die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine torpedieren könnte.

    Euroclear verwaltet eine dreistellige Milliardensumme der russischen Zentralbank. 
    Euroclear verwaltet eine dreistellige Milliardensumme der russischen Zentralbank. 
    dpa (Archivbild)
  • 17.32 Uhr

    Kreise: US-Plan sieht EU-Beitritt der Ukraine bereits ab Januar 2027 vor

    Der US-Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs sieht laut Verhandlungskreisen einen EU-Beitritt des von Russland angegriffenen Landes bereits ab Januar 2027 vor. «Das ist festgelegt, aber es ist Verhandlungssache, und die Amerikaner sind dafür», sagte ein hochrangiger Vertreter der Unterhändler am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

    Die Ukraine ist seit Juni 2022 EU-Beitrittskandidat. Der Beitrittsprozess ist grundsätzlich langwierig, ihm steht zudem unter anderem der Widerstand Ungarns entgegen.

    Die USA hatten vor gut drei Wochen einen Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vorgelegt, der in seiner ursprünglichen Fassung als sehr Moskau-freundlich galt. Auf Drängen der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten wurde der Plan in zentralen Punkten überarbeitet.

  • 16.09 Uhr

    Merz empfängt Selenskyj am Montag in Berlin

    Kanzler Friedrich Merz (CDU) wird den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an diesem Montag zu Wirtschaftsgesprächen und einem Austausch über den Stand der Friedensverhandlungen für die Ukraine empfangen. Der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, teilte mit, am Abend würden zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen von EU und Nato zu den Gesprächen hinzustossen.

    Wolodymyr Selenskyj (l.), Präsident der Ukraine und Bundeskanzler Friedrich Merz (r.) bei einem Treffen im August 2025 in Berlin. (Archiv)
    Wolodymyr Selenskyj (l.), Präsident der Ukraine und Bundeskanzler Friedrich Merz (r.) bei einem Treffen im August 2025 in Berlin. (Archiv)
    KEYSTONE/Fabian Sommer
  • 15.35 Uhr

    Polen entdeckt Migrantentunnel unter Grenzzaun zu Belarus

    Der polnische Grenzschutz hat einen Tunnel entdeckt, durch den Migranten unterirdisch aus Belarus in das EU-Land gelangen konnten.

    Mehr als 130 ausländische Staatsbürger seien im Zuge der Entdeckung des unterirdischen Schleichwegs festgenommen worden, teilte die Behörde am Freitag mit. Nach weiteren Personen werde noch gesucht.

    Auch seien zwei mutmassliche Schleuser verhaftet worden. Bei ihnen handle es sich um einen 69-jährigen Mann aus Polen und einen 49-jährigen Staatsbürger Litauens. Die festgenommenen Migranten seien grossteils Staatsbürger Afghanistans und Pakistans, hiess es. Es seien aber auch Personen anderer Herkunft dabei gewesen, etwa aus Indien, Bangladesch und Nepal.

    Der Geheimtunnel sei mehrere Dutzend Meter lang und etwa 1,5 Meter hoch, heisst es in der Mitteilung. Der versteckte Eingang habe sich auf belarussischer Seite in einem Wald befunden, der Ausgang auf polnischer Seite nur rund zehn Meter von der Grenzbarriere entfernt.

    Die Grenzschützer fanden den Tunnel demnach mit Hilfe elektronischer Geräte - und konnten damit auch feststellen, dass mindestens 180 Menschen bereits durch den Geheimgang nach Polen gelangt waren.

    In diesem Jahr wurden nach Angaben der Grenzschützer bereits drei andere Tunnel unter der Grenze zwischen Belarus und Polen entdeckt. Polen beschuldigt Belarus immer wieder, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Aussengrenze zu bringen.

  • 15.26 Uhr

    Ukrainische Drohne zerstört An-26 kurz vor ihrem Start

    Eine An-26 steht auf dem einer Piste eines Flughafens auf der Krim: Die beiden Motoren laufen, doch zum Abflug kommt es nicht. Eine ukrainische FPV-Drohne schlägt in das militäriche Transportflugzeug ein, das dabei zerstört worden sein dürfte. Es soll mehrere Verletzte gegeben haben.

    Der Vorfall, der sich auf dem Militärflugplatz Katscha nahe Sewastopol ereignet habn soll, ist bereits gestern von pro-russischen Bloggern vermeldet worden. Die An-26 wird zum Truppentransport eingesetzt.

  • 14.56 Uhr

    Merz hat «sehr, sehr viele Fragen offen»

    Bei internationalen Bemühungen um eine Beendigung des russischen Angriffskriegs und Sicherheitsgarantien für die Ukraine gibt es nach Angaben des deutschen Kanzlers Friedrich Merz noch grösseren Klärungsbedarf.

    «Die Gespräche werden in diesen Tagen sehr intensiv geführt», sagte der Christdemokrat in Heidelberg. «Wir versuchen, auch die amerikanische Regierung einzubeziehen in die Gespräche, die wir untereinander führen, aber auch mit der ukrainischen Regierung und mit dem ukrainischen Präsidenten.»

    Merz betonte, Sicherheitsgarantien, über die man seit einigen Wochen spreche, hätten als wichtigstes Element die dauerhafte Stärkung der ukrainischen Armee, das Land dauerhaft selbst verteidigen zu können.

    Gestatten: der deutsche Kanzler Friedrich Merz.
    Gestatten: der deutsche Kanzler Friedrich Merz.
    KEYSTONE

    «Wir sind bereit, eigene Beiträge dafür zu leisten. Es werden auch Beiträge der Amerikaner benötigt werden.» Die Frage, in welcher Form und in welchen Details dies dann auch in ein Gesamtkonzept eingebunden werde, sei offen.

    «Insofern stehen hier sehr, sehr viele Fragen offen im Raum, und sie sind alle Gegenstand der Gespräche, die im Augenblick geführt werden», sagte der deutsche Regierungschef.

    Er unterstrich: «Wir wissen, dass wir ohne Sicherheitsgarantien die Ukraine nicht auf Dauer schützen können.» Merz hatte es zuletzt als möglich dargestellt, dass es nach Gesprächen am Wochenende zu Beginn der nächsten Woche ein Treffen in Berlin geben könnte.

    In Heidelberg äusserte sich der seit Mai regierende Konservative nach einer entsprechenden Frage nicht dazu. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer erläuterte in Berlin allgemein, es gebe gerade eine «sehr hohe Dynamik» im Prozess.

  • 14.20 Uhr

    Russland verurteilt Richter des Weltstrafgerichts

    Ein Moskauer Gericht hat mehrere Vertreter des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Abwesenheit zu langen Haftstrafen verurteilt. IStGH-Chefankläger Karim Khan wurde zu 15 Jahren Freiheitsentzug verurteilt, neun Jahre davon in einem Gefängnis.

    Der Rest sei in einer Strafkolonie für Schwerverbrecher, wie die russische Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Zudem erhielten acht Richter des Weltstrafgerichts mit Sitz im niederländischen Den Haag demnach Haftstrafen zwischen dreieinhalb und 15 Jahren.

    Khan habe von Februar bis März 2022 illegale Strafverfahren gegen russische Staatsbürger eingeleitet und das Präsidium des Weltstrafgerichts rechtswidrige Haftbefehle erlassen, behauptete die Behörde.

    Da Khan sich nicht in Russland befindet, bleibt das Urteil zunächst voraussichtlich weitgehend folgenlos. Khan hat im Mai im Zusammenhang mit einer Untersuchung über mutmassliche sexuelle Übergriffe sein Amt beim IStGH bis zum Abschluss der Untersuchung vorübergehend niedergelegt.

    Nachdem Khan bereits im Frühjahr 2022 Ermittlungen eingeleitet hatte, erliess das Weltstrafgericht im März 2023 Haftbefehle gegen Kremlchef Wladimir Putin und die russische Kinderrechtsbeauftragte Maria Lwowa-Belowa wegen mutmasslicher Kriegsverbrechen in der Ukraine.

    🇺🇸 The US is threatening new sanctions on the International Criminal Court unless it pledges not to prosecute Trump or his top officials, Reuters reports.

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    — NOELREPORTS (@noelreports.com) 10. Dezember 2025 um 13:22

    Auch gegen mehrere hochrangige russische Militärs wurden vom IStGH Haftbefehle erlassen. Putin hatte vor fast vier Jahren die Invasion in die Ukraine befohlen. Das Weltstrafgericht verfolgt Verdächtige wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Aggression. Russland ist nicht Vertragsstaat des IStGH.

  • 13.07 Uhr

    Russland lehnt Referendum im Donbass ab

    Russland lehnt den Vorschlag von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew ab, die ukrainische Bevölkerung bei einer Volksabstimmung über Gebietsabtretungen im Donbass entscheiden zu lassen. «Dieses Gebiet ist russisches Territorium», sagte der aussenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow, der Agentur Interfax zufolge mit Blick auf die Annexion von 2022.

    Wenige Monate nach Beginn seines Angriffskrieges gegen die Ukraine gliederte Russland den Donbass – das sind die Gebiete Donezk und Luhansk – sowie die Regionen Cherson und Saporischschja per Verfassungsänderung völkerrechtswidrig in sein Staatsgebiet ein.

    Russian Presidential aide Yuri Ushakov stated that Moscow has not yet seen the revised U.S. peace plan for Ukraine following Washington's consultations with Kyiv and European partners. He emphasized that Russia may strongly oppose elements of the updated version.

    [image or embed]

    — NOELREPORTS (@noelreports.com) 12. Dezember 2025 um 10:14

    Selenskyj hatte gestern erklärt, dass nur das ukrainische Volk über Gebietsfragen entscheiden könne – bei einem Referendum etwa. Ziel Selenskyjs sei es, bei den Verhandlungen nun für Russland unannehmbare Vorschläge in den Friedensplan mit den USA schreiben zu lassen, sagte Uschakow in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat am Rande einer Reise Putins.

    Der Kremlbeamte erklärte, dass Russland die aktuell mit führenden Vertretern europäischer Staaten besprochenen Dokumente bisher nicht gesehen habe. Eine neue Variante könne schlechter und für Russland nicht annehmbar sein. Uschakow bekräftigte zudem russische Forderungen, nach denen die Ukraine für einen Waffenstillstand ihre Truppen aus dem Donbass abziehen müsse.

    Erstmals gibt es nun auch offizielle Äusserungen, dass Russland sich eine entmilitarisierte Zone im Donbass vorstellen könnte – unter Moskauer Verwaltung. «Gut möglich, dass dort keine unmittelbaren Streitkräfte sein werden – weder russische noch ukrainische. Dennoch werden dort die Nationalgarde, unsere Polizei sein; es wird alles geben, was für die Einhaltung der Ordnung und die Organisation des Lebens gebraucht wird», sagte Uschakow.

    Russlands Nationalgarde ist allerdings mit Waffensystemen und militärähnlichen Befugnissen ausgestattet – und auch im Krieg im Einsatz.

    Kremlchef Putin hatte am Vortag von neuen Erfolgen beim Vormarsch im Donbass berichtet und erklärt, dass Russland seine Kriegsziele auch auf dem Schlachtfeld erreichen könne. Ziel sei es nun, die ukrainischen Streitkräfte aus dem noch nicht von Moskau kontrollierten Teil des Gebiets zu verdrängen.

  • 12.35 Uhr

    Deutsche Regierung bestellt russischen Botschafter ein

    Die deutsche Regierung hat einen grossen Cyberangriff und eine Desinformationskampagne im Bundestagswahlkampf Russland zugeordnet. Der russische Botschafter sei deshalb ins Auswärtige Amt einbestellt worden, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin.

    Zum einen könne ein Cyberangriff gegen die Deutsche Flugsicherung im August 2024 klar der russischen Hackergruppe «Fancy Bear» zugeordnet werden. «Unsere nachrichtendienstlichen Erkenntnisse belegen, dass der russische Militärgeheimdienst GRU die Verantwortung für diesen Angriff trägt», fügte der Sprecher hinzu.

    Zum anderen könne man nun verbindlich sagen, dass Russland durch die Kampagne «Storm 1516» versucht habe, «sowohl die letzte Bundestagswahl als auch fortlaufend die inneren Angelegenheiten der Bundesrepublik Deutschland zu beeinflussen und zu destabilisieren». Es gebe belastbare Informationen, dass dahinter Organisationen stünden, die vom Geheimdienst GRU unterstützt würden.

    Konkret geht es um die Kampagne «Storm 1516», die seit 2024 läuft und vor allem auf die Beeinflussung westlicher Wahlen abzielt. Im Fokus standen vor der diesjährigen Parlamentswahl unter anderem der Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck und der damalige Kanzlerkandidat der christdemokratischen Union (CDU und CSU): der seit Mai regierende Kanzler Friedrich Merz.

    Zwei Tage vor der vorgezogenen Wahl am 23. Februar 2025 hatte die Regierung des damaligen sozialdemokratischen Kanzlers Olaf Scholz mitgeteilt, die deutschen Sicherheitsbehörden hätten Hinweise, dass Fake-Videos über angebliche Manipulationen bei Stimmzetteln Teil einer russischen Desinformationskampagne seien.

    Der Sprecher des Auswärtigen Amts sagte, Russland bedrohe mit den Aktionen «ganz konkret unsere Sicherheit, nicht nur durch seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine, sondern auch hier bei uns in Deutschland». Er fügte hinzu, die deutsche Regierung werde in Abstimmung mit europäischen Partnern «eine Reihe von Gegenmassnahmen ergreifen, um Russland einen Preis für sein hybrides Agieren aufzuzeigen.»

  • 11.45 Uhr

    Russische Drohnen greifen Pawlohrad an – Toter und Verletzte

    In der ostukrainischen Industriestadt Pawlohrad ist ein Mann bei russischen Drohnenangriffen getötet worden.

    Vier Menschen seien verletzt worden, teilte der geschäftsführende Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk Wladyslaw Hajwanenko bei Telegram mit. Fünf Wohnhäuser seien zudem in Brand geraten.

    Der ukrainischen Luftwaffe zufolge hat das russische Militär 80 Drohnen unterschiedlichen Typs eingesetzt. 64 davon konnten demnach abgefangen werden. Dennoch habe es an acht Orten zwölf Einschläge gegeben, Drohnentrümmer seien an weiteren drei Stellen herabgefallen.

  • 11 Uhr

    Sieben Verletzte in Russland nach ukrainischem Drohnenangriff

    Beim Einschlag einer ukrainischen Drohne in einen Wohnblock der russischen Grossstadt Twer sind nach Behördenangaben sieben Personen verletzt worden.

    Tver 💥💥💥

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    — MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 12. Dezember 2025 um 01:28

    «Bei der Abwehr eines Drohnenangriffs auf ein Wohnhaus in Twer wurden Menschen verletzt», sagte der amtierende Gouverneur Witali Koroljow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Unter den Verletzten in der Stadt knapp 200 Kilometer nordwestlich von Moskau sei auch ein Kind, alle würden im Spital behandelt. Das beschädigte Wohnhaus wurde demnach evakuiert.

    👀 The moment of drone strike in Tver, which deviated from the course due to the work of electronic warfare.

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    — MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 12. Dezember 2025 um 10:19

    Die Ukraine hat in der Nacht erneut zahlreiche russische Regionen mit Drohnenangriffen überzogen. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von etwa 90 Drohnen, darunter auch mehrere im Anflug auf die russische Hauptstadt.

    In der nördlich von Moskau gelegenen Region Jaroslawl ist nach Berichten des unabhängigen Internetportals Astra erneut eine Raffinerie unter Beschuss geraten.

    God morgon! 03.30 fick oljeraffinaderiet Slavneft-Jnos i ryska Jaroslavl drönarpåhälsning och minst 7 explosioner kunde höras varefter en brand utbröt.

    [image or embed]

    — Fria Ukraina (@friaukraina.bsky.social) 12. Dezember 2025 um 06:39

    Die Ukraine zielt bei ihrem Abwehrkampf gegen die seit fast vier Jahren andauernde russische Invasion neben militärischen Objekten auch auf Anlagen der Öl- und Gasindustrie. Dies soll einerseits die Treibstoffversorgung des russischen Militärs beeinträchtigen, andererseits Russland die Finanzierung des Kriegs erschweren.

    Die von der Ukraine in Russland angerichteten Schäden sind inzwischen beträchtlich, stehen aber in keinem Verhältnis zum Ausmass der Zerstörungen und der Zahl der Opfer, die die Angriffe des russischen Militärs im Nachbarland fordern.

  • 4.30 Uhr

    EU bereitet trotz Ungarns Blockade ukrainischen Beitritt vor

    Trotz der Blockade durch Ungarn haben sich die EU-Kommission und Kiew auf einen 10-Punkte-Plan geeinigt, der die Ukraine einem EU-Beitritt näher bringen soll. Er sieht vor, Korruption zu bremsen und die Demokratie zu stärken. Beides ist zentral für den Weg in die EU. Ungarn blockiert weiter den formalen Start der Gespräche. EU und Ukraine arbeiten aber bereits am praktischen Teil des Beitritts.

    Putin- und Trump-Freund Viktor Orbán. (Archivbild)
    Putin- und Trump-Freund Viktor Orbán. (Archivbild)
    Bild: Keystone/EPA/Filip Singer
  • 3.37 Uhr

    «Freie Wirtschaftszone» als Kompromiss? Kiew ist skeptisch

    Im Ringen um ein Ende des russischen Angriffskrieges gibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Einblick in den aktuellen Verhandlungsstand. So brachten die USA nach seinen Worten die Idee ins Spiel, den bisher von der ukrainischen Armee kontrollierten Teil des Donbass-Gebiets im Osten des Landes zur «freien Wirtschaftszone» zu erklären. Der Kompromissvorschlag bestehe darin, dass die russische Seite nicht in dieses Gebiet vordringt, sagte Selenskyj örtlichen Medienberichten zufolge in Kiew.

    Die im Krieg schwer beschädigte ukrainische Stadt Myrnohrad im Osten der Ukraine.
    Die im Krieg schwer beschädigte ukrainische Stadt Myrnohrad im Osten der Ukraine.
    Bild: Keystone/Ukrainian Defense Forces via AP

    Allerdings ergänzte er, dass der Fairness halber umgekehrt die Frage erlaubt sein müsse: «Wenn sich die eine Seite zurückzieht, wie man es von den Ukrainern verlangt, warum zieht sich die andere Kriegspartei nicht um die gleiche Entfernung in die andere Richtung zurück?»

    Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich einen Plan für eine Friedenslösung vorgelegt, den Kritiker als «russische Wunschliste» und faktische Kapitulationserklärung der Ukraine bezeichneten, weil er im Wesentlichen bekannte Forderungen Moskaus enthielt. Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten bemühten sich, den Plan im Eiltempo umzuarbeiten und für sie nicht hinnehmbare Punkte herauszustreichen. Am Mittwoch übermittelte die Ukraine dann eine Antwort.

  • 2.39 Uhr

    Trump spricht von Ukraine-Treffen am Samstag

    US-Präsident Donald Trump hat als Termin für ein mögliches Treffen in Europa zur Befriedung des Ukraine-Kriegs den Samstag genannt.

    «Am Samstag findet ein Treffen statt, wir werden sehen, ob wir daran teilnehmen oder nicht», sagte Trump im Weissen Haus – ohne zu erwähnen, mit wem die Gespräche geführt würden. Er betonte, Vertreter der USA würden an einem solchen dann Treffen teilnehmen, «wenn wir glauben, dass es gute Chancen gibt». Ansonsten wolle man keine Zeit verschwenden.

    Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hatte zuletzt erklärt, es sei möglich, dass es nach Gesprächen am Wochenende zu Beginn der nächsten Woche ein Treffen in Berlin geben werde. Ob die US-Regierung daran teilnehme oder nicht, sei noch offen.

    Trump bekräftigte, dass die USA zu Sicherheitsgarantien bereit seien – darunter werden im Kontext des Ukraine-Kriegs Vorkehrungen verstanden, die das Land vor weiteren Aggressionen Russlands nach einem Friedensschluss schützen sollen und auch von den Europäern gefordert werden. «Wir würden bei der Sicherheit helfen, weil es meiner Meinung nach ein notwendiger Faktor ist», sagte Trump. Nähere Details nannte er auch hierzu nicht.

    US-Präsident Donald J. Trump (l.) und First Lady Melania Trump beim «Congressional Ball» im Weissen Haus am Donnerstagabend.
    US-Präsident Donald J. Trump (l.) und First Lady Melania Trump beim «Congressional Ball» im Weissen Haus am Donnerstagabend.
    Bild: Keystone/EPA/Shawn Thew

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, er und sein Team führten Gespräche über Sicherheitsgarantien mit der US-Seite. «Sicherheitsgarantien gehören zu den wichtigsten Elementen für alle weiteren Schritte», wurde Selenskyj in einer Mitteilung zitiert. Es müsse konkrete Antworten darauf geben, was die Partner machen würden, falls Russland die Ukraine erneut angreifen sollte. Daran werde weiter gearbeitet.

  • Freitag, 12. Dezember 2025, 1.48 Uhr

    Trump: Rede mit China und Russland über Denuklearisierung

    US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben mit China und Russland über Denuklearisierung, also atomare Abrüstung gesprochen. «Ich habe mit China darüber gesprochen. Ich habe mit Russland darüber gesprochen. Und ich denke, das wäre etwas, was wir gerne tun würden, und sie würden es auch gerne tun, und ich denke, Russland würde es gerne tun», sagte Trump bei einem Treffen im Weissen Haus.

    Auf den Hinweis eines Reporters, dass Russland erklärt habe, es sei unmöglich, den Abrüstungsvertrag New Start rechtzeitig vor dessen Auslaufen im Februar 2026 neu auszuhandeln, antwortete Trump, ihm sei etwas anderes gesagt worden. Der 2010 zwischen den USA und Russland geschlossene Vertrag zur nuklearen Abrüstung wurde 2021 letztmalig um fünf Jahre verlängert. Er sieht eine Reduzierung der Atomsprengköpfe und der Trägersysteme vor.

    Ende Oktober sorgte Trump mit der überraschenden Ankündigung einer sofortigen Wiederaufnahme von Atomwaffentests für Aufsehen. Aber auch da erklärte er, dass mit Russland über eine Denuklearisierung gesprochen werde. Damals sagte Trump, falls etwas in dieser Richtung unternommen werden sollte, werde man China hinzuziehen.

    Russisches Atom-U-Boot, von dem die angebliche Wunderwaffe «Poseidon» abgefeuert werden kann. (1. November 2025)
    Russisches Atom-U-Boot, von dem die angebliche Wunderwaffe «Poseidon» abgefeuert werden kann. (1. November 2025)
    Bild: IMAGO/SNA/Vadim Savitskii