Die Veröffentlichung der Epstein-Akten wird seit langem gefordert - und hat auch Trump unter Druck gesetzt. (Archivbild)
Dutzende junge Frauen und Minderjährige fielen Epsteins Missbrauchsring zum Opfer. (Archivbild)
Millionen Seiten – Weitere Epstein-Dokumente veröffentlicht - Gallery
Die Veröffentlichung der Epstein-Akten wird seit langem gefordert - und hat auch Trump unter Druck gesetzt. (Archivbild)
Dutzende junge Frauen und Minderjährige fielen Epsteins Missbrauchsring zum Opfer. (Archivbild)
Die Dokumente umfassen Videos, Bilder und Unterlagen, die zuvor zurückgehalten worden waren. Die Identität von Opfern solle jedoch weiterhin geschützt werden, heisst es.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- In der Affäre um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat die US-Regierung Millionen neuer Dokumente veröffentlicht.
- Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche sprach am Freitag in Washington von «mehr als drei Millionen Seiten» Material.
- Blanche versicherte, Präsident Donald Trump sei nicht geschützt worden.
Das US-Justizministerium hat zahlreiche weitere Akten zu den Ermittlungen gegen den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht. Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche sprach am Freitag von mehr als drei Millionen Dokumentenseiten, mehr als 2.000 Videos und 180’000 Bildern. Die Akten, die auf der Website des Ministeriums hochgeladen wurden, enthalten nach Angaben aus Regierungskreisen etliche Dokumente, die bei einer ersten Veröffentlichung im Dezember noch zurückgehalten worden waren.
«Die heutige Veröffentlichung markiert den Abschluss eines sehr umfassenden Prozesses zur Identifizierung und Überprüfung von Dokumenten, um Transparenz gegenüber dem amerikanischen Volk und die Einhaltung des Gesetzes zu gewährleisten», sagte Blanche bei einer Pressekonferenz, auf der die Veröffentlichung bekanntgegeben wurde. Der Informationshunger vieler Menschen werde aber wahrscheinlich dennoch nicht gestillt werden. Blanche versicherte, Präsident Donald Trump sei nicht geschützt worden. «Wir haben niemanden geschützt oder nicht geschützt», sagte er.
Zurückgehalten wurden weiterhin Informationen, die laufende Ermittlungen gefährden oder die Identität potenzieller Opfer offenlegen könnten, wie es hiess. Alle Frauen, mit Ausnahme von Epsteins langjähriger Lebensgefährtin und Mittäterin Ghislaine Maxwell, seien in den am Freitag veröffentlichten Videos und Bildern unkenntlich gemacht worden, sagte Blanche. Die Anzahl der insgesamt zu prüfenden Dokumente, einschliesslich Duplikaten, gab das Justizministerium mit rund sechs Millionen an.
Hunderte Anwälte prüften Unterlagen
Trump hatte im November unter grossem öffentlichen Druck ein Gesetz unterzeichnet, mit dem der Kongress das Justizministerium dazu verpflichtete, im Wesentlichen alles offenzulegen, was es im Rahmen verschiedener Ermittlungsverfahren an Wissen zusammengetragen hat – nicht nur über Epstein, sondern auch über Maxwell, die eine 20-jährige Haftstrafe verbüsst, weil sie ihrem Freund die Opfer zuführte.
Eine gesetzlich festgelegte Frist vom 19. Dezember zur Veröffentlichung aller Akten liess das Ministerium verstreichen. Anschliessend erklärte es, Hunderte Anwälte seien damit beauftragt worden, die Akten zu prüfen, um festzustellen, welche Passagen zum Schutz der Opfer geschwärzt werden müssten. Kurz vor Weihnachten veröffentlichte das Ministerium dann Zehntausende Dokumentenseiten zu dem Fall. Viele davon waren davor bereits öffentlich bekannt – oder fast vollständig geschwärzt.
Trump flog im Privatjet mit
Zu diesen Unterlagen gehörten bereits veröffentlichte Flugprotokolle, die belegen, dass Trump in den 90er Jahren, vor einem Zerwürfnis mit Epstein, in dessen Privatjet mitgeflogen war, sowie mehrere Fotos des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton. Weder Trump, Republikaner, noch Clinton, Demokrat, wurden öffentlich eines Fehlverhaltens im Zusammenhang mit Epstein beschuldigt. Beide gaben an, keine Kenntnis von dessen Missbrauch minderjähriger Mädchen gehabt zu haben.
Jahrelang hatten Überlebende des systematischen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen durch den US-Finanzier und verurteilten Sexualstraftäter Epstein eine öffentliche Aufarbeitung des Skandals gefordert. 2019 wurde Epstein in seiner Gefängniszelle tot aufgefunden.
Trump auf Epstein-Fotos zu sehen
US-Präsident Donald Trump ist auf Bildern aus dem Nachlass des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu sehen, die aus der Phase vor seiner Amtszeit stammen. Die Bilder wurden am 12. Dezember 2025 von den Demokraten publiziert.
13.12.2025