USA16 Tote bei Bränden in Los Angeles – Sorge vor neuem Wind
SDA
12.1.2025 - 14:12
dpatopbilder - Eine amerikanische Flagge weht über einem Teil des Mandeville Canyon, der durch das Palisades-Feuer zerstört wurde. Foto: Mark Edward Harris/ZUMA Press Wire/dpa
Keystone
Es ist nur ein kleines Durchschnaufen für die Feuerwehr im Kampf gegen das Flammeninferno rund um Los Angeles. Der Wind sollte wieder deutlich auffrischen, was die Flammen weiter anfachen könnte. Doch davon ist erst einmal noch nichts zu spüren. Für die Einsatzkräfte an der US-Westküste wertvolle Zeit, weiter gegen die Feuersbrunst vorzurücken. Der Wetterdienst gibt allerdings keine Entwarnung. Die Zahl der Toten steigt indes weiter. Ein Ende der Brände ist nicht abzusehen.
Keystone-SDA
12.01.2025, 14:12
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Mindestens 16 Menschen sind gestorben. Bislang hatte die Gerichtsmedizin von elf Toten Kenntnis – am Samstag erweiterte die Behörde die Liste um fünf weitere Opfer. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Zahl noch steigt. Für die Einsatzkräfte ist es nicht möglich, in sämtliche Bereiche vorzudringen – zu gross ist die Gefahr. Es wird noch Tage dauern, bis endgültige Gewissheit herrscht.
Die fünf neuen bestätigten Todesfälle schreiben die Gerichtsmediziner dem zweitgrössten Brand «Eaton Fire» nahe Pasadena zu. Insgesamt starben in dem Gebiet demnach inzwischen mindestens elf Menschen. Beim noch grösseren «Palisades Fire» im Stadtteil Palisades waren es wie bislang fünf.
Wie viele Gebäude wurden zerstört?
Mehr als 12.300 Gebäude sind nach Angaben der Brandschutzbehörde Cal Fire zerstört oder beschädigt. Seit Dienstag gingen demnach fast 163 Quadratkilometer Land in Flammen auf – das ist mehr als anderthalbmal die Fläche der Insel Sylt.
Los Angeles und die Region sind Brände gewohnt, aber in diesem gewaltigen Ausmass nicht. «Es war wie die Apokalypse», zitierte die «Los Angeles Times» Rob Orlandini, der seinen Baumarkt in den Flammen verlor. Er werde den Laden wieder aufbauen. «Das ist zu 100 Prozent mein Ziel.»
Betroffen sind auch Prominente. Verschiedene Schicksale wurden bereits bekannt. Auch Schauspieler Arnold Schwarzeneggers wohnt nicht weit vom Feuer entfernt. Bei X schrieb der 77-Jährige: «Machen Sie sich keine Sorgen um mich, meine Tiere und schon gar nicht um mein Haus.» Vielmehr sollten seine Fans an die «heldenhaften Feuerwehrleute» denken.
Bei der Brandbekämpfung bekommen die USA unterdessen Hilfe aus dem Ausland. Mexiko schickte Feuerwehrleute nach Kalifornien. Die Helfer aus dem Nachbarland seien per Flugzeug gelandet, teilte Gouverneur Gavin Newsom auf der Plattform X mit. Sie werden sich demnach den mehr als 14.000 Einsatzkräften vor Ort anschliessen. Kalifornien sei für die Unterstützung unendlich dankbar. Davor war schon bekanntgeworden, dass Kanada Hilfe schickt. Auch mehr als 900 Häftlingen sind am Löscheinsatz beteiligt.
Wie sind die Aussichten?
Unterstützung ist dringend nötig. Schon in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) sollten die sogenannten Santa-Ana-Winde wieder heftiger werden. Das teilte der US-Wetterdienst mit. Der stärker werdende Föhnwind und die sehr trockene Vegetation begünstigten die schnelle und unberechenbare Ausbreitung bereits existierende und neuer Brände. Für Sonntagnachmittag (Ortszeit) werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde vorausgesagt.
Briefe an Trump
Kathryn Barger vom Verwaltungsbezirk Los Angeles appellierte an Donald Trump, sich ein Bild von den immensen Schäden zu machen. Auf X postete sie einen Brief an den Republikaner, der am 20. Januar die Amtsgeschäfte von Präsident Joe Biden übernimmt. Barger, die ebenfalls Republikanerin ist, schrieb auch mit Blick auf den Wiederaufbau in den nächsten Jahren in und um Los Angeles in der Einladung, man freue sich darauf, mit der neuen Regierung zusammenzuarbeiten. Sie bat Trump, den Menschen beizustehen.
Zuvor hatte bereits der demokratische Gouverneur Newsom den künftigen US-Präsidenten per Brief eingeladen, sich das Ausmass der Brände persönlich anzusehen. Trump hatte Newsom eine Verantwortung für das Ausmass der Feuer zugeschrieben – er kritisierte etwa dessen Wassersparmassnahmen. Newsom konterte, man solle menschliche Tragödien nicht politisieren.
Das Weisse Haus teilte unterdessen auf X mit, dass sich US-Präsident Biden mit Behördenvertretern über die aktuelle Situation ausgetauscht habe. Sein Team informiere ihn auch, wie Bundesmittel helfen und wie man zusätzlich Überlebende unterstützen könne.
Preiswucher, Betrug und Plündereien
Die verheerenden Flammen in Kalifornien sind nicht das einzige Problem, das Behörden sehen. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta warnte vor Preiswucher, Betrug und Plündereien. In Notsituationen wie dieser träten erfahrungsgemäss böswillige Akteure auf, «die versuchen, das Trauma und das Chaos solcher Momente für ihren eigenen Vorteil zu nutzen», sagte Bonta und versprach, rigoros dagegen vorzugehen.
«Wir haben erlebt, dass Unternehmen und Vermieter die erhöhte Nachfrage in Notfällen nutzen, um die Preise für lebenswichtige Güter und Dienstleistungen wie Gas und Wasser, Batterien, Erste-Hilfe-Materialien, Baumaterialien und Unterkünfte, einschliesslich Hotels und Kurzzeitmieten, in die Höhe zu treiben», beklagte er. Dies sei illegal und werde geahndet.
Die Behörden hielten derzeit auch Ausschau nach Betrügern, die sich als wohltätige Organisationen ausgäben und fälschlicherweise behaupteten, Geld für Opfer der Feuerkatastrophe zu sammeln.
Schüsse an Schule in Kanada: Mehrere Tote, viele Verletzte
Tumbler Ridge, 11.02.2026:
Schüsse an weiterführender Schule
Eine Person hat in Kanada zehn Menschen
getötet und etwa zwei Dutzend weitere verletzt
Polizei in Provinz British Columbia:
Unter den Toten sei auch eine Frau, die nach ersten
Erkenntnissen als Tatverdächtige gelte
Wahrscheinlich zwei Tatorte
Zunächst werden sieben Leichen in der Schule,
an einem zweiten Ort zwei weitere Tote gefunden
Polizei ermittelt auf Hochtouren
Über den Hintergrund der Tat und das mögliche
Motiv des Schützen ist zunächst nichts bekannt
Laut dem TV-Sender CBC kennt die Polizei die
Identität der mutmasslichen Täterin inzwischen
12.02.2026
Epstein-Skandal: Kronprinzessin bittet um Verzeihung
Oslo, 06.02.2026: Mette-Marit entschuldigt sich: Im Skandal um die Freundschaft von der Kronprinzessin mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wartet ganz Norwegen seit Tagen auf eine Reaktion der Königsfamilie.
Am Freitag ist es dann so weit – in Form einer schriftlichen Mitteilung:
«Es ist mir wichtig, mich bei allen zu entschuldigen, die ich enttäuscht habe», zitiert das Königshaus die Kronprinzessin darin. «Teile des Inhalts der Nachrichten zwischen Epstein und mir repräsentieren nicht den Menschen, der ich gerne sein möchte.»
Sie bedaure auch die Situation, in die sie das Königshaus – besonders König Harald V. und Königin Sonja – gebracht habe.
In E-Mails sollen sich die Kronprinzessin und der Sexualstraftäter über mehrere Jahre zu privaten Themen ausgetauscht haben – nachdem Epstein bereits zum ersten Mal verurteilt worden war und eine Haftstrafe abgesessen hatte. In den kürzlich veröffentlichten Akten zu dem Fall taucht ihr Name mehrere Hundert Male auf.
09.02.2026
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Adamuz, 19.01.2026: Zugunglück im Süden Spaniens: Zahlreiche Tote und viele Verletzte. Nach dem schweren Eisenbahnunglück nahe Adamuz ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen.
Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
20.01.2026
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