13.11.2017 - 15:00, aktualisiert: 14.11.2017 - 12:19, AP

Nordkoreanischer Soldat bei Flucht in den Süden angeschossen

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Trotz Schusswunden ist einem nordkoreanischen Soldaten die Flucht in den Süden gelungen. Der Vorfall ereignete sich im Grenzort Panmunjom.

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Vier nordkoreanische Soldaten haben nach Angaben Seouls 40 Schüsse auf einen Deserteur in der entmilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea gefeuert. Der Mann sei zunächst mit einem Auto in die Nähe des Gebiets gefahren und sei von seinem Wachposten im Grenzdorf Panmunjom plötzlich in die dort eingerichtete Gemeinsame Sicherheitszone gesprintet, berichtete das südkoreanische Militär am Dienstag. Er sei fünf Mal getroffen worden und habe innere Verletzungen erlitten, die vermutlich nicht lebensgefährlich seien.

Südkoreanische Soldaten hätten das Feuer nicht erwidert, hiess es. Sie zogen den Verwundeten aus einem Laubhaufen. Ein UN-Hubschrauber habe ihn später in ein Krankenhaus in Südkorea transportiert. Die auch als DMZ bekannte entmilitarisierte Zone wird von Nordkorea und einem US-geführten Kommando der Vereinten Nationen kontrolliert. Bei dem Vorfall handelte es sich um den ersten Schusswechsel vor Ort seit 1984.

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30'000 Soldaten bisher in den Süden geflüchtet

In Panmunjom wurde nach dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 der Waffenstillstand unterzeichnet, der bis heute gilt. Seitdem sind rund 30'000 Nordkoreaner nach Südkorea geflohen, die meisten aber über China.

Panmunjom befindet sich in der vier Kilometer breiten entmilitarisierten Zone, entlang der beide Seiten Hunderttausende von kampfbereiten Soldaten stationiert haben. Sie ist mit Stacheldraht, Panzersperren und Minenfeldern befestigt. In Panmunjom stehen sich nord- und südkoreanische Soldaten in nächster Nähe gegenüber.

Der Ort wird oft von amerikanischen Präsidenten besucht, um die Verbundenheit der USA zu Südkorea zu unterstreichen. Ein geplanter Abstecher von Präsident Donald Trump während seiner Asienreise wurde wegen schlechten Wetters abgesagt.

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