02.02.2017 - 17:00

Autokennzeichen: Wie soll das 1-Million-Problem gelöst werden?

von Oliver Franzen
 

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Zürich wird der erste Kanton der Schweiz sein, der bei den Autokennzeichen die 1-Millionen-Grenze knacken wird. Wie wird das Problem mit der zusätzlichen Ziffer gelöst? Und wann wird es soweit sein? Antworten liefert das Strassenverkehrsamt.

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Eins vorneweg: Wenn Sie sich schon einen Plan zurecht gelegt haben und davon träumen, dereinst mit dem Kontrollschild «ZH 1'000'000» über die Strassen zu gondeln, müssen Sie sich noch ein wenig gedulden. Zwar wurden bereits im vergangenen September die ersten 900'000er Kennzeichen im Kanton Zürich verteilt, doch bis die Schallmauer von einer Million erreicht wird, dauert es noch ein paar Jahre. «Stand heute gehen wir davon aus, dass dies in etwa zehn Jahren der Fall sein wird», meint Andreas Koch, Leiter Zulassungen beim Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich. 

Und trotzdem ist die Thematik bereits heute aktuell. Denn mit den Abmessungen und Vorgaben des Bundes für die Kennzeichen wäre es gar nicht möglich, eine zuästzliche Ziffer auf die Schilder zu prägen. Eine für alle Seiten praktische Lösung muss her. «Wir favorisieren die Variante, dass die Zahlenreihe fortgeführt wird», sagt Koch und ergänzt: «Dafür müsste jedoch der Bund sein Einverständnis geben. Aus unserer Sicht könnte die Grösse der Ziffern angepasst, sprich verkleinert, werden. Das ist bereits heute der Fall, zum Beispiel bei den Export-Schildern mit dem roten Balken». Tests hätten bereits gezeigt, dass auch mit den kleineren Zahlen alle Anforderungen des Bundes erfüllt würden.

Eine Anpassung mit einer Buchstaben-Kombination wäre wohl mit Kosten verbunden

Ob tatsächlich die Zahlenreihe chronologisch fortgeführt wird oder vielleicht doch eine Zahlen/Buchstaben-Kombination auf das Nummernschild kommt, muss Bern entscheiden. Auch aus wirtschaftlicher Sicht wäre die Fortführung der Zahlenreihe sinnvoller, meint Koch: «Unsere Computersysteme hätten kein Problem damit, eine siebenstellige Zahlenkombination zu verarbeiten. Sollte jedoch ein Buchstabe als Ergänzung eingesetzt werden, wäre dies wohl mit Kosten bei der Umstellung der Computersysteme verbunden.»

Jährlich werden beim Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich rund 140'000 Bezüge von Nummerschildern getätigt. Viele Kennzeichen werden abgegeben und später wieder in Umlauf gebracht. «Effektive Neuprägungen gibt es rund 10'000 Stück pro Jahr», sagt Koch. 

Wie schon beim Kennzeichen «ZH 900'000» vergangenen September geht er davon aus, dass der Kanton das sehr spezielle Nummernschild «ZH 1'000'000» zurückbehalten wird. In einer Versteigerung dürfte dann der höchstmögliche Betrag zu Gunsten der Staatskasse erzielt werden. 

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