Ganzes Arbeitercamp verschüttet4 Tote nach Lawinenabgang im Himalaya
dpa/tpfi
1.3.2025 - 15:41
Lawine verschüttet Bauarbeiter im Himalaya
Laut Behördenangaben konnten bis Freitagnachmittag mehr als 30 Arbeiter in der an Tibet grenzenden Region Chamoli gerettet werden. Über 20 Arbeiter wurden noch vermisst.
01.03.2025
Nach einem Lawinenabgang im indischen Himalaya haben Rettungskräfte die meisten der etwa 55 Betroffenen aus dem verschütteten Bauarbeiter-Camp in Sicherheit gebracht. Vier der Männer seien allerdings ihren schweren Verletzungen erlegen, berichtete die indische Nachrichtenagentur PTI. Die Lawine traf das Camp im Grenzgebiet zu Tibet am frühen Freitagmorgen.
Keystone-SDA, dpa/tpfi
01.03.2025, 15:41
01.03.2025, 15:43
SDA
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Ein Lawinenabgang im Norden Indiens hat mindestens vier Menschen das Leben gekostet.
Das indische Militär meldete am Samstag, vier der Geborgenen hätten nicht überlebt.
Die Schneemassen hatten sich am Freitag in der Nähe des Mana-Passes im Grenzgebiet mit Tibet im nördlichen Teil des Unionsstaats Uttarakhand über eine grosse Gruppe von Bauarbeitern ergossen.
Nach PTI-Angaben wurden am Samstagnachmittag noch fünf Arbeiter vermisst. Die Lawine hatte das Camp getroffen, in dem sich etwa 55 Arbeiter in Containern und einem Schuppen aufhielten. Mehrere der Arbeiter konnten sich selbst in Sicherheit bringen, andere wurden lebend gefunden.
Armee-Ärzte operierten vor Ort
Wie die indische Armee in sozialen Medien mitteilte, kamen bei den Rettungsarbeiten spezielle Radargeräte, Drohnen sowie Lawinenspürhunde zum Einsatz. Auch Hubschrauber seien ständig in der Luft, um Ausrüstung einzufliegen sowie Verletzte auszufliegen. «Armee-Ärzte haben vor Ort lebensrettende Operationen an den Schwerverletzten durchgeführt», hiess es auf der Plattform X.
Auf diesem von der indischen Armee zur Verfügung gestellten Foto führt ein Team Rettungsmassnahmen für verschüttete Bauarbeiter durch, die von einer Lawine in der Nähe des Mana-Passes mitgerissen wurden.
Bild: Indian Army on X (Twitter)/AP/dpa
Videos von der Unglücksstelle zeigten, wie die Soldaten zwischen verbogenen Metallwänden, umgestürzte Regalen und herumliegenden Decken im Schnee arbeiten. In der Region war jüngst viel Neuschnee gefallen.
Bewohnern war Lawinengefahr bekannt
Die von dem Unglück betroffenen Bauarbeiter waren nach Angaben der indischen Armee bei einer Organisation beschäftigt, die in der Grenzregion im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand Strassen baut oder unterhält. Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Grenzdorfs Mana.
Die Zeitung «Times of India» zitierte einen örtlichen Umweltaktivisten mit der Aussage, dass die Menschen in der Region seit Hunderten von Jahren jeden Winter in tiefere Regionen umzögen. Die ganze Region sei sehr lawinengefährdet, sagte Chandi Prasad Bhatt demnach.
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