Nach 40 Kilometer langer Irrfahrt82-jähriger Deutscher fährt mit Auto in Rhein und ertrinkt
Philipp Fischer
7.12.2025
Die Wasserschutzpolizei konnte nur noch die Leiche des 82-Jährigen aus dem Rhein bergen.
Symbolbild: imago images/Einsatz-Report24
Tragödie in Deutschland: Ein 82-jähriger Senior ist mehr als 40 Kilometer mit dem Auto durch Baden-Württemberg geirrt und dann in den Rhein gefahren. Im Inneren des geborgenen Mazda fanden die Einsatzkräfte den leblosen Körper des Mannes.
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Agence France-Presse, Redaktion blue News
07.12.2025, 20:26
Philipp Fischer
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Ein Mann ist nach einer kilometerlangen Irrfahrt in Baden-Württemberg mit seinem Auto in den Rhein gefahren und mitsamt dem Fahrzeug untergegangen.
Am nächsten Tag bargen die Einsatzkräfte den Wagen nach einer grossen Suchaktion nachmittags aus dem Fluss.
Der tote 82-jährige Fahrer sass noch am Steuer des Fahrzeugs.
Ein offenbar orientierungsloser 82-Jähriger aus Rheinland-Pfalz ist nach einer kilometerlangen Irrfahrt in Baden-Württemberg mit seinem Auto in den Rhein gefahren und ertrunken. Nach längerer Suche fanden Spezialboote der Polizei das Fahrzeug am Sonntagnachmittag und bargen es bei Rheinstetten aus dem Fluss, wie die Polizei in Offenburg mitteilte. Im Inneren befand sich demnach die Leiche des 82-Jährigen aus der Gemeinde Bergzabern in Rheinland-Pfalz, nach dem seit Samstag gesucht worden war.
Zwischen dem Unglücks- und dem Wohnort des Verstorbenen liegen je nach Fahrtstrecke um die 40 Kilometer. Laut Polizei war der «wegen Orientierungslosigkeit» vermisst gemeldete Mann am Samstagabend mit seinem Auto an einem Fähranleger in Neuburgweier bei Rheinstetten aus ungeklärter Ursache in den Rhein gefahren.
Starke Strömung unterbricht nächtliche Bergung
Mehrere Zeugen beobachteten den Vorfall und alarmierten Polizei und Rettungskräfte. Um wen es sich bei dem Autofahrer handelte, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar.
Ein Grosseinsatz von Rettungskräften blieb erfolglos. Alle Rettungs- und Bergungsversuche, bei denen unter anderem auch ein Tauchroboter sowie Taucher eingesetzt wurden, blieben in der Nacht zunächst vergeblich. Erst am Sonntag wurde das Auto mit dem Toten darin von einem Peilboot der Polizei im Oberrhein geortet und von einem zweiten Polizei-Spezialboot geborgen.