Acht Opfer des Bergsturzes am Piz Cengalo immer noch vermisst

sda

13.8.2018

Die acht Opfer des grossen Bergsturzes vom August letzten Jahres im südbündnerischen Bergell werden immer noch vermisst. Eine Nachsuche im Juli dieses Jahres im Seitental Bondasca blieb erfolglos.

Das Bergell erinnere sich an die Opfer der Naturkatastrophe, sagte Gemeindepräsidentin Anna Giacometti am Montag in Stampa, wo die Behörden Rückschau auf das Grossereignis vom 23. August letzten Jahres hielten. Laut Giacometti habe man die Nachsuche nach den noch vermissten Wandererb abgeschlossen und eingestellt.

Beim Bergsturz, einem der grössten seit über 100 Jahren in der Schweiz, hatten acht Wanderer im Seitental Bondasca ihr Leben verloren, vier aus Deutschland und je zwei aus Österreich und der Schweiz.

Bondo im südlichen Bergell wurde am 23. August 2018 vom Bergsturz am Piz Cengalo überrascht.
Bild: Keystone

Auch Bundesrat Guy Parmelin rief am Montag das Ereignis letzten Jahres in Erinnerung und sagte, das «Ausmass der Zerstörung sei enorm gewesen». Doch sei das Ereignis vom Bund, vom Kanton Graubünden und von der Gemeinde Bregaglia erfolgreich bewältigt worden.

Vorbild für die Schweiz

Diese Zusammenarbeit zum Schutz der Bevölkerung könne sich die Schweiz zum Vorbild nehmen. «Unser Milizsystem hat sich einmal mehr bewährt», unterstrich der Bundesrat, der sich für die grosse schweizerische Solidarität mit den Betroffenen in Bondo bedankte.

Der Bündner Regierungsrat Christian Rathgeb sagte, dass Alarm-System am Piz Cengalo sei ausgebaut werden. Der Berg werde nun laufend überwacht.

Die Ortschaft Bondo im südlichen Bergell war am 23. August letzten Jahres um 09.30 Uhr vom grossen Bergsturz am Piz Cengalo überrascht worden. 3,1 Millionen Kubikmeter Fels stürzten von der Nordostflanke ins Seitental Bondasca. Der Murgang danach drückte Material bis ins Haupttal Bergell nach Bondo, wo Häuser beschädigt wurden. Menschen im Ort wurden nicht verletzt.

Bilder aus der Schweiz
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