African Fashion NightWenn afrikanische Mode auf Zürich trifft – die stärksten Looks des Abends
Marjorie Kublun
1.6.2026
African Fashion Night 2026
Die Kreationen von Yawoto sind mehr als nur Kleidung; sie erzählen eine Geschichte von Weitergabe, Spiritualität und Identität.
Bild: blue News
Im Zentrum jeder Kreation steht die Kauri – eine kleine, ovale Muschel. «Sie steht für Reichtum, unsere ehemalige Währung. Sie lädt die Energien auf», erklärt Designerin Roukiètou Kafando Savadogo.
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Für die Schöpferinnen von Yawoto ist die Kaurimuschel ein universelles Symbol. «Jede*r kann sich damit identifizieren, egal ob in Asien, Afrika oder Europa».
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Die Kollektion «Fire» von Shayo ist inspiriert vom inneren Feuer, der Energie und der Entschlossenheit, die die Menschen in Lagos, Nigeria, ausstrahlen.
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Das Flammenmuster wird von einem Kunsthandwerker in Lagos handgefertigt.
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Mit «Ligne Sacrée» entwirft Designer Jacques Logoh eine Kollektion für eine Trägerin, die nach einer schlichten und zugleich raffinierten Eleganz sucht, die sowohl für den Alltag als auch für formellere Anlässe geeignet ist.
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Die Kollektion stellt Chiffon in den Mittelpunkt, der mit dem traditionellen Bati-Muster verziert ist, das in Togo von Hand gedruckt wird.
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Safietou Seck, die Designerin von Sarayaa, ist der Meinung, dass «die Welt immer Afrika gekleidet hat, heute darum an der Reihe sei, die Welt zu kleiden».
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Ihr Label, das sie als «afrikanisch, modern und tragbar» beschreibt, ist von ihren senegalesischen Wurzeln inspiriert.
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African Fashion Night 2026
Die Kreationen von Yawoto sind mehr als nur Kleidung; sie erzählen eine Geschichte von Weitergabe, Spiritualität und Identität.
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Im Zentrum jeder Kreation steht die Kauri – eine kleine, ovale Muschel. «Sie steht für Reichtum, unsere ehemalige Währung. Sie lädt die Energien auf», erklärt Designerin Roukiètou Kafando Savadogo.
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Für die Schöpferinnen von Yawoto ist die Kaurimuschel ein universelles Symbol. «Jede*r kann sich damit identifizieren, egal ob in Asien, Afrika oder Europa».
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Die Kollektion «Fire» von Shayo ist inspiriert vom inneren Feuer, der Energie und der Entschlossenheit, die die Menschen in Lagos, Nigeria, ausstrahlen.
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Das Flammenmuster wird von einem Kunsthandwerker in Lagos handgefertigt.
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Mit «Ligne Sacrée» entwirft Designer Jacques Logoh eine Kollektion für eine Trägerin, die nach einer schlichten und zugleich raffinierten Eleganz sucht, die sowohl für den Alltag als auch für formellere Anlässe geeignet ist.
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Die Kollektion stellt Chiffon in den Mittelpunkt, der mit dem traditionellen Bati-Muster verziert ist, das in Togo von Hand gedruckt wird.
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Safietou Seck, die Designerin von Sarayaa, ist der Meinung, dass «die Welt immer Afrika gekleidet hat, heute darum an der Reihe sei, die Welt zu kleiden».
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Ihr Label, das sie als «afrikanisch, modern und tragbar» beschreibt, ist von ihren senegalesischen Wurzeln inspiriert.
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Bei der African Fashion Night in Zürich traf blue News vier Designer aus dem Senegal, Togo, Nigeria und Burkina Faso. Zwischen traditionellem Handwerk, neu interpretierten Stoffen und symbolträchtigen Motiven erzählen ihre Kollektionen weit mehr als nur eine Modegeschichte.
Bei der African Fashion Night in Zürich präsentierten Designer aus Senegal, Togo, Nigeria und Burkina Faso Kollektionen, die Mode mit kulturellem Erbe, Spiritualität und Symbolik verbinden.
Afrikanische Mode wird dabei als mehr als Kleidung verstanden: Sie erzählt Geschichten, transportiert Identität und basiert oft auf nachhaltigen, ressourcenschonenden Ansätzen.
Labels wie Sarayaa, Yawoto, Shayo und Jacques Logoh arbeiten mit traditionellen Materialien und Symbolen – etwa Kaurimuscheln, Nsibidi-Zeichen oder handgedruckten Mustern – und interpretieren sie modern neu.
Geprägt von Traditionen, Spiritualität und Symbolik ist afrikanische Mode oft weit mehr als reine Kleidung. Hinter Farben, Materialien und Mustern stehen Geschichten, Glaubenssysteme, Erbe und manchmal auch Botschaften. Während die westliche Modeindustrie sich angesichts ökologischer Herausforderungen neu erfindet, setzen viele afrikanische Designer seit jeher auf vorhandene Ressourcen und Nachhaltigkeit.
Sarayaa
Safietou Seck, die Tochter eines Militärs, war schon immer fasziniert von der funktionalen Ästhetik und der Autorität, die militärisch geprägte Kleidung ausstrahlt. Als Kind stahl sie die Rangabzeichen ihres Vaters, um damit eigene Looks zu kreieren. Die Sarayaa-Trägerin vereint Stärke und Weiblichkeit. «Die Sarayaa-Trägerin behauptet sich», fasst die Designerin zusammen. Die Gründerin, die überzeugt ist, dass «die Welt Afrika schon immer eingekleidet hat – heute ist Afrika an der Reihe, die Welt einzukleiden», studierte zunächst Wirtschaftswissenschaften – ein Weg, den ihr Umfeld von ihr erwartete. Dieses Wissen hilft ihr heute beim Aufbau ihrer Marke.
Ihre Welt, die sie als «afrikanisch, traditionsbewusst, hochwertig und modern» beschreibt, ist von ihren senegalesischen Wurzeln geprägt. Rot – Symbol für Schutz und Vertrauen – sowie gewebte Stoffe spielen eine zentrale Rolle. Kombiniert mit Denim und modernen Materialien entsteht ein zeitgemässer Look. Nachhaltigkeit ist ihr ebenfalls wichtig, weshalb sie recycelte Stoffe bevorzugt. Strukturierte Schultern, inspiriert von ihrer militärisch geprägten Kindheit, stehen für Stärke und Selbstbewusstsein, während betonte Taillen Eleganz und Weiblichkeit verleihen – eine Dualität, die Sarayaa definiert.
Safietou Seck, die Tochter eines Militärs, war schon immer fasziniert von der funktionalen Ästhetik und der Autorität, die militärisch geprägte Kleidung ausstrahlt.
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Yawoto
Die eine Gründerin lebt in Biel, wo sich auch die Boutique der Marke befindet, die andere arbeitet aus Burkina Faso und steuert von dort aus die Produktion. Gemeinsam haben sie Yawoto ins Leben gerufen – ein Label, das Spiritualität, Identität und Ausdruck verbindet. «Yawoto bedeutet: Ich bejahe mich selbst», erklärt Mariam Kafando, die eigens aus Afrika zur African Fashion Night nach Zürich gereist ist.
Die Marke richtet sich an Menschen, die über Kleidung ihre Persönlichkeit, Herkunft, ihre Identität oder auch ihr Geschlecht ausdrücken möchten. Im Zentrum jeder Kreation steht die Kauri-Muschel – ein kleines, ovales Naturobjekt mit glatter Oberfläche und charakteristischer Öffnung. «Sie steht für Reichtum, unsere ehemalige Währung. Gleichzeitig lädt sie Energie auf», erklärt Roukiètou Kafando Savadogo. Für die Designerinnen ist die Kauri-Muschel ein universelles Symbol. «Jede und jeder kann sich darin wiederfinden – in Asien, Afrika oder Europa», sagt sie.
Die neue Kollektion mit dem Titel «Le Silence» lädt zur inneren Einkehr ein. «Es gibt das klassische Schweigen, das bedeutet, nicht zu sprechen. Und dann gibt es jenes, in dem Geist und Seele durch Kleidung Ausdruck finden.»
Zwischen kulturellem Erbe, Spiritualität und einer Hommage an ihre Vorfahren gehen die Kreationen von Yawoto über Mode hinaus. Sie erzählen Geschichten, bewahren Erinnerungen und machen Identität sichtbar.
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Shayo
«Fire» ist inspiriert vom inneren Feuer, der Energie und Entschlossenheit der Menschen in Lagos, Nigeria. «Das Feuer steht für Geist, innere Stärke und den Kampfgeist der Bewohner von Lagos», erklärt Designer Nnamdi Eronini. Jede seiner Kollektionen ist einer anderen Stadt gewidmet – diese markiert eine Rückkehr zu seinen Wurzeln.
Um diese Welt zu übersetzen, entwickelte er eine leuchtende Farbpalette aus Orange, Gelb und Rot, kontrastiert von Schwarz. Die eher casual gehaltene Kollektion setzt auf Lederjacken mit Fensterdetails, durch die ein handgearbeitetes Flammenmotiv eines Kunsthandwerkers aus Lagos sichtbar wird. Dieses Motiv zieht sich auch durch Baumwollstücke wie Hoodies und Jogginghosen.
Der Designer integriert zudem Nsibidi-Symbole – eine alte afrikanische Schrift. «Sie stehen unter anderem für Gemeinschaft, Einheit oder Weisheit», erklärt er. Diese Zeichen finden sich in all seinen Kollektionen wieder.
Die Kollektion «Fire» steht für das innere Feuer, die Energie und die Entschlossenheit der Menschen in Lagos.
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Jacques Logoh
Jacques Logoh hat sich seinen Weg allein aufgebaut, ohne die Unterstützung seiner Eltern, die eine Karriere in der Mode kritisch sahen. Seine ersten Schritte machte er als Model, doch sein Ziel war immer das eigene Design. Mit «Ligne Sacrée» entwirft er eine Garderobe für Frauen, die eine zurückhaltende, elegante Ästhetik suchen – geeignet für Alltag und besondere Anlässe.
Die Kollektion setzt auf Seidenchiffon, verziert mit dem traditionellen Bati-Muster, das in Togo von Hand gedruckt wird. Obwohl die Marke in Frankreich ansässig ist, entstehen die Stücke in seinen Ateliers in Lomé, Togo.
Das traditionelle Bati-Muster zeigt sich hier auf verschiedenen Farbtönen von Seidenchiffon.
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Video zur African Fashion Night 2025:
Mehr als nur Haare – Diese Afro-Styles sprengen alle Beauty-Grenzen
An der African Fashion Night in Zürich hat blue News nicht nur ultraspannendes Modedesign, sondern auch aufwändige und spektakuläre Haar-Kreationen eingefangen – und die sind weit mehr als nur Frisuren.