Pinke Farbe als NotwehrPolizei vereitelt Anschlag auf Flieger von Friedrich Merz
SDA
22.1.2026 - 22:40
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Frau Charlotte in ihrem Privatflugzeug: Aktivisten wollten es aus dem Verkehr ziehen.
Bild: KEYSTONE
Sie hatten einen Anschlag auf den Privatflieger von Bundeskanzler Freidrich Merz geplant: An einem Hangar in Deutschland wurden drei Personen festgenommen - darunter ein bekanntes Gesicht des Klimaprotests.
Keystone-SDA
22.01.2026, 22:40
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An einem Flugplatz in Deutschland wurden drei Personen festgenommen, die einen Anschlag auf das Privatflugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz geplant hatten.
Unter den Beschuldigten ist die bekannte Klimaaktivistin Anja Windl alias «Klima-Shakira», die die Aktion als «Notwehr» gegen die Klimakrise rechtfertigte.
Die Polizei konnte die Aktion frühzeitig nach einer Fahrzeugkontrolle stoppen.
An einer Flugzeughalle mit dem Privatflugzeug des deutschen Kanzlers Friedrich Merz sind in der Nacht zum Donnerstag zwei Frauen und ein Mann festgenommen worden. Sie sollen versucht haben, das Flugzeug des Regierungschefs zu beschädigen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Dazu sei es aber nicht gekommen. Merz ist Hobbyflieger.
Die Beschuldigten im Alter von 23, 28 und 56 Jahren sollen sich unbefugt Zutritt zum Gelände des Flugplatzes verschafft haben. Dort wurden sie wegen Hausfriedensbruch festgenommen. Darunter war auch die deutsche Klimaaktivistin Anja Windl – in der Szene bekannt als «Klima-Shakira».
Bekannte Klimaaktivistin unter den Beschuldigten
Eine Gruppe namens Widerstands-Kollektiv hatte sich nach dem Vorfall in einer Mitteilung zu Wort gemeldet: Man habe das Flugzeug mit pinker Farbe langfristig aus dem Verkehr ziehen wollen. «Wir handeln hier aus Notwehr», wird Windl darin zitiert. Während die Klimakrise eskaliere, fliege Friedrich Merz mit seinem eigenen Flugzeug durch die Gegend, so ihre Botschaft.
Die 28-Jährige gilt als zentrale Figur des österreichischen Klimaprotests. Sie hatte auch gegen die Aufnahme von Koalitionsgesprächen zwischen konservativer ÖVP und rechter FPÖ protestiert und schrieb an die Aussenwand der ÖVP-Parteizentrale: «Ihr stinkt nach brauner Scheisse». Danach sprach Österreich ein zweijähriges Aufenthaltsverbot gegen sie aus, das aber bislang nicht rechtskräftig ist.
Ein verdächtiges Auto verriet die Aktion
Frühzeitig gestoppt wurde das Trio an diesem Donnerstag in Arnsberg nach Angaben der Ermittler, weil einer Polizeistreife kurz zuvor ein langsam umherfahrendes Auto in der Umgebung aufgefallen war. Es sei daraufhin kontrolliert worden.
Der Insasse sei aus dem «linksaktivistischen Spektrum» bekannt, wie sich gezeigt habe. Er habe sich nach einem Flugplatz in der Nähe erkundigt. Die Polizei habe daraufhin Massnahmen am Flugplatz Arnsberg-Menden getroffen und dort später die drei Klimaaktivisten festgenommen.
Am Mittag waren die Beschuldigten aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. «Es bestehen keine Haftgründe», so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Arnsberg.
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