Notfall in der Nordsee Alle in Dänemark gestrandeten Pottwale gestorben

dpa

22.2.2026 - 15:35

In Dänemark sind mehrere Wale gestrandet.
In Dänemark sind mehrere Wale gestrandet.
Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Schon zum dritten Mal in diesem Jahr stranden Pottwale in Dänemark. Auf dem Weg nach Süden haben sich die Tiere vermutlich verirrt – mit tragischen Folgen.

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  • Vor der dänischen Insel Fanø sind insgesamt sechs junge Pottwale gestrandet und inzwischen verendet.
  • Die Tiere wurden zwischen Freitag und Samstag entdeckt.
  • Es ist bereits das dritte Pottwal-Strandungsereignis in Dänemark in diesem Jahr, vermutlich im Zusammenhang mit der saisonalen Wanderung männlicher Wale aus der Arktis.

Die in den vergangenen Tagen vor der dänischen Insel Fanø gestrandeten Pottwale sind tot. Dem Fernsehsender DR zufolge sind am Freitag vier Pottwale zwischen Fanø und der Halbinsel Skallingen entdeckt worden. Im Laufe des Samstags seien zwei weitere Tiere hinzugekommen. 

Bei den nun gestrandeten Tieren handelt es sich um junge Männchen. Die Kieferknochen werden der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge von den toten Tieren abgesägt und zur weiteren Analyse an die Universität Kopenhagen geschickt. Zur Anzahl der gestrandeten Tiere gab es Samstag unterschiedliche Angaben. Zunächst hiess es, einige Tiere seien noch am Leben.

Drittes Stranden von Walen im laufenden Jahr

Es ist bereits das dritte Mal in diesem Jahr, dass Pottwale in Dänemark stranden. Erst vor drei Wochen tauchte ein fast 14 Meter langes Tier an einem Strand in Nordjütland auf. Wenige Tage später wurde ein weiterer Pottwal auf einer Sandbank in der Nähe der Stadt Esbjerg entdeckt. Vor den aktuellen Vorfällen war der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge zuletzt vor zehn Jahren ein Pottwal in Dänemark gestrandet.

Zu dieser Jahreszeit wandern männliche Wale laut der dänischen Umweltschutzbehörde aus den kalten Gewässern der Arktis in wärmere Gebiete südlich von England. Manchmal verirren sie sich dabei und geraten in flachere Gewässer.