Bewohner sollen bei Bekämpfung mithelfen Asiatische Tigermücke macht sich im Berner Obstbergquartier breit

razw, sda

18.7.2023 - 11:42

Muss man vor der Tigermücke Angst haben?

Muss man vor der Tigermücke Angst haben?

Tessin, Graubünden, Basel und seit Sommer 2019 auch in Zürich: Die asiatische Tigermücke ist auf dem Vormarsch und beunruhigt die Bevölkerung. Schliesslich gilt das Insekt als Überträger tropischer Virus-Erkrankungen. Sind wir in Gefahr?

17.01.2020

Die Asiatische Tigermücke hat sich im Berner Obstbergquartier trotz Bekämpfung seit 2022 weiter ausgebreitet. In anderen Quartieren der Stadt Bern waren bisher keine solchen Mücken gefunden worden.

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die asiatische Tigermücke hat sich im Berner Obstbergquartier weiter ausgebreitet.
  • Das meldet die Stadtberner Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün am Dienstag.
  • Der heisse Sommer 2022 habe dem ursprünglich aus Südostasien stammenden Insekt ideale Bedingungen geboten.
  • Die Stadt Bern bittet die Bevölkerung des Obstbergquartiers um Mithilfe, die Ausbreitung einzudämmen.

Der Grund für die Ausbreitung sei wahrscheinlich der heisse Sommer 2022, der ideale Bedingungen für die Entwicklung der Tigermücken geboten habe, teilte die Stadtberner Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün am Dienstag mit. Die Belästigung durch die stechfreudigen Mücken habe hingegen eher abgenommen. Dies lasse vermuten, dass die Bekämpfung die Dichte der Mücken reduziert habe.

Um die Tigermücken einzudämmen, habe die Bekämpfung dieses Jahr bereits im Mai begonnen. Bis Ende Oktober wurden gemäss Communiqué regelmässig Schächte mit stehendem Wasser mit einem biologischen Larvizid behandelt. Dieses wirke ausschliesslich auf Mückenlarven und sei für andere Tierarten und Menschen unbedenklich.

Die Stadt Bern bittet die Bevölkerung des Quartiers für die Bekämpfung der Mücke um Mithilfe. So soll stehendes Wasser vermieden werden. Behälter wie Topfuntersätze oder Giesskannen sollen wöchentlich entleert werden und mit einem Tuch oder einer Bürste gut ausgerieben werden, um allfällige Eiablagen zu entfernen.

Die Tigermücke sei erstmals im September 2019 im Obstbergquartier gesichtet worden. Sie stamme ursprünglich aus Südostasien und könne Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen. Gemäss der Stadt wurden in der Schweiz bisher keine solchen Übertragungen festgestellt und das Risiko dafür ist sehr gering.

razw, sda