Der Abfall-Hai hat ausgedient – Zürich setzt neu auf ein Grossmaul

7.12.2018 - 13:33, gusi

Die Zeiten des Abfall-Hais sind vorbei. Kübel mit grösserer Öffnung sind wieder gefragt.
Bild: Daniel Hunziker

Dieser Designer-Kübel schaffte es bis ins Museum für Gestaltung. Doch jetzt hat der sogenannte Abfall-Hai ausgedient. Die Öffnung sei für die immer grösseren Verpackungen mittlerweile zu klein, begründet die Stadt.

Tatsächlich hat der Abfall-Hai bereits einen Nachfolger. Jedes defekte Exemplar wird mit dem prosaisch betitelten «Züri-Kübel 110 Liter» ersetzt. Das Stadtzürcher Amt für Entsorgung + Recycling (ERZ) bestätigt einen entsprechenden Bericht von «Lokalinfo».

Zürcher machen grösseren Müll

Gemäss ERZ-Sprecher Daniel Eberhard werde der Designer-Kübel den heutigen Anforderungen einfach nicht mehr gerecht. Der Grund: Die Verpackungen seien deutlich grösser als noch vor 15 Jahren. Deshalb hat der neue Kübel eine viel grösser Öffnung. Ein erstes Exemplar steht bei der Überbauung Kalkbreite mitten in der Stadt.

Der Prototyp wurde von der ERZ selbst entwickelt. «Bei ERZ herrscht Vorfreude auf das neue Modell», sagt Eberhard. Auch weil das neue Modell benutzerfreundlicher, also weniger arbeitsintensiv für die Angestellten sei. Zudem soll der neue Kübel deutlich günstiger sein, als sein Vorgänger, der in der Anschaffung satte 2'500 Franken kostete.

Designer-Kübel sorgte europaweit für Aufsehen

Doch in einem Punkt kann der Neue mit dem Alten nicht mithalten. Derwegen seinem schräg aufragenden Deckel «Abfall-Hai» genannte Kübel sorgte als Designobjekt für Furore. 2003 in Zürich vorgestellt, schaffte er es bis ins Museum für Gestaltung. Designer Werner Zemp erhielt für seine Kreation den «Goldenen Ideen-Oskar» von Idée-suisse. Der «Abfall-Hai» war so beliebt, dass ihn auch andere europäische Grossstädte übernahmen, so Barcelona, Wien oder Berlin.  

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