Grosse Suchaktion Deutsche Touristin wird zum zweiten Mal innert weniger Stunden vermisst

Dominik Müller

30.1.2026

Die Frau brach in Wolkenstein bei Gröden auf und gilt seither als vermisst.
Die Frau brach in Wolkenstein bei Gröden auf und gilt seither als vermisst.
Symbolbild: Imago

Eine Deutsche muss in Österreich gerettet werden. Kaum dem ersten Unglück entkommen, fehlt von der 64-Jährigen nun erneut jede Spur: In Südtirol läuft seit zwei Tagen eine grosse Suchaktion.

Dominik Müller

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Eine 64-jährige deutsche Touristin wird in Südtirol zum zweiten Mal innert kurzer Zeit vermisst, nachdem sie sich bei einem Spaziergang von ihrer Gruppe getrennt hatte.
  • Zuletzt wurde sie am Mittwochvormittag gesehen, seither fehlt jede Spur.

Nach einer gross angelegten Suchaktion hatte die Feuerwehr in Südtirol erst zu Wochenbeginn eine vermisste deutsche Touristin lebend in den Dolomiten gefunden. Nun ist die 64-Jährige erneut verschwunden.

Das bestätigte ein Sprecher der Feuerwehr Gröden gestern Abend gegenüber «t-online». Seit Mittwochmorgen fehlt von der Frau demnach jede Spur. Sie war mit Freunden in der Gemeinde Wolkenstein zu einem Spaziergang aufgebrochen, entschied sich unterwegs jedoch, alleine zurückzugehen, um noch Einkäufe zu erledigen.

Auf einer Überwachungskamera ist sie am Vormittag zuletzt im rund drei Kilometer entfernten St. Christina zu sehen. Aktuell sind laut Feuerwehr Gröden rund 60 Einsatzkräfte sowie sechs Hunde an der Suche beteiligt. Hinweise auf gesundheitliche Einschränkungen gebe es nicht, die Frau habe einen fitten und orientierten Eindruck gemacht und sei nicht dement.

Garstige Bedingungen

«Wir haben die Hoffnung, dass sie lebt», wird ein Feuerwehrsprecher vom «t-online» zitiert. Die Bedingungen seien allerdings schwierig: In den vergangenen Tagen habe es viel geschneit, die Temperaturen liegen inzwischen unter dem Gefrierpunkt.

Bereits am Dienstag, den 27. Januar, war die Deutsche mit einer Gruppe zu einer Wanderung in Richtung der auf 1903 Metern gelegenen Juac-Hütte aufgebrochen. Unterwegs ging es ihr jedoch zunehmend schlechter, weshalb sie sich entschloss, allein umzukehren.

Dabei verliess sie den Weg und verirrte sich. Erst einen Tag später wurde sie gefunden – sie hatte die Nacht eigenen Angaben zufolge bei minus zehn Grad unter Bäumen verbracht.