Mit Messern auf Beamte zugegangenDeutscher Polizist schiesst auf Mädchen (12) – lebensgefährlich verletzt
dpa
17.11.2025 - 11:51
Ein Einsatz der deutschen Polizei hatte ein schwerverletztes Mädchen zur Folge.
Symbolbild: Keystone
Nach einem Polizeieinsatz in Bochum schwebt ein zwölfjähriges Mädchen in Lebensgefahr. Ein Beamter griff zur Waffe, als das Mädchen mit zwei Messern auf ihn zukam, wie es hiess.
DPA
17.11.2025, 11:51
17.11.2025, 11:57
dpa
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In Bochum (D) wurde ein zwölfjähriges, gehörloses Mädchen bei einem Polizeieinsatz durch Schüsse aus einer Dienstwaffe lebensgefährlich verletzt.
Das Mädchen war mit zwei Messern auf Polizisten zugegangen, nachdem sie zuvor aus einer Wohngruppe verschwunden und in der Wohnung ihrer Mutter aufgetaucht war.
Die Ermittlungen klären nun unter anderem, wie die Kommunikation mit der gehörlosen Mutter und dem Mädchen ablief und wie viele Schüsse abgegeben wurden.
Ein zwölfjähriges Mädchen ist bei einem Polizeieinsatz in der deutschen Stadt Bochum durch einen oder mehrere Schüsse aus einer Dienstwaffe lebensgefährlich verletzt worden. Das gehörlose Mädchen, das seit einem Tag aus einer Wohngruppe verschwunden war, sei zuvor beim Anblick der Polizei mit zwei Messern auf die Beamten zugegangen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Das Mädchen sei auf lebenswichtige Medikamente angewiesen. Nachdem ihr Betreuer in der Wohngruppe sie am Sonntag als vermisst gemeldet habe, sei deshalb mit grossem Aufwand nach ihr gesucht worden.
In der Nacht zum Montag habe es dann Hinweise gegeben, dass die Zwölfjährige in der Wohnung ihrer ebenfalls gehörlosen Mutter im Bochumer Stadtteil Hamme sein könnte.
Tür bleibt eine Stunde lang zu
Kurz nach Mitternacht seien Einsatzkräfte an dem Mehrfamilienhaus eingetroffen. Die Beamten hätten zwar Geräusche aus der Wohnung gehört, die Tür sei aber nicht geöffnet worden, teilten die Ermittler mit. Erst nach einer Stunde habe die Mutter dann doch geöffnet.
«Während der Sachverhaltsklärung und Absuche der Wohnung trafen die Einsatzkräfte auf die 12-Jährige, die mit zwei Messern in der Hand auf die Polizisten zuging», teilten Polizei und Staatsanwaltschaft weiter mit. Um einen drohenden Angriff abzuwehren, habe einer der Beamten sein Elektroimpulsgerät eingesetzt, der andere habe mit seiner Dienstwaffe geschossen.
Beamten leisten Erste Hilfe
Die Polizisten hätten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe geleistet. Ein Notarzt habe die Zwölfjährige dann in eine nahegelegene Klinik gebracht. Dort sei sie operiert worden und schwebe nach Einschätzung der Ärzte in Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher.
Wie viele Schüsse die Beamten abgegeben haben, sei noch Gegenstand der Ermittlungen, sagte der Sprecher. Auch wie die Kommunikation mit der gehörlosen Mutter und dem gehörlosen Mädchen vor Ort abgelaufen sei, werde noch geklärt.
In der Wohnung der Mutter habe sich die Zwölfjährige nicht einfach so aufhalten dürfen. Der Mutter seien bereits früher das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Mädchen entzogen worden, teilten die Ermittler mit.
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