Die Überlebenden der Waldbrände in Kalifornien kehren zurück

dpa/tsha

19.11.2018

Dutzende von Menschen kamen in den kalifornischen Waldbränden ums Leben. Diejenigen, die das Inferno überlebte, stehen vor den Trümmern ihrer Existenz.

Der verheerende Waldbrand im Norden Kaliforniens hat bisher 77 Menschen das Leben gekostet; die Zahl der Vermissten sank von mehr als 1'200 Menschen auf 993. Der Sheriff des betroffenen Bezirks Butte County, Kory Honea, hatte am Wochenende die Menschen aufgerufen, sich zu melden, wenn sie in Sicherheit sind. Viele Menschen waren den Behörden zufolge wegen ausgefallener Mobilfunknetze nicht zu erreichen.

Das Feuer gilt jetzt schon als das tödlichste und zerstörerischste in der Geschichte des Westküstenstaates. Bisher breitete es sich Calfire zufolge auf 607 Quadratkilometern Fläche aus, das entspricht rund zwei Dritteln der Fläche Berlins. Mehr als 10'000 Häuser wurden laut Medienberichten zerstört. Im «Woolsey»-Feuer im Süden Kaliforniens nahe Los Angeles kamen Calfire zufolge drei Menschen ums Leben. Das sogenannte «Camp Fire» um den besonders stark betroffenen Ort Paradise nördlich von Sacramento sei mittlerweile zu zwei Dritteln unter Kontrolle, so die kalifornische Feuerschutzbehörde.

Einige der Überlebenden der Katastrophe kehren nun, trotz eines Verbots der Behörden, zurück in ihre zerstörten Heimatorte – und stehen vor dem Nichts. In ihre Verzweiflung mischt sich aber auch vorsichtiger Optimismus. «Ich habe grosses Vertrauen in Gott», sagt Troy Miller, dessen Anwesen in dem Ort Concow niedergebrannt ist. «Ich denke, die Dinge weden wieder in Ordnung kommen.»

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