Einen Flieger landen? Hunde melken? Schweizer befreunden? Youtube hilft

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19.11.2018

YouTube kennt die Lösungen für Probleme, von denen der Zuschauer gar nicht wusste, dass er sie hatte. Zum Beispiel in der Frage, wie man eine Türfalle gegen einen Hotdog tauscht.
YouTube / HowToBasic

Ob Schminken, Gitarre spielen oder Krawatte binden: Für jede nur denkbare Herausforderung findet sich bei YouTube das passende Tutorial-Video. Wirklich jede.

1. Wie man ein Flugzeug landet

Das klassische Action-Filmszenario: In einem vollbesetzten Flugzeug werden beide Piloten wahlweise von Bösewichten oder einer unvorhergesehenen Katastrophe ausser Gefecht gesetzt. Wer soll die Maschine nun landen? Ganz klar: Einer der fast 30'000 Menschen, die sich das folgende Tutorial angesehen haben. Dass manche Kommentatoren eine Umbenennung des Clips in «Wie man ein Flugzeug zerstört und alle an Bord umbringt» fordern, sollte man aber geflissentlich überlesen, um im Ernstfall bloss keine Selbstzweifel aufkommen zu lassen.

2. Wie man seine Ehe mit vier Textnachrichten rettet

Aber es müssen ja nicht immer gleich Menschenleben sein, die auf dem Spiel stehen. Eine kaputte Ehe ist auch schon schlimm genug. Zum Glück gibt es Brad Browning, der sich selbst den «Marriage Guy» nennt und in zahlreichen Videos erklärt, wie man eine Trennung verhindert. Einer seiner viralen Tipps: der besseren Hälfte ganz besondere Textnachrichten schicken. Dass das nur ein Anfang ist, gibt der Beziehungsguru unumwunden zu – und verweist aller paar Minuten auf sein Buch.

3. Wie man Millionär wird

Erstaunlich viele YouTuber wollen ihren Mitmenschen verraten, wie sie Millionäre werden. Der Kanal Improvement Pill jedoch verspricht, die einfachste Methode zu enthüllen – mit Hilfe nett gezeichneter Comic-Menschen und einer grossen Packung Zuckerstreusel. Das Problem: Wer älter als 19 ist und/oder vor seinem 60. Lebensjahr Dollar-Millionär zu werden gedenkt, kann eigentlich gleich wieder abschalten.

4. Wie man einen Hund melkt

Vielleicht lässt sich ja auch eine goldene Nase mit der Fähigkeit verdienen, Hunde zu melken? Nein, wahrscheinlich nicht. Aber über 6'600 Menschen haben das entsprechende Video schon geklickt – und fast 40 haben es sogar schon für gut befunden. Wer auf die Idee kommt, ausgerechnet einen Hund zu melken? Hundezüchter, die für den nächsten Wurf gern echte Hundemilch auf Vorrat haben, falls die nächste Hundemama selbst nicht genug Milch produziert.

5. Wie man ein Tutorial-Video erstellt

Weil sich Tutorial-Videos auf YouTube grosser Beliebtheit erfreuen – und im Idealfall viele Klicks einbringen – wollen natürlich immer mehr YouTuber ihrem Publikum etwas beibringen. Nur: Wie macht man das am besten? Glücklicherweise gibt es auch dazu ein Tutorialvideo. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus: Deutlich und natürlich sprechen, Text üben und dafür sorgen, dass während der Aufnahme keine Benachrichtungen aufploppen, falls man den Computerbildschirm abfilmen muss.

6. Wie man eine Türfalle durch einen Hotdog ersetzt

Selbstverständlich ruft der Tutorial-Hype auch YouTuber auf den Plan, die sich darüber lustig machen. Oder würde sonst ernsthaft jemand auf die Idee kommen, eine kaputte Türfalle durch einen Hotdog zu ersetzen? Detailliert zeigt der entsprechende Clip, wie man eine Türfalle abschraubt, einen Hotdog zubereitet, an der Tür anbringt und einen Wutanfall bekommt, weil es doch nicht funktioniert. Hilfreich fand den Clip mindestens ein Zuschauer dennoch: «Dank dir weiss ich jetzt, wie man einen Hotdog macht».

7. Wie man sich mit einem Schweizer anfreundet

Schöne, witzige Tutorials können übrigens auch aus der Schweiz kommen. Bestes Beispiel: Die animierte Anleitung von SRF Comedy, wie man sich mit einem Schweizer anfreundet. Von den 358 Schritten, die notwendig sind, um die Mauer der Schüchternheit, den Elektrozaun des Stolzes und den Fluss der Skepsis zu überwinden, die das Herz eines Schweizers umgeben, werden im Clip allerdings nur die wichtigsten gezeigt: Gerne Komplimente über das Geld des potenziellen Freundes machen, aber niemals den ersten Schritt – Schweizer sind schliesslich sehr schreckhaft. Nach rund 30 Jahren vorsichtigen Herantastens und einem strategisch günstigen Mord steht ausgedehnten Wanderungen und Gesprächen über Versicherungen dann aber nichts mehr im Wege.

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