GesundheitEin dickes Problem - Thailands Mönche sollen abnehmen
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11.9.2018
Ein beleibter buddhistischer Mönch steht am Rande einer Demonstration. Beinahe die Hälfte aller thailändischen Mönche sind übergewichtig. Schuld daran sind vor allem fettige Mahlzeiten und gezuckerte Getränke, die sie gespendet bekommen.
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Beinahe die Hälfte aller thailändischen Mönche sind übergewichtig. Schuld daran sind vor allem fettige Mahlzeiten und gezuckerte Getränke, die sie gespendet bekommen. Die Regierung hat einen Plan.
Es ist sechs Uhr morgens, noch vor Sonnenaufgang. Die Strassen von Thailands Hauptstadt Bangkok sind noch verhältnismässig ruhig. Auf dem Gehweg, mitten in einem der sonst hektischen Stadtteile, sitzen drei buddhistische Mönche in orangefarbenen Roben. In den Armen trägt jeder eine grosse Schüssel aus Edelstahl - eine Bettelschale für Almosen. Sie warten, wie jeden Tag, auf andere Gläubige, die ihnen Essen spenden. Viele machen das gern. Das Problem: Das Fertigessen macht dick.
Von den etwa 250'000 thailändischen Mönche ist nach amtlichen Zahlen fast die Hälfte (48 Prozent) zu dick. Immer mehr leiden unter Gesundheitsproblemen. Vor zehn Jahren waren 17,5 Prozent krank, 2016 waren es schon 28,5 Prozent, sagt Amporn Bejapolpitak, Vize-Abteilungsleiterin im thailändischen Gesundheitsministerium.
«Der Hauptgrund ist wirklich das Essen», sagt Amporn. «Bei uns in Thailand steckt im Essen viel Kokosnussmilch, viel Schweinefleisch und viel Hähnchenfleisch. All das ist voll von gesättigten Fettsäuren.» Solche Fettsäuren verlangsamen den Stoffwechsel und machen dick.
Sie essen was sie bekommen
Die Ordensmänner dürfen sich nicht aussuchen, was sie essen. Sie haben das, was sie bekommen. Das ist zwar schon seit mehr als 2500 Jahren so. Jedoch hat sich das Essen verändert, auch in Thailand: Heutzutage ist es fettiger, vieles ist extrem zuckerhaltig und macht kaum satt.
Den meisten Spendern ist das Gesundheitsrisiko gar nicht bewusst. «Ich habe nicht viel Zeit. Meistens gebe ich den Mönchen einfach das, was auf dem Markt angeboten wird», erzählt Pijitta Pakama, die morgens beim Joggen oft noch extra über den Banglumphu-Markt in Bangkok läuft, um zu spenden. Dort gibt es typisch thailändische Gerichte wie Reis mit Curry oder gebratene Nudeln, alles in kleinen Plastiktüten verpackt für umgerechnet etwa 1,30 Euro.
Viele denken dabei auch an ihre eigenen Vorlieben anstatt an die der Mönche. So wie Peerapun Punpuckdeekoon, die Kekse und Chips in eine Almosenschale legt. «Ich denke beim Spenden an meine Mutter, die vor zehn Jahren gestorben ist. Es waren ihre Lieblingssnacks.» Mit den Spenden können die Buddhisten «Karmapunkte» sammeln. Gute Taten bringen ein gutes Karma, das führt zu einer Belohnung in der Zukunft.
Auch wenn es die Gläubigen gut meinen - für die Mönche hat das ernsthafte Konsequenzen. Phra Nagong hat Diabetes. «Die meisten Menschen geben uns, was sie selber am liebsten essen», sagt der 65-Jährige. «Aufgrund meiner Krankheit muss ich Fleisch und Zucker allerdings vermeiden. Ich gebe die Süssigkeiten dann meinen Schülern.»
Viele Mönche verzichten auch auf Bewegung
So gesundheitsbewusst wie Nagong sind nicht alle. Viele Mönche verzichten sogar auf Bewegung. Anstatt jeden Morgen zum Markt zu laufen, sitzen sie am Strassenrand und warten. Einige lassen sich sogar von ihren Helfern zum Markt fahren. «Es ist ein dringendes Problem, was wir nicht ignorieren sollten», warnt die Gesundheitsexpertin Amporn.
Mithilfe von Ernährungsplänen und Bewegungstipps versucht ihr Ministerium schon seit 15 Jahren, die Mönche zu mehr Gesundheitsbewusstsein zu bewegen. Bereits kleine Dinge wie Treppensteigen statt Fahrstuhlfahren sollten helfen - oft vergeblich. «Unsere Bemühungen reichen nicht aus», so Amporn. «Die Mönche sind wichtig für die Gesellschaft. Sie geben uns einen spirituellen Anker. Wir müssen uns mehr um sie kümmern.»
Diese Hilfe wollen nicht alle annehmen. Der Mönch Sitthisako wiegt rund 130 Kilo. Obwohl sein Doktor ihm zur Diät geraten hat, trinkt er weiter süsse Getränke. «Wasser allein stillt meinen Durst nicht. Alte Gewohnheiten wird man eben schwer los», so der 34-Jährige. «Aber mir geht es gut. Probleme mit meiner Gesundheit habe ich nicht.»
Evakuierungsaktion bei der Seilbahn Lungern-Turren in Lungern im Kanton Obwalden: Wegen einer technischen Panne mussten rund 27 Personen mit dem Helikopter gerettet werden.
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Zu zweit durch dick und dünn – und durch heiss und eiskalt: Dieses Liebespaar sprang am Valentinstag in Hamburg ins kalte Wasser.
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Bild: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
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Bild: Ken Bohn/San Diego Zoo Global/dpa
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Schnack beim Snack: Fischer Willy Rivas scherzt im peruanischen Lima mit einem Freund beim Essen in der Fischerbucht in Chorrillos. (26.1.2021)
Bild: Rodrigo Abd/AP/dpa
Banger Blick zum Horizont: Ein freiwilliger Helfer benutzt sein Walkie-Talkie, während er den Vulkan Mount Merapi während einer Eruption überwacht. Der Vulkan, der als einer der gefährlichsten der Welt gilt, ist erneut ausgebrochen und spukte mehrere Stunden glühende Asche und Gestein. (27.1.2021)
Bild: Slamet Riyadi/AP/dpa
Stausee verkommt zu «fliessenden Müllhalde: Ein Mann geht an Tonnen von Müll vorbei, die am Fusse des Wasserkraftwerks am Potpecko-Stausee in Serbien schwimmen. Vor allem Plastikabfälle gelangen durch Nebenflüsse in den Stausee und sammeln sich hier an. Eine serbische Zeitung schrieb bereits von einer «fliessenden Müllhalde». (26.1.2021)
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Dickschädeltest: Stirn an Stirn messen zwei Rinder im deutschen Naturschutzgebiet Boberger Niederung ihre Kräfte. (25.1.2021)
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Nasskaltes Ende: Zwischen Frauenfeld und Matzingen ist eine 33-jährige Wagenlenkerin bei Glatteis von der Strasse abgekommen und im Murgkanal gelandet. Die Frau wurde mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht. (26.1.2021)
Bild: Kapo TG
Opfer der Zerstörungswut: Ein Mann räumt in einem Fast-Food-Restaurant in Rotterdam auf. Die Niederlande sind erneut von sogenannten Corona-Krawallen erfasst worden. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten nach Polizeiangaben in mehreren Städten randaliert und dabei auch die Polizei angegriffen. (25.1.2021)
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Auf den Hund gekommen: Vierbeiner der Indian Railway Protection Force zeigen anlässlich des indischen Nationalfeiertags ihre Kunststückchen.
Bild: KEYSTONE
Galionsfigur mit Kettensäge: Im ungarischen Szilvásvárad streckt sich ein Feuerwehrmann auf dem Dach eines Zugs, um einen Ast abzusägen, der unter der Schneelast heruntergebrochen ist und die Bahnstrecke blockiert. (25.1.2021)
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Und sie tun es immer noch: In Rio De Janeiro tummeln sich grosse Menschenmengen auf engem Raum am Strand von Ipanema in Rio de Janeiro. Und das obwohl Brasilien nach wie vor sehr hohe Corona-Fallzahlen hat.
Bild: Bruna Prado/AP/dpa
Himmlische Hilfe: Feuerwehrfrau Tegan Rayner von der Belair Brigade CFS freut sich über den Regen, während sie nach Löscharbeiten der Buschbrände in Cherry Gardens in der Nähe von Adelaide, Australien, steht. (25.1.2021)
Bild: Brenton Edwards/ADELAIDE ADVERTISER/AAP/dpa
Winterfest: Stammrosen sind im Rosenpark Dräger in Steinfurth, Deutschland, mit Folie kältesicher verpackt. (25.1.2021)
Gottschalk-Ehefrau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen»
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