Empörung über Tötung von mehr als 1400 Delfinen auf Färöer-Inseln

SDA

15.9.2021 - 00:59

In this image released by Sea Shepherd Conservation Society the carcasses of dead white-sided dolphins lay on a beach after being pulled from the blood-stained water on the island of Eysturoy which is part of the Faeroe Islands Sunday Sept. 12, 2021. The dolphins were part of a slaughter of 1,428 white-sided dolphins that is part of a four-century-old traditional drive of sea mammals into shallow water where they are killed for their meat and blubber. The hunt in the North Atlantic islands is not commercial and is authorized, but environmental activists claim it is cruel. (Sea Shepherd via AP)
Getötete Delfine liegen am 12. September 2021 am Strand von Eysturoy, der zweitgrössten Insel der Färöer im Nordatlantik.
Bild: Keystone/Sea Shepherd via AP

Die Tötung hunderter Delfine bei einer Jagd auf den Färöer-Inseln hat in den sozialen Netzwerken und bei Umweltschützern für Empörung gesorgt.

SDA

15.9.2021 - 00:59

Die autonome Regierung der zu Dänemark gehörenden Inseln verteidigte am Dienstag die als «Grindadrap» bezeichnete traditionelle Jagdpraxis, die «gut organisiert und vollkommen reguliert» sei. Jäger hatten binnen eines Tages mehr als 1400 Delfine in einen Fjord getrieben und anschliessend getötet.

«Zweifellos ist die Waljagd auf den Färöer-Inseln ein dramatischer Anblick für Menschen, die mit der Jagd und dem Schlachten von Säugetieren nicht vertraut sind», sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Normalerweise würden beim «Grindadrap» Grindwale und nicht Delfine gejagt.

Dass bei dieser Jagd so viele Delfine getötet wurden, sei ungewöhnlich, sagte ein lokaler Fernsehjournalist. «Es hat einige Zeit gedauert, sie alle zu töten. Normalerweise geht das ziemlich schnell.» Fotos der blutigen Kadaver am Strand lösten in Online-Netzwerken Empörung aus. Die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd bezeichnete die Praxis als «barbarisch».

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