Phlegräische Felder Erde bebt mit Stärke 4,4 unweit von Supervulkan bei Neapel

SDA

13.3.2025 - 08:39

Ein Erdbeben mit der Stärke 4,4 erschüttert die Grossregion Neapel. Menschen laufen verängstigt auf die Strasse, eine Person wird verletzt. Das Beben geht vom Supervulkan der phlegräischen Felder aus.

Keystone-SDA

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  • Ein Erdbeben ausgehend vom Supervulkan der Phlegräischen Felder erschütterte die Region mit mehreren Nachbeben, was viele Bewohner in Panik auf die Strassen trieb.
  • In Bagnoli stürzte ein Dachboden ein, eine Frau wurde lebend geborgen, zudem entstanden Gebäudeschäden durch herabfallende Trümmer.
  • Schulen bleiben vorsichtshalber geschlossen, während zahlreiche Menschen die Nacht in Notunterkünften verbrachten, teils unter chaotischen Bedingungen.

Das Erdbeben wurde gegen 1.25 Uhr registriert. Es folgte nach INGV-Angaben ein weiterer Erdstoss der Stärke 1,6 um 1.40 Uhr, danach gab es vier weitere Nachbeben. Die Erschütterung war besonders in den Ortschaften rund um die Phlegräischen Felder deutlich zu spüren. Viele Menschen hätten ihre Häuser verängstigt verlassen und seien auf die Strasse gelaufen, berichteten Medien.

Vor allem die Städte Pozzuoli und Bacoli sowie die neapolitanischen Bezirke Fuorigrotta und Bagnoli waren von dem Erdbeben betroffen. In Bagnoli stürzte ein Dachboden ein. Die Feuerwehr konnte eine Frau lebend aus den Trümmern bergen. Trümmer stürzten von den Häusern und fielen auf die Strassen, in Häusern gab es Risse und Fassadenteile stürzten herab.

Seit elf Jahren gilt Alarmstufe gelb

Grössere Schäden und weitere Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Dennoch sollen vorsichtshalber am Donnerstag in der betroffenen Gegend die Schulen geschlossen bleiben. Zahlreiche Menschen mussten die restliche Nacht in verschiedenen Notunterkünften verbringen. Dort kam es Medienberichten zufolge teils zu chaotischen Szenen mit verärgerten Bürgern.

Die Phlegräischen Felder, ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität, werden seit geraumer Zeit von Erdbeben heimgesucht. Meistens sind es kaum spürbare Erschütterungen. Seit elf Jahren gilt für das Gebiet die Alarmstufe Gelb, die zur Vorsicht aufruft. Das jüngste Erdbeben hatte dieselbe Stärke wie ein Erdbeben im vergangenen Mai. Es war damals das stärkste Erdbeben seit rund 40 Jahren.

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