AktuellErmittlungen nach Inferno in Hongkong – Opferzahl gestiegen
SDA
27.11.2025 - 12:29
Vögel fliegen über die qualmenden Gebäude am Brandort des Wang Fuk Courts, einer Wohnsiedlung im Stadtteil Tai Po. Foto: Chan Long Hei/AP/dpa
Keystone
Noch immer brennen in Hongkong mehrere Wohnhäuser – die Ermittler suchen nach der Ursache für den verheerenden Brand mit mindestens 65 Toten. Wie die Behörden mitteilten, nahm die Polizei drei Menschen einer Baufirma mit Verdacht auf fahrlässige Tötung fest.
Keystone-SDA
27.11.2025, 12:29
27.11.2025, 14:18
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Die Männer im Alter zwischen 52 und 68 Jahren sollen für Befragungen in Gewahrsam bleiben. Mit grossen Masken als Kopfbedeckung führten sie die Männer vor laufender Kamera ab. Auch Büroräume des Unternehmens wurden durchsucht.
Bei dem verheerendsten Brand in der chinesischen Sonderverwaltungsregion seit Jahrzehnten kamen mindestens 65 Menschen ums Leben, wie Hongkonger Medien unter Berufung auf die Feuerwehr berichteten. Die Zahl der Verletzten beläuft sich demnach mittlerweile auf 70, darunter 10 Feuerwehrleute. Wie viele Menschen noch vermisst wurden, blieb offen. Die Feuerwehr kämpfte am Abend (Ortszeit) weiter gegen einzelne Brandherde.
Feuerwehr rettet Überlebende
Helfer retteten nach eigenen Angaben mehr als 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch weitere Überlebende aus den betroffenen Gebäuden. Am Abend retteten die Einsatzkräfte einen Überlebenden aus dem 16. Stock eines Gebäudes. Die Feuerwehr brachte zudem mehrere Katzen und Hunde, die überlebt hatten, aus den Gebäuden, wie auf Fotos zu sehen war.
Über den Hochhausblöcken der Wohnanlage Wang Fuk Court zogen den gesamten Tag über dichte Rauchschwaden, während die Feuerwehr ihre Löscharbeiten von Drehleitern aus fortsetzte, wie Live-Übertragungen zeigten. Wegen der Verkehrsbehinderungen fiel an 13 Schulen der Unterricht aus.
Grossaufgebot an Einsatzkräften
Die dramatischen Bilder des Brandes der höchsten Alarmstufe fünf gingen um die Welt. Das Feuer war am Mittwoch aus bislang noch ungeklärter Ursache an einem Gebäude ausgebrochen, breitete sich rasch an einem Bambus-Baugerüst aus und griff auf die umliegenden Hochhäuser der Wohnanlage aus den 1980er Jahren über. Sieben der insgesamt acht Gebäude waren betroffen, die alle mehr als 30 Stockwerke hoch sind.
In der Anlage, in der auch viele ältere Menschen lebten, befinden sich fast 2.000 Wohnungen. Die Feuerwehr mobilisierte nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Einsatzkräfte und berichtete von extremen Temperaturen in den oberen Stockwerken sowie schwierigen Bedingungen bei der Brandbekämpfung. Mittlerweile brachten die Helfer die Feuer weiter unter Kontrolle, meldeten aber noch Flammen in drei Wohnblöcken.
Beileidsbotschaften aus aller Welt
Aus dem Ausland erreichten Hongkong erste Beileidsbekundungen. Das Generalkonsulat Grossbritanniens drückte den Betroffenen und Rettungskräften seine Nähe aus. Hongkong war bis 1997 britische Kronkolonie.
Auch die diplomatischen Vertretungen Deutschlands, der EU und der USA zeigten online ihre Anteilnahme. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte sich bereits am Vortag betroffen über den Brand gezeigt und Pekings Unterstützung zugesichert, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete.
Baugerüst im Fokus
Die Behörden prüfen insbesondere die Sicherheitsstandards der traditionellen Bambusgerüste und der daran befestigten Schutznetze, mit denen alle Gebäude wegen Renovierungsarbeiten verkleidet waren. Ermittler fanden Fenster, die mit Polystyrolplatten verbaut und teils blockiert waren – einem leicht entflammbaren Kunststoff, der häufig als Dämmmaterial verwendet wird. Weiter vermuten die Ermittler, dass Schutznetze, Planen und Plastikfolien möglicherweise nicht den Brandschutznormen entsprochen hatten.
Hongkongs Regierungschef John Lee ordnete an, alle Gebäude in der chinesischen Sonderverwaltungsregion, die derzeit grossflächig renoviert werden, zu überprüfen. Gegen die traditionell im Hongkonger Bau verwendeten Bambusgerüste gab es immer wieder Bedenken hinsichtlich der Brandschutzsicherheit.
Trauer und Suche nach Vermissten
Nach dem Grossbrand blieben laut Lee noch Hunderte Menschen in den neun öffentlichen Notunterkünften. Verzweifelte Menschen suchten dort am Tag nach der Brand-Katastrophe nach Angehörigen, zu denen sie den Kontakt verloren hatten. In der Kwong Fuk Community Hall hingen zudem Fotos der Toten aus.
Die obdachlos gewordenen Bewohner sollen laut Lee zunächst in Hostels oder Hotels unterkommen. Anschliessend könnten sie in 1.800 subventionierte Übergangswohnungen umziehen, sagte er während einer Pressekonferenz.
Schweizer Jodeln als Kulturerbe – Unesco entscheidet über Aufnahme
Genf, 08.12.2025: Jodeln als Weltkulturerbe: Die Schweizer Tradition soll nun von der Unesco geadelt werden, mit einer Anerkennung als Kulturerbe der Menschheit. Darüber berät ein Ausschuss der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur bei einer Sitzung in Neu-Delhi. Die Entscheidung fällt bis zum 13. Dezember.
Der Eintrag in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes soll die Wertschätzung für das Jodeln stärken, heisst es vom Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, des Roothuus Gonten.
Dabei gibt es auch keine Nachwuchsprobleme. Allein im Eidgenössischen Jodlerverband sind rund 12.000 Aktive und es gibt viele freie Jodlergruppen. Jodeln soll auf Hirten zurückgehen, die sich einst zwischen weit entfernten Bergweiden so verständigt haben sollen.
11.12.2025
Gala im Kennedy Center mit Novum: Trump auf der Bühne
Washington, 08.12.2025: Donald Trump will auf die Bühne: Der US-Präsident legt in der grössten Kultureinrichtung Washingtons einen ungewöhnlichen Auftritt hin. Anstatt als Zuschauer in der Loge ist er im Kennedy Center als Moderator auf der Bühne zu sehen.
Dort werden am Sonntagabend Hollywoodstar Sylvester Stallone, die Rockband Kiss, die Sängerin Gloria Gaynor, der Country-Musiker George Strait und Musical-Schauspieler Michael Crawford für ihre künstlerischen Lebenswerke ausgezeichnet.
Bereits am Vortag verleiht ihnen Trump im Weissen Haus Medaillen. Da kündigt er bereits an, dass er als erster Präsident überhaupt bei der Verleihungsgala im Kennedy Center Gastgeber sein werde. Trump sagt, er moderiere auf Wunsch eines bestimmten Fernsehsenders. Am 23. Dezember wird die Gala vom US-Sender CBS ausgestrahlt.
09.12.2025
Gottschalk-Ehefrau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen»
München, 02.12.2025: Thomas Gottschalk hat Krebs. Das enthüllt der Moderator nach Diskussionen um seine jüngsten Bühnenauftritte in einem Interview mit der «Bild»-Zeitung.
Darin äussert sich auch seine Frau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen», sagt sie.
Anfang Juli dieses Jahres habe sie geahnt, dass irgendwas nicht mit ihrem Mann stimme: «Thomas wurde zusehends stiller und blasser und musste öfter zur Toilette. So kannte ich ihn nicht.» Sie habe ihm dann einen Termin in einem Münchner Klinikum besorgt.
Die Diagnose: Ein sehr seltener und bösartiger Tumor, der sich aus den Zellen entwickelt und die Blutgefässe auskleidet. Der 75-Jährige musste operiert werden und benötigt Medikamente.
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