Baden-WürttembergFernverkehr in Norddeutschland bis Sonntag eingeschränkt
SDA
10.1.2026 - 21:23
Ein ICE steht mit langen Eiszapfen im verschneiten Hauptbahnhof. Im Norden kommt es nach dem Sturmtief Elli weiterhin zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Foto: Moritz Frankenberg/dpa
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Aufgrund des heftigen Wintereinbruchs fällt der Bahnverkehr auf mehreren wichtigen norddeutschen Fernverkehrsstrecken noch bis voraussichtlich Sonntag aus. Betroffen sind unter anderem die Ost-West-Verbindung Berlin-Hannover-Ruhrgebiet und die wichtige Nord-Süd-Strecke von Hamburg über Hannover nach Frankfurt, wie eine Bahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
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10.01.2026, 21:23
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Demnach können Reisende jedoch die Verbindung zwischen Hamburg und Frankfurt über Bremen und Köln nutzen. «Züge nach Hamburg über Fulda und Kassel enden in Frankfurt», hiess es auf der Website des Unternehmens. Und weiter riet die Bahn: «Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können.» Ausgesetzt blieben demnach auch die Verbindungen zwischen Hannover und Amsterdam sowie zwischen Hamburg und Kopenhagen.
Der Regionalverkehr sollte auf einzelnen Strecken am Samstag langsam wieder anlaufen. Wie auch vielerorts die Busse standen jedoch viele Regionalzüge ebenfalls vorübergehend still.
Unfälle im Norden und Osten
Als Folge von Wintersturm «Elli» hatte insbesondere Norddeutschland mit Schneeverwehungen zu kämpfen. Zu Beginn des Wochenendes gab es viele Unfälle, ebenso im Osten. Im Süden blieb es dagegen ruhiger, doch dort sollte das Tief hinziehen: Statt im Norden sollte es in der Mitte und im Süden schneien – vor allem im Schwarzwald und im Allgäu. Dort sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis zur zweiten Hälfte der kommenden Nacht 20 bis 30, in den Hochlagen des Schwarzwalds sogar bis zu 50 Zentimeter Neuschnee möglich.
Freuen können sich Wintersportlerinnen und Wintersportler. In Hessen sagte etwa der Sprecher des Skigebiets Willingen: «Im Moment sind wirklich traumhafte Bedingungen. Es ist auch richtig was los.»
Wie es weitergeht
Ein Ende der winterlichen Verhältnisse ist noch nicht in Sicht – höchstens ein kurzes Durchatmen vor der nächsten möglichen Unwetterlage.
Am Sonntag soll es heiter bis wolkig und vor allem im Nordosten und Westen oftmals sonnig und trocken werden. Der DWD-Meteorologe Marcel Schmidt erwartet gar einen «Wintertag wie aus dem Bilderbuch. Bei zeitweiligem Sonnenschein lohnt sich ein Winterspaziergang durch die frisch verschneite Landschaft.»
Danach kann es jedoch sehr glatt werden: «In der Nacht zum Montag erreicht eine Warmfront den Westen Deutschlands, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fällt allenfalls anfangs Schneefall», erklärt DWD-Meteorologe Thore Hansen. Rasch gehe der Schnee in Regen über, der auf den kalten Böden gefriere und zu Glatteis führe. «Damit stellt sich nach kurzer Pause die nächste Unwettersituation an. Am Montag breitet sich der gefrierende Regen auf weite Teile des Landes aus.»
In der Südwesthälfte könne es dadurch eine hohe Glatteisgefahr geben, schreibt der Wetterdienst. In der Nordosthälfte sei es zwar anfangs trocken, es könne aber auch schneien oder gefrierenden Regen geben.
Winterchaos nicht nur in Deutschland
Auch im Ausland sorgt der Winter für Ausnahmezustände: In Frankreich waren Hunderttausende Haushalte ohne Strom und es wurde vorsorglich ein Atomkraftwerk abgeschaltet. In Russland gab es zahlreiche Flugausfälle, vor allem in Moskau. In Grossbritannien wurde im äussersten Südwesten ein Mann um die 50 tot aufgefunden – ein Baum war auf seinen Wohnwagen gekracht.
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Adamuz, 19.01.2026: Zugunglück im Süden Spaniens: Zahlreiche Tote und viele Verletzte. Nach dem schweren Eisenbahnunglück nahe Adamuz ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen.
Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
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Berlin im Dunkeln: Südwesten startet ohne Strom in die Woche
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