Flutkatastrophe auf SumatraZahl der Toten steigt auf 750 – Hochphase der Regenzeit beginnt erst
dpa
3.12.2025 - 06:02
Flutkatastrophe auf Sumatra: Zahl der Toten steigt auf 750 - Gallery
Schlammlawinen waren durch ganze Dörfer gefegt.
Bild: Keystone
Das Hochwasser gilt als eines der schwersten der vergangenen Jahre.
Bild: Keystone
Viele Häuser und Brücken auf Sumatra sind zerstört.
Bild: Keystone
Viele Gemeinden waren nach Sturzfluten von der Aussenwelt abgeschnitten.
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Die Regenzeit in der Region beginnt gerade erst richtig.
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Flutkatastrophe auf Sumatra: Zahl der Toten steigt auf 750 - Gallery
Schlammlawinen waren durch ganze Dörfer gefegt.
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Das Hochwasser gilt als eines der schwersten der vergangenen Jahre.
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Viele Häuser und Brücken auf Sumatra sind zerstört.
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Viele Gemeinden waren nach Sturzfluten von der Aussenwelt abgeschnitten.
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Die Regenzeit in der Region beginnt gerade erst richtig.
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Sumatra kämpft mit einer der schwersten Flutkatastrophen der vergangenen Jahre. Die Zahl der Toten steigt. Dabei beginnt gerade erst die Hochphase der Regenzeit.
DPA
03.12.2025, 06:02
03.12.2025, 06:06
dpa
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Nach sintflutartigen Regenfällen auf Sumatra steigt die Zahl der Todesopfer, Vermissten und Verletzten.
Gemäss den Behörden sind insgesamt 3,3 Millionen der insgesamt 60 Millionen Einwohner von dem Hochwasser betroffen, weit mehr als ein Drittel davon in der nördlichen Provinz Aceh.
Rettungskräfte kämpfen gegen schwierige Bedingungen in abgelegenen Gebieten.
Es gibt grosse Sorge, dass auch andere Provinzen bald mit extremen Wetterbedingungen konfrontiert sein werden: In Indonesien startet gerade erst die Hochphase der Regenzeit.
Verheerende Niederschläge hatten zuletzt in mehreren Ländern Südasiens und Südostasiens zu schwerem Hochwasser geführt.
Im Katastrophengebiet auf der indonesischen Insel Sumatra steigt die Zahl der Todesopfer durch die verheerenden Überschwemmungen weiter. Mehr als 750 Menschen sind in den Fluten und bei Erdrutschen ums Leben gekommen, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Die Zahl der Vermissten liegt mittlerweile bei rund 650, etwa 2600 Einwohner wurden verletzt. Die Zahl der Opfer könnte noch weiter zunehmen, hiess es.
Gemäss den Behörden sind insgesamt 3,3 Millionen der insgesamt 60 Millionen Einwohner von dem Hochwasser betroffen, weit mehr als ein Drittel davon in der nördlichen Provinz Aceh. Sumatra ist fast so gross wie Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen. Die langgestreckte Insel liegt westlich von Malaysia auf dem Äquator und wird immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Die jüngste Flut gilt aber als eine der schwersten der vergangenen Jahre.
Männer auf von den Fluten weggespülten Baumstämmen im Norden Sumatras. (2. Dezember 2025)
Bild:Keystone/AP Photo/Binsar Bakkara
Mehr Regen steht bevor
Vorausgegangen waren tagelange heftige Monsun-Regenfälle. Tausende Häuser sind zerstört, viele Strassen noch immer durch Trümmer und Schlammlawinen blockiert. Laut Katastrophenschutz wurden fast 40 Prozent der Brücken und Schulen in den betroffenen Regionen beschädigt. Das Militär und Rettungsteams sind unermüdlich im Einsatz, um nach Vermissten zu suchen, Strassen zu räumen und Lebensmittel, Wasser und Medikamente zu verteilen.
Es gibt grosse Sorge, dass auch andere Provinzen bald mit extremen Wetterbedingungen konfrontiert sein werden: In Indonesien startet gerade erst die Hochphase der Regenzeit.
Verheerende Niederschläge hatten zuletzt in mehreren Ländern Südasiens und Südostasiens zu schwerem Hochwasser geführt. Laut Informationen der UN-Wetterorganisation WMO in Genf sind nach den Unwettern insgesamt etwa 2000 Tote und Vermisste in Indonesien, Vietnam, den Philippinen, Sri Lanka und Thailand zu beklagen.
Mehr als 1000 Tote bei Unwetterkatastrophen in Asien
STORY: Die Zahl der Toten nach den verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen in Südostasien ist weiter gestiegen. Allein in Indonesien wurden bis Montag mehr als 500 Todesopfer bestätigt, wie aus Regierungsdaten hervorging, ebenso viele wurden noch vermisst. Thailand meldete fast 180 Tote, Malaysia drei. Insgesamt waren in den drei Ländern offiziellen Angaben zufolge mehr als vier Millionen Menschen von der Unwetterkatastrophe betroffen – davon fast drei Millionen im Süden Thailands. Grosse Teile der betroffenen Länder waren tagelang von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht worden, nachdem sich in der Strasse von Malakka, einer Meerenge zwischen Indonesien und Malaysia, ein seltener Tropensturm gebildet hatte. Rettungskräfte, so wie hier in der indonesischen Provinz West-Sumatra, setzten auch am Montag ihre Suche nach Vermissten fort. Zehntausende Menschen mussten weiterhin in Notunterkünften ausharren. Auch auf der anderen Seite des Golfs von Bengalen, im weiter westlich gelegenen Sri Lanka, ist die Zahl der Opfer durch ein katastrophales Unwetter weiter gestiegen. In dem südasiatischen Inselstaat hatte ein Zyklon gewütet. Die Behörden bestätigten bis Montag mehr als 350 Tote, über 360 wurden noch vermisst. Insgesamt mussten landesweit mehr als eine halbe Million Menschen die Folgen des Sturms bewältigen.