Empfindliche StrafeFranzösische Touristin mit 40 Kilo Sand auf Sardinien gestoppt
SDA
25.5.2026 - 19:42
Eine französische Touristin ist auf Sardinien mit rund 40 Kilogramm Sand,
Kieselsteinen und Muscheln erwischt worden. (Archivbild)
Keystone
Für eine französische Urlauberin endete die Rückreise von Sardinien mit einer bösen Überraschung. Was für viele wie ein harmloses Souvenir wirkt, gilt auf der Mittelmeerinsel als Eingriff in ein empfindliches Ökosystem.
Keystone-SDA
25.05.2026, 19:42
SDA
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Eine französische Touristin wurde auf Sardinien mit rund 40 Kilogramm Sand, Muscheln und Kieselsteinen erwischt.
Die Mitnahme von Strandmaterial ist dort seit 2017 verboten und kann hohe Geldstrafen nach sich ziehen.
Behörden warnen, dass der Souvenir-Diebstahl die empfindlichen Küsten der Insel massiv schädigt.
Eine französische Touristin ist auf Sardinien mit rund 40 Kilogramm Sand, Kieselsteinen und Muscheln erwischt worden. Die 69-Jährige wurde im Hafen von Porto Torres kontrolliert, als sie nach Ferien auf der Insel auf eine Fähre nach Toulon einschiffen wollte.
Nach Angaben der italienischen Zollbehörden stammten der feine Sand und die weissen Steine von dem Strand Le Saline bei Stintino im Norden Sardiniens. Die Mitnahme von Sand, Kieseln und Muscheln von den Stränden ist nach einem Regionalgesetz aus dem Jahr 2017 verboten.
Die Frau muss nun mit einer Geldstrafe zwischen 500 und 3000 Euro rechnen. Das beschlagnahmte Material soll in den kommenden Tagen an den Strand zurückgebracht werden.
Sand-Diebe schaden der Umwelt
Sand- und Kieselstein-Diebstahl – vor allem durch Tourist*innen – ist ein grosses Problem in Sardinien. Die Insel ist für ihre wunderschönen Strände berühmt. Dennoch entwenden Tourist*innen jedes Jahr Sand und Muscheln als Souvenir und schaden damit der Umwelt. Die hohen Strafen sollen das verhindern.
Die meisten Tourist*innen sind regelmässig erstaunt über die Strafen. «Das Entwenden von Strandsand scheint zwar harmlos, ist aber für das fragile Küstensystem der Insel tödlich», betonten die Behörden, die im Sommer die Kontrollen auf den bekanntesten Stränden verschärfen.
Nur wenige Schweizer Orte von Overtourism betroffen
Höhere Preise, Littering, Verkehrsprobleme, knapper Wohnraum und Umweltverschmutzung können die Folgen von zu vielen Touristen sein. In einzelnen Regionen kann es Einheimischen da schon mal zu viel werden.