Geldbote nach womöglich fingierter Lösegeldzahlung festgenommen

13.2.2018 - 14:06, sda

Mehre maskierte Männer sollen einen Geldboten gezwungen haben, den Inhalt seines Transporters als Lösegeld für seine Tochter heruaszugeben. Inzwischen zweifeln die Behörden an der Geschichte. Der Mann und seine Tochter wurden in Lyon festgenommen.
Screenshot France 3

Wegen einer womöglich fingierten Entführung mit Lösegeldzahlung sind ein in der Schweiz tätiger Geldbote und seine Tochter festgenommen worden. Die beiden seien zusammen mit einem mutmasslichen Helfer im französischen Lyon in Gewahrsam, hiess es am Dienstag von den Ermittlern.

Der Geldbote hatte behauptet, den gesamten Inhalt seines Geldtransporters an angebliche Entführer seiner Tochter gezahlt zu haben, die daraufhin freigelassen worden sei. Die Übergabe habe auf einem Parkplatz bei Chavornay im Kanton Waadt stattgefunden.

In Chavornay VD soll die Geldübergabe angeblich stattgefunden haben.
Screenshot France 3

Offenbar haben die Ermittler aber nun Zweifel an der Darstellung von Vater und Tochter: Die 22-Jährige hatte der Polizei erzählt, sie sei vergangene Woche von zwei Männern aus ihrer Studentenwohnung in Lyon entführt worden, die sich als Sanitärinstallateure ausgegeben hätten.

Die Kidnapper hätten dann ihren Vater kontaktiert, der den gesamten Inhalt des Geldtransporters auf einem Parkplatz im Kanton Waadt an die Kriminellen übergeben habe. Die Beute soll sich auf 20 bis 30 Millionen Franken belaufen. Die Ermittler waren zunächst von einem Fall organisierter Kriminalität ausgegangen.

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