Sensationsfund in Sakkara Genfer Forscher findet neue Grabkammer in Ägypten

Samuel Walder

10.2.2025

Beeindruckend sind der Erhalt der Farben an der Decke und den Wänden der Ruhestätte.
Beeindruckend sind der Erhalt der Farben an der Decke und den Wänden der Ruhestätte.
Philippe Collombert

Jahrtausende unter Sand verborgen, nun eine archäologische Sensation: Die Ruhestätte des königlichen Heilers Tetinebefu wurde kürzlich von einem Genfer Forschungsteam in Ägypten gefunden.

Samuel Walder

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Ein Genfer Forscherteam entdeckt in Sakkara, Ägypten, eine aussergewöhnliche Grabkammer des Arztes Tetinebefu.
  • Die Grabstätte beeindruckt durch ihren exzellenten Erhaltungszustand.
  • Eine täuschend echt bemalte Decke, die Granit imitiert, deutet darauf hin, dass Tetinebefu hoch angesehen war.

Die altägyptische Totenstadt Sakkara sorgt einmal mehr für eine archäologische Sensation. Im Dezember 2024 stiess ein Genfer Forscherteam auf eine einzigartige Grabkammer – die Ruhestätte eines Mannes, der nicht nur Arzt, sondern auch Zahnarzt, Apotheker und Magier war. Das berichtet SRF.

Der Name des Grabinhabers war rasch entschlüsselt: Tetinebefu. Laut Ägyptologe Philippe Collombert war er der leitende Arzt am Hof des Pharaos – vermutlich unter König Pepi II., der zwischen 2246 und 2152 v. Chr. regiert haben soll.

Doch Tetinebefu war mehr als nur ein Mediziner: Er war auch Leiter der Zahnärzte, Apotheker und ein Beschwörer der Göttin Selket – jener ägyptischen Gottheit, die für Heilung und Schutz vor Giftbissen verantwortlich war. Eine bemerkenswerte Kombination von Fähigkeiten!

Ein Grab von unvergleichlicher Schönheit

Obwohl bereits ähnliche Gräber gefunden wurden, hebt sich die neue Entdeckung durch den beeindruckenden Erhaltungszustand, die leuchtenden Farben und aussergewöhnlichen Gravuren ab.

«So etwas habe ich noch nie gesehen», schwärmt Collombert. Besonders faszinierend seien die detaillierten Wandmalereien, die Gefässe mit realistischer Steintextur zeigen. Sogar Halsketten wurden aufgemalt – mit winzigen Hieroglyphen von gerade einmal fünf Millimetern Höhe!

Ein weiteres Highlight: Die Decke der Gruft scheint aus Granit zu bestehen, doch tatsächlich handelt es sich um eine perfekt bemalte Illusion – ein Hinweis darauf, dass Tetinebefu eine angesehene, aber nicht übermässig wohlhabende Persönlichkeit war.


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