PolitikGeschlechterspezifische Gewalt wird oft ignoriert
SDA
24.11.2025 - 09:30
Geschlechterspezifische Gewalt und Behinderungen ist das Leitthema der diesjährigen nationalen Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen". (Archivbild)
Keystone
Frauen und queere Menschen mit Behinderungen erleben zwei- bis viermal mehr Gewalt als der Durchschnitt der Bevölkerung. Die diesjährige nationale Präventionskampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» stellt diese Gruppen in den Fokus und macht ihre Anliegen sichtbar.
Keystone-SDA
24.11.2025, 09:30
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Frauen und queere Menschen mit Behinderungen fehlen in den Statistiken und haben kaum Zugang zu Schutz oder Unterstützung, wie es am Montag an der Medienkonferenz der Organisatorinnen der Kampagne hiess. Sie seien auch in der Öffentlichkeit marginalisiert. «Man sieht uns nicht. Man ignoriert uns. Und diese Entscheidung ist politisch», wird Namila Altorfer, Geschäftsleitung des Netzwerks Avanti, in der Mitteilung zitiert.
An der Schnittstelle von Sexismus und Ableismus, also der Behindertenfeindlichkeit, seien diese Personen doppelt betroffen. Es bestehe ein höheres Risiko, geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt zu sein und gleichzeitig geringeren Möglichkeiten, Unterstützung zu erhalten.
In der Schweiz seien nur wenige Unterstützungsangebote aufgrund von fehlendem politischem Willen tatsächlich zugänglich: barrierefreie Beratungs- und Anlaufstellen, hindernisfreie Websites, Informationen in leichter Sprache oder mit Gebärdensprachdolmetschung seien selten. Doch Barrierefreiheit sei ein Menschenrecht, hiess es weiter. Wo Menschen systematisch ausgeschlossen würden, entstehe alltägliche, strukturelle Gewalt.
Ohne verlässliche Daten, Schulungen für Fachpersonen und ohne ausreichende Ressourcen könne die Istanbul-Konvention nicht umgesetzt werden. Die Schweiz verletzt damit laut den Organisatorinnen ihre internationalen Verpflichtungen.
Die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» beginnt am Dienstag mit einer symbolischen Aktion. Sie dauert bis 10. Dezember. Mehr als 300 Organisationen engagieren sich schweizweit für die Kampagne. Die Koordination liegt bei der feministischen Friedensorganisation Frieda.
Schweizer Jodeln als Kulturerbe – Unesco entscheidet über Aufnahme
Genf, 08.12.2025: Jodeln als Weltkulturerbe: Die Schweizer Tradition soll nun von der Unesco geadelt werden, mit einer Anerkennung als Kulturerbe der Menschheit. Darüber berät ein Ausschuss der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur bei einer Sitzung in Neu-Delhi. Die Entscheidung fällt bis zum 13. Dezember.
Der Eintrag in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes soll die Wertschätzung für das Jodeln stärken, heisst es vom Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, des Roothuus Gonten.
Dabei gibt es auch keine Nachwuchsprobleme. Allein im Eidgenössischen Jodlerverband sind rund 12.000 Aktive und es gibt viele freie Jodlergruppen. Jodeln soll auf Hirten zurückgehen, die sich einst zwischen weit entfernten Bergweiden so verständigt haben sollen.
11.12.2025
Gala im Kennedy Center mit Novum: Trump auf der Bühne
Washington, 08.12.2025: Donald Trump will auf die Bühne: Der US-Präsident legt in der grössten Kultureinrichtung Washingtons einen ungewöhnlichen Auftritt hin. Anstatt als Zuschauer in der Loge ist er im Kennedy Center als Moderator auf der Bühne zu sehen.
Dort werden am Sonntagabend Hollywoodstar Sylvester Stallone, die Rockband Kiss, die Sängerin Gloria Gaynor, der Country-Musiker George Strait und Musical-Schauspieler Michael Crawford für ihre künstlerischen Lebenswerke ausgezeichnet.
Bereits am Vortag verleiht ihnen Trump im Weissen Haus Medaillen. Da kündigt er bereits an, dass er als erster Präsident überhaupt bei der Verleihungsgala im Kennedy Center Gastgeber sein werde. Trump sagt, er moderiere auf Wunsch eines bestimmten Fernsehsenders. Am 23. Dezember wird die Gala vom US-Sender CBS ausgestrahlt.
09.12.2025
Gottschalk-Ehefrau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen»
München, 02.12.2025: Thomas Gottschalk hat Krebs. Das enthüllt der Moderator nach Diskussionen um seine jüngsten Bühnenauftritte in einem Interview mit der «Bild»-Zeitung.
Darin äussert sich auch seine Frau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen», sagt sie.
Anfang Juli dieses Jahres habe sie geahnt, dass irgendwas nicht mit ihrem Mann stimme: «Thomas wurde zusehends stiller und blasser und musste öfter zur Toilette. So kannte ich ihn nicht.» Sie habe ihm dann einen Termin in einem Münchner Klinikum besorgt.
Die Diagnose: Ein sehr seltener und bösartiger Tumor, der sich aus den Zellen entwickelt und die Blutgefässe auskleidet. Der 75-Jährige musste operiert werden und benötigt Medikamente.
07.12.2025
Schweizer Jodeln als Kulturerbe – Unesco entscheidet über Aufnahme
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Gottschalk-Ehefrau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen»