FrankreichGisèle Pelicot: Hoffe, dass Prozess Gesellschaft verändert
SDA
19.12.2024 - 14:56
Gisele Pelicot spricht, während sie den Gerichtssaal im südfranzösischen Avignon verlässt. Foto: Lewis Joly/AP/dpa
Keystone
Nach den Urteilen im Missbrauchsverfahren von Avignon hat Gisèle Pelicot die Hoffnung geäussert, dass der Prozess die Gesellschaft verändert.
Keystone-SDA
19.12.2024, 14:56
SDA
«Ich habe heute Vertrauen in unsere Fähigkeit, gemeinsam eine Zukunft in die Hand zu nehmen, in der jeder, Frau und Mann, in Harmonie, mit Respekt und in gegenseitigem Verständnis leben kann», sagte Pelicot zu Prozessende im Gericht. Sie hoffe, dass die Gesellschaft die Debatten, die während des Prozesses geführt wurden, aufgreifen konnte.
«Ich denke schliesslich an die nicht anerkannten Opfer, deren Geschichten oft im Dunkeln bleiben. Ich möchte, dass sie wissen, dass wir denselben Kampf teilen», sagte Pelicot. Auf die Frage, ob sie mit den verhängten Strafen zufrieden sei, sagte Pelicot, dass sie die Strafen respektiere.
Die Entscheidung, den Prozess öffentlich zu führen, habe sie nie bereut. «Der Prozess war eine sehr schwere Prüfung», sagte sie aber auch. Sie habe diesen Kampf auch für ihre Kinder geführt. «Es lässt mich wirklich an meine Enkelkinder denken.»
Pelicots Ex-Ehemann, der Hauptangeklagte, war in Avignon wegen schwerer Vergewaltigung zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Dominique Pelicot hatte seine damalige Frau Gisèle fast zehn Jahre lang immer wieder mit Medikamenten betäubt, missbraucht und von Dutzenden Fremden vergewaltigen lassen. 50 mitangeklagte Männer verurteilte das Gericht zu Haftstrafen zwischen 3 und 15 Jahren.
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Adamuz, 19.01.2026: Zugunglück im Süden Spaniens: Zahlreiche Tote und viele Verletzte. Nach dem schweren Eisenbahnunglück nahe Adamuz ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen.
Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
20.01.2026
Brandtragödie in Crans-Montana: Suche nach Ursache
Nach der Brandtragödie in der Silvesternacht im Nobel-Skiort Crans-Montana sind am Freitag viele Fragen offen. Politiker, Staatsanwältin und Polizei bringen ihre Erschütterung zum Ausdruck.
09.01.2026
Berlin im Dunkeln: Südwesten startet ohne Strom in die Woche
Tausende Menschen müssen am 5. Januar 2026 weiter ohne Heizung und Strom in die Woche starten – bei Schnee und eisigen Aussentemperaturen. Nach dem grossen Stromausfall wegen eines Brandanschlags bleiben mehrere Schulen geschlossen.
06.01.2026
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Brandtragödie in Crans-Montana: Suche nach Ursache
Berlin im Dunkeln: Südwesten startet ohne Strom in die Woche