81-Jähriger muss seine Tiere abgeben Hässiger Nachbar bricht deutschem «Gänse-Opa» das Herz

Andreas Fischer

19.2.2026

Ludwig Smidt setzt unter der Begleitung von zahlreichen Medienvertretern seine Gänse in ihr neues Gehege.
Ludwig Smidt setzt unter der Begleitung von zahlreichen Medienvertretern seine Gänse in ihr neues Gehege.
KEYSTONE/DPA/Lars Penning

Jahrelang stört sich niemand an seinen Tieren, dann bricht für Deutschlands «Gänse-Opa» die Welt zusammen. Der 81-Jährige muss seine Gänse abgeben – weil ein Nachbar plötzlich seine Meinung ändert.

Andreas Fischer

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  • Nach Beschwerden eines Nachbarn muss ein 81-Jähriger seine drei Gänse abgeben.
  • Deutschlands «Gänse-Opa» hatte jahrzehntelang Tiere auf seinem Hof gehalten – ohne, dass es jemanden störte.
  • Trotz rund 75'000 Unterschriften in einer Online-Petition blieben die Behörden unnachgiebig.

Das Medienecho war ziemlich gross, als Ludwig Smidt seine drei Gänse in ihr neues Gehege setzte. Monatelang hatte Deutschlands «Gänse-Opa» dafür gekämpft, seine Tiere behalten zu dürfen. Vergeblich.

Smidt ist 81 Jahre alt, am Ende fehlte ihm schlicht die Kraft, weiterzumachen. Jahrzehntelang hatte Smidt auf seinem Grundstück in einem Dorf in Ostfriesland Gänse gehalten. Niemand störte sich daran. Doch im Sommer 2025 fühlten sich Nachbarn vom Schnattern der Tiere plötzlich belästigt.

Mehr als 60 Jahre hatte es keine Probleme gegeben

Ein Nachbarschaftsstreit entbrannte, und der «Gänse-Opa» erhielt überwältigenden Zuspruch: Fast 75'000 Menschen unterstützten ihn in einer Online-Petition. Doch es half nichts: Die Behörden blieben streng. Weil Smidts Hof in einem Wohngebiet liegt, müssen die Tiere weg.

Für den Senior brach eine Welt zusammen: Mehr als 60 Jahre hatte er auf seinem Hof Gänse gehalten, dazu ein paar Hühner und Laufenten. Nie gab es Probleme. Der unerwartete Sinneswandel seines Nachbarn traf ihn hart.

Am Ende fehlte dem «Gänse-Opa» die Kraft

Smidt hatte noch überlegt, Einspruch gegen den Entscheid der Behörde einzulegen. Doch er gab seiner Gesundheit zuliebe auf: «Vor ein paar Monaten haben Ärzte vier Stunden meinen Kopf operiert. Aufregung ist Gift für mich», erklärte er bei «Bild».

Nun leben seine Gänse in «Birgits Tiergarten», einem kleinen Tierpark nur drei Kilometer vom Zuhause des «Gänse-Opas» entfernt. «Einen Zentner Weizen als Futter habe ich heute Morgen noch mitgenommen. Sie sollen es ja gut haben», sagte er traurig.