NiederlandeHafenstadt in Angst – Todesschütze von Rotterdam gefasst
SDA
3.1.2025 - 12:05
dpatopbilder - Die Polizei untersucht einen Straßenabschnitt im Stadtteil IJsselmonde, wo Patronenhülsen gefunden wurden. Foto: JOEY BREMER/ANP/dpa
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Zwei Wochen der Angst in Rotterdam und die Jagd nach einem wahllos tötenden Unbekannten sind zu Ende. Nach drei tödlichen Schussattacken hat die Polizei in der niederländischen Hafenstadt einen 24-Jährigen gefasst, den sie für alle Taten verantwortlich hält. «Es war ein Alptraum für alle Einwohner von Rotterdam, weil jemand herumlief, der wahllos Opfer suchte», sagte Staatsanwalt Hugo Hillenaar nach der nächtlichen Festnahme des mutmasslichen Täters.
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03.01.2025, 12:05
03.01.2025, 16:12
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Nach dem Aufatmen bleibt für die Fahnder aber die Suche nach dem noch unbekannten Motiv. «Wir haben noch keinen Zusammenhang gefunden zwischen den Opfern», sagte der Staatsanwalt. Noch gibt es von dem Festgenommenen keine Aussage zu seinen Beweggründen. Tag und Nacht hatte die Polizei mit Hochdruck nach dem Unbekannten gefahndet, der zuletzt am Donnerstagmorgen einen 81-Jährigen auf dem Rückweg zu seiner Wohnung niederschoss, ein Nachbar fand den Rentner in einem Blumenbeet liegend.
Schütze tötete immer im selben Stadtteil
In den beiden Wochen zuvor wurden ein 58 und ein 63 Jahre alter Rotterdamer auf der Strasse von dem Unbekannten niedergeschossen und tödlich verletzt, beide an einem abgelegenen Ort und wie der 81-Jährige im Stadtteil IJsselmonde. «Schnell war deutlich, dass es wahrscheinlich um denselben Schützen geht», sagte der Rotterdamer Polizeichef Fred Westerbeke.
Mit einem Grossaufgebot an Beamten patrouillierte die Polizei in dem Viertel, ein Hubschrauber hing in der Luft. Polizisten sprachen zahlreiche junge Männer an, die dem von der Videoüberwachung mehrfach erfassten mutmasslichen Täter ähnelten – darunter am Donnerstagabend in einem Supermarkt auch den späteren Festgenommenen, der sich zu dem Moment vollkommen ruhig verhielt. «Wahrscheinlich war er dort einfach zum Einkaufen», sagte Westerbeke.
Zugriff von Einsatzkommando auf Balkon
Wenige Stunden später verdichten sich dann aus dem Fahnder-Team die Hinweise darauf, dass es sich bei dem Mann im Supermarkt um den mutmasslichen Schützen handelt. Ein Einsatzkommando nimmt den Gesuchten auf dem Balkon einer Wohnung in Rotterdam fest. Dabei beschlagnahmt die Polizei auch eine Schusswaffe, die sie für die Tatwaffe hält – zweimal tötete der Schütze per Kopfschuss.
Mit der Festnahme endet für die Menschen in der Grossstadt eine Zeit der Unsicherheit und Angst – zuletzt hatte die Polizei die Menschen in dem Stadtteil am Donnerstagnachmittag sogar dazu aufgerufen, lieber nicht das Haus zu verlassen. «Es gab Angst in dem Viertel und Trauer um den Tod von Nachbarn», sagte die Rotterdamer Bürgermeisterin Carola Schouten. Sie sprach von «fürchterlichen Ereignissen».
Rolle von zweitem Festgenommenem noch unklar
Für Rätselraten sorgt vorerst weiter die Rolle eines 20 Jahre alten Mannes aus Amsterdam, den die Fahnder am Montag unter Tatverdacht festnahmen. Der Mann befinde sich weiter in Polizeigewahrsam wegen des Verdachts, mit den Taten etwas zu tun zu haben, sagte Staatsanwalt Hillenaar. Bei dem Mann handele es sich aber nicht um den Schützen.
Schweizer Jodeln als Kulturerbe – Unesco entscheidet über Aufnahme
Genf, 08.12.2025: Jodeln als Weltkulturerbe: Die Schweizer Tradition soll nun von der Unesco geadelt werden, mit einer Anerkennung als Kulturerbe der Menschheit. Darüber berät ein Ausschuss der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur bei einer Sitzung in Neu-Delhi. Die Entscheidung fällt bis zum 13. Dezember.
Der Eintrag in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes soll die Wertschätzung für das Jodeln stärken, heisst es vom Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, des Roothuus Gonten.
Dabei gibt es auch keine Nachwuchsprobleme. Allein im Eidgenössischen Jodlerverband sind rund 12.000 Aktive und es gibt viele freie Jodlergruppen. Jodeln soll auf Hirten zurückgehen, die sich einst zwischen weit entfernten Bergweiden so verständigt haben sollen.
11.12.2025
Gala im Kennedy Center mit Novum: Trump auf der Bühne
Washington, 08.12.2025: Donald Trump will auf die Bühne: Der US-Präsident legt in der grössten Kultureinrichtung Washingtons einen ungewöhnlichen Auftritt hin. Anstatt als Zuschauer in der Loge ist er im Kennedy Center als Moderator auf der Bühne zu sehen.
Dort werden am Sonntagabend Hollywoodstar Sylvester Stallone, die Rockband Kiss, die Sängerin Gloria Gaynor, der Country-Musiker George Strait und Musical-Schauspieler Michael Crawford für ihre künstlerischen Lebenswerke ausgezeichnet.
Bereits am Vortag verleiht ihnen Trump im Weissen Haus Medaillen. Da kündigt er bereits an, dass er als erster Präsident überhaupt bei der Verleihungsgala im Kennedy Center Gastgeber sein werde. Trump sagt, er moderiere auf Wunsch eines bestimmten Fernsehsenders. Am 23. Dezember wird die Gala vom US-Sender CBS ausgestrahlt.
09.12.2025
Gottschalk-Ehefrau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen»
München, 02.12.2025: Thomas Gottschalk hat Krebs. Das enthüllt der Moderator nach Diskussionen um seine jüngsten Bühnenauftritte in einem Interview mit der «Bild»-Zeitung.
Darin äussert sich auch seine Frau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen», sagt sie.
Anfang Juli dieses Jahres habe sie geahnt, dass irgendwas nicht mit ihrem Mann stimme: «Thomas wurde zusehends stiller und blasser und musste öfter zur Toilette. So kannte ich ihn nicht.» Sie habe ihm dann einen Termin in einem Münchner Klinikum besorgt.
Die Diagnose: Ein sehr seltener und bösartiger Tumor, der sich aus den Zellen entwickelt und die Blutgefässe auskleidet. Der 75-Jährige musste operiert werden und benötigt Medikamente.
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