Hahn tötet bei illegalem Kampf offenbar seinen Besitzer

dpa/tafi

28.2.2021 - 15:16

epa07836341 Cocks kick each other in mid-air during a bout at a cockfighting pit on the outskirts of Bangkok, Thailand, 01 September 2019 (issued 12 September 2019). In Thailand, were the tradition of cockfighting enjoys a legal status, vast sums of money change hands not only on fight day but also among breeders. The highest recorded price tag paid for a rooster exceeded 5 million THB (148,000 euro). Although fighting birds in Thailand can inflict damage with their beaks and front claws, regulations stipulate that they must have their back spur (claw) gloved to prevent serious injuries to their opponents, unlike illegal cockfighting in other countries where oftentimes blades or knives are attached to the claws resulting almost always in the death of a bird. EPA/DIEGO AZUBEL ATTENTION: This Image is part of a PHOTO SET
Nachdem er vor einen illegalen Hahnenkampf von seinem eigenen Tier attackiert wurde, ist ein 45-jähriger Mann in Indien gestorben. (Symbolbild)
KEYSTONE

Bei einem illegalen Hahnenkampf in Indien tötet eines der Tiere seinen Besitzer. Der Hahn hatte eine fast acht Zentimeter lange Klinge an sein Bein gebunden.

Bei der Vorbereitung auf einen illegalen Hahnenkampf geriet eines der Tiere in Panik: Der Hahn sei hochgeflattert und habe seinem Besitzer dabei in die Leistengegend gestochen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der 45-Jährige habe stark zu bluten begonnen und sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.

Der Zwischenfall ereignete sich bereits vergangene Woche in der kleinen Ortschaft Lothunur im indischen Staat Telangana. Dort und in den Nachbarprovinzen Andhra Pradesh, Tamil Nadu und Karnataka sind Hahnenkämpfe nach wie vor sehr beliebt, obwohl sie eigentlich seit 1960 in ganz Indien verboten sind.

Tierschutzorganisatoren fordern seit langem, dass das Verbot besser kontrolliert wird. Oft werden Hahnenkämpfe bei hinduistischen Festen abgehalten, die Zuschauer wetten dabei Geld darauf, welcher Hahn den anderen tötet oder in die Flucht schlägt.

Ein Polizeibeamter sagte, nach dem Todesfall werde nach den Organisatoren des Hahnenkampfs gesucht. Bei einer Verurteilung drohen ihnen bis zu zwei Jahre Haft. Der Hahn wurde aufs Polizeirevier mitgenommen, bevor er auf einer Geflügelfarm untergebracht wurde. Möglicherweise brauche man ihn für das Gerichtsverfahren, sagte der Polizist. Fotos von dem angebundenen Hahn, der am Polizeirevier Körner pickte, machten im Internet die Runde.

Todesfälle bei Hahnenkämpfen in Indien gibt es immer wieder. Im vergangenen Jahr war ein Mann in Andhra Pradesh ums Leben gekommen, als die Klinge am Fuss eines Hahns ihn am Hals traf. 2010 durchtrennte ein anderer Hahn die Halsvene seines Besitzers in Westbengalen und tötete ihn dadurch.

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