Paar macht in krokodilverseuchtem Sumpfgebiet auf sich aufmerksam

uri

18.4.2019

Aus der Luft konnte das im Marschland feststeckende Paar entdeckt werden.
Bild: Western Australian Police

Ein junges Paar steckt 26 Stunden lang in einem von Salzwasserkrokodilen besiedelten Sumpfgebiet in Nordaustralien fest. Dann machen sie es wie Tom Hanks in « Cast Away – Verschollen». Ihr riesiges «Help» im Schlamm wird gesehen.

Shantelle Johnson (18) und ihr Partner Colen Nulgit (20) befanden sich auf einem Angeltrip im rund 570 Quadratkilometer grossen Keep River National Park in Nordaustralien, als sie ihr Auto hoffnungslos im Marschland  festsetzten.

Zunächst planten sie, gemeinsam mit ihren Hundewelpen Ace im Auto zu verbringen, doch mit steigendem Wasser wuchs auch ihre Angst, dass sich die gefährlichen Salzwasserkrokodile um sie scharen könnten.

Die Nahrung war knapp

Nachdem sie dann auch noch mehrere der Tiere entdeckten, die etwa zwischen fünf und sechs Meter lang waren, unternahmen sie noch einmal Anstrengungen, ihr Auto freizubekommen: «Wir versuchten zu graben und Gegenstände unter die Reifen zu legen, aber der Wagen liess sich nicht bewegen», sagte Shantelle dem Sender ABC Australia.

Da die Australier auch nur wenig Nahrungsmittel bei sich hatten, wuchsen ihre Sorgen mit jeder Stunde. In der Hoffnung, aus der Luft entdeckt zu werden, machten Johnson und Nulgit schlliesslich ein Feuer und gruben ein grosses «Help» in den Schlamm, dazu einen Pfeil, der auf ihr Auto verwies.

Nach 26 Stunden kam die Rettung

Die Angehörigen der beiden waren zum Glück informiert, dass sie sich im nicht gerade kleinen Nationalpark befanden. Nachdem sie kein Lebenszeichen bekamen, alarmierten sie die Behörden. Nach 26 Stunden wurden die im Sumpf gestrandeten Australier schliesslich von einem Suchflugzeug entdeckt und daraufhin gerettet.

Ein an der Rettung beteiligter Polizist meinte: «Diese Geschichte hätte ganz anders ausgehen können, wenn sie nicht so auf sich aufmerksam gemacht hätten.» Erleichtert und überglücklich zeigte sich Colen Nulgit: «Ich bin nur noch dankbar gegenüber jenen, die bei der Suche nach uns geholfen haben», sagte er dem Sender CNN. «Wir hatten ziemliches Glück, dass wir das überlebt haben und da rausgekommen sind.»

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