Hitze Hitzeschäden an SBB-Bahngeleisen

SDA

24.7.2019 - 21:37

Hitze hat den SBB-Gleisen auch am Mittwoch zugesetzt. 
Hitze hat den SBB-Gleisen auch am Mittwoch zugesetzt. 
Source: Keystone/Christian Beutler (Symbolbild)

Das SBB-Netz hatte am heissesten Tag des Jahres erneut zu leiden. In mehreren Regionen gab es Gleisschäden.

Der bisher heisseste Tag des Jahres hat dem SBB-Netz erneut zugesetzt. Im Zürcher Oberland, im Kanton Aargau bei Brugg und im Raum Genf gab es Gleisschäden.

Das sagte SBB-Sprecher Raffael Hirt am Mittwochabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zu Meldungen der Bahnverkehrsinformation. Ab dem frühen Abend und bis Betriebsschluss unterbrochen war eine S-Bahn-Strecke im Kanton Zürich, zwischen Pfäffikon ZH und Wetzikon im Zürcher Oberland.

Störung im Kanton Aargau

Um etwa 20.30 Uhr wurde auch aus dem Kanton Aargau zwischen Wildegg und Brugg eine Störung gemeldet. Als Ursache werde auch bei diesem Gleisschaden Hitze vermutet, sagte Hirt. Wie lange die Reparaturen auf der Aargauer Strecke dauern würden, war am Abend offen.

Bereits am Mittag hatte es die Bahnstrecke zwischen Meyrin und La Plaine im Kanton Genf getroffen. Zwischen 12 Uhr und 15.15 Uhr hätten keine Regionalzüge verkehren können, sagte Hirt. In dieser Region hatte die Hitzewelle von Ende Juni/Anfang Juli zu Schäden geführt; unter anderem konnten damals TGV-Züge nicht verkehren.

Dass sich die Schienen erst am Abend eines heissen Tages verformen, ist nach Angaben von Hirt darauf zurückzuführen, dass sie die Wärme des Tages speichern. Die neusten hitzebedingten Bahnstörungen hätten für die Bahnreisenden keine grösseren Auswirkungen gehabt, sagte der SBB-Sprecher.

Massnahmen im Test

Bei Bedarf werden die Schienen der SBB an heissen Tagen mit Wasser gekühlt. Dieses wird bei Bedarf aus einem Tankwagen auf die Gleise gesprüht. Wo und wann gekühlt wird, werde jeweils auf Grund von Lagebeurteilungen situativ entschieden, hiess es Ende Juni.

Zudem prüfen die SBB Massnahmen, um ihre Schienen hitzeresistenter zu machen. Eine davon ist, Schienen seitlich mit weisser Farbe zu bemalen. Studien zeigen laut SBB, dass solche weissen Schienen bis zu sieben Grad kühler bleiben. Aktuell laufen bei den SBB entsprechende Tests.

Eine andere Massnahme, die bei den SBB derzeit geprüft wird, ist die Erhöhung der Neutralisierungstemperatur der Schienen. Darunter versteht man jene Temperatur, auf die eine Schiene erhitzt wird, bevor sie im Gleisbett verschweisst wird. Mit einer Erhöhung sollen die temperaturbedingten Kräfte minimiert werden.


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