In dieser Brandruine starben sechs Menschen

Silvana Guanziroli

26.11.2018

Es ist eine der grössten Brandkatastrophen der Schweiz. Sechs Menschen sterben in der Nacht auf Montag in einem Wohnhaus in Solothurn. In der Brandruine suchen die Ermittler nun nach der Ursache. 

Das Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses in Solothurn ist ausgebrannt. An der Hausfassade sind Spuren der schlimmen Tragödie von letzter Nacht zu sehen. Wenige Stunden nach der Brandkatastrophe sind die Ermittler von  Feuerwehr und Polizei auf der Spur nach dem Auslöser. Doch noch fehlen ihnen wichtige Informationen. «Wir sind derzeit daran, die Identität der Verstorbenen zu klären», sagt Andreas Mock, Leiter Medienstelle der Kantonspolizei Solothurn. «Wir konnten noch nicht genau eruieren, wer genau in dem Haus gelebt hat.»



Sicher scheint: Der Brand muss im Erdgeschoss ausgebrochen sein. Das zeigen die Spuren im und am Haus und davon gehen auch die Feuerwehrleute vor Ort aus. Darüber hinaus möchten sich die Brandermittler nicht äussern. «Zum jetzigen Zeitpunkt schliessen wir nichts aus», sagt Mock vor Ort zu den Medien. «Unsere Spezialisten haben ihre Ermittlungen aufgenommen und suchen nach dem Brandherd und den Ursachen.»

Schlimme Szenen am Unglücksort

Der Solothurner Stadtpräsident Kurt Fluri (FDP) sagte gegenüber «20 Minuten», er sei tief betroffen. «Es tut mir furchtbar leid. Ich bin bei den Angehörigen und hoffe, dass die Verletzten schnell gesund werden.» Es habe sich eigentlich um einen kleineren Brand gehandelt. «Der Rauch war das Problem. Ihm konnte man nicht entkommen», so Fluri.

Während der Katastrophe haben sich am Unglücksort schlimme Szenen abgespielt. «Einige sind offenbar aus dem Fenster gesprungen», so Fluri. Das bestätigt auch der Bruder eines Anwohners gegenüber «Bluewin». «Er hat knapp überlebt und liegt verletzt im Spital», erzählt er. Neben den Blessuren stehe er unter Schock. «Er musste Schlimmes mitansehen. Er sah, wie eine Frau ihr Kind aus dem Fenster warf.»

Für sechs Personen kam in der Nacht jede Hilfe zu spät. Unter ihnen sind auch Kinder. Für die Angehörigen und die Retter stehen Care-Teams zur Verfügung.

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