Toter Wal vor Insel Anholt Dänische Behörde bestätigt: Es ist «Timmy» − Tracker gefunden

dpa

16.5.2026 - 16:33

Ein toter Wal liegt vor der dänischen Insel Anholt. Ist es der als «Timmy» bekannte Ostsee-Buckelwal? Proben sollen Gewissheit bringen – doch das Ergebnis könnte auf sich warten lassen.

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  • Vor der dänischen Insel Anholt wurde ein toter Buckelwal entdeckt.
  • Bei dem Tier wurde ein Tracker gefunden - Timmy wurde ein solcher bei seiner Freilassung angepinnt.
  • Es handele sich tatsächlich um Timmy, bestätigten nun die Behörden.

Ist er es oder ist er es nicht? Nachdem ein in der Ostsee gestrandeter Buckelwal wochenlang die Schlagzeilen beherrschte, taucht knapp zwei Wochen nach seinem riskanten Abtransport Richtung Nordsee und der umstrittenen Freilassung vor der dänischen Küste ein toter Wal auf. Handelt es sich dabei um den als «Timmy» bekannten Ostsee-Wal?

Es handele sich tatsächlich um Timmy, bestätigten nun die Behörden. An dem Tier sei ein bei seiner Freilassung angebrachter Tracker gefunden worden, teilen das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern und die dänische Umweltbehörde mit.

Möwen picken am Kadaver herum

Es gebe momentan keine Pläne, den Wal-Kadaver zu entfernen, sagte Morten Abildstrøm von der Naturschutzbehörde. Da er weit vom Strand entfernt liege, störe er niemanden, meinte er und fügte hinzu, dass sich derzeit mehrere Dutzend Möwen an dem toten Tier satt ässen. Zahlreiche Möwen tummelten sich seit der Strandung am Donnerstag um das Tier und pickten an dem etwa 75 Meter vor dem Strand liegenden Kadaver herum.

Die dänische Umweltbehörde forderte die Menschen auf der Insel dazu auf, sich von dem Wal-Kadaver fernzuhalten, schrieb die Zeitung «Ekstra Bladet». Eventuelle Krankheitserreger könnten demnach von dem toten Tier auf Menschen übertragen werden. Ausserdem bestehe die Gefahr, dass der Wal aufgrund von Fäulnisgasen explodiere.

Wochenlanger Rummel um den Wal

Der vor der deutschen Küste gestrandete Buckelwal hatte wochenlang Schlagzeilen gemacht. Der mehrmals an der Küste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Wal war von der privaten Initiative mit Hilfe eines Lastkahns ins offene Meer gebracht und am 2. Mai etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak ausgesetzt worden.

Nach seiner Freilassung blieb unklar, was mit dem Wal geschah. Auch rund zwei Wochen nach dem Aussetzen gab es keine bekannten oder gesicherten Daten dazu, wo sich das Tier befand. Expert*innen von Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.

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16.05.2026