Kurioser Fall im Tessin Mann stempelt in italienischem Rathaus ein, geht aber in der Schweiz arbeiten

SDA

14.5.2026 - 15:28

Ein Angestellter eines Rathauses in Italien hatte gleichzeitig zwei Jobs. (Symbolbild)
Ein Angestellter eines Rathauses in Italien hatte gleichzeitig zwei Jobs. (Symbolbild)
sda

In Italien sorgt ein ungewöhnlicher Fall für Aufsehen: Ein Beamter soll sich im Rathaus eingestempelt und danach zu einem Job im Tessin gefahren sein.

Keystone-SDA

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  • Ein Mann, der bei einer Gemeinde angestellt ist, aus der Region Varese soll während seiner Arbeitszeit unerlaubt in der Schweiz gearbeitet haben.
  • Er stempelte sich im Rathaus ein und fuhr danach zu einem Job im Tessin.
  • Insgesamt werden ihm 18 unrechtmässige Absenzen vorgeworfen. 
  • Die Ermittlungen wurden von der italienischen Finanzpolizei geführt und von der Staatsanwaltschaft koordiniert. Dem Mann drohen nun rechtliche Konsequenzen.

Ein Gemeindeangestellter im italienischen Varesotto ist angezeigt worden, weil er während seiner Arbeitszeit in der Schweiz gearbeitet haben soll. Laut Ermittlungen stempelte er zunächst im Rathaus ein und fuhr anschliessend zu seinem Job im Kanton Tessin.

Dem Mann werden 18 ungerechtfertigte Absenzen vorgeworfen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Der Mitarbeiter des Unterhaltsdienstes für öffentliche Grünanlagen erhielt demnach bereits die Mitteilung über den Abschluss der Voruntersuchung.

Durch den Abgleich von Kameraaufnahmen und Telefondaten konnten die Ermittler die Bewegungen des untreuen Angestellten rekonstruieren. Laut Anklage fuhr der Mann mit einem Gemeindefahrzeug zum Rathaus, um seine Anwesenheit zu registrieren. Danach stellte er das Fahrzeug bei der Gemeinde ab und reiste mit seinem Privatwagen in die Schweiz weiter – obwohl er offiziell als im Dienst erfasst war.

Die Ermittlungen wurden von der Staatsanwaltschaft Varese koordiniert und von der Finanzpolizei in Luino am Lago Maggiore geführt – unter anderem mit Observationen und Überwachungskameras.


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