Dicker Fisch: Kapo OW geht «Angelrutendieb» ins Netz

Philipp Dahm

6.8.2018

Der Kapo OW entgeht nichts, wie neben diesem Bild auch ein neuer Fischerei-Fall belegt.
Symbolbild: Keystone

Die Meldung des Tages kommt aus Obwalden: Der Kapo ist ein Schlag gegen einen organisierten Fischereibedarf-Verbrecher gelungen.

Die ganze Schweiz kämpft dieser Tage mit Problemen. Da wäre etwa eine Walliser Gemeinde, die keine Mittel scheut, um ihr eigenes Aussterben zu verhindern. Oder die Thurgauer, denen das Wasser bis zum Hals steht. Naja, oder eben nicht: Weil die Trockenheit aktuell aus dem Bodensee eine Bodenpfütze macht, muss dort der Hahn zugedreht werden.

Die ganze Schweiz kämpft mit Problemen? Nein! Ein von unbeugsamen Obwaldnern bewohnter Kanton hat der Gerechtigkeit mal wieder zum Sieg verholfen. Was wackere Innerschweizer wohl für Sorgen haben könnten, fragen Sie sich? Die Antwort: «Im Kanton Obwalden sind in den letzten Monaten Fischereiartikel gestohlen worden.»

Dicker Fisch ins Netz gegangen

Entwendeter Angelbedarf und möglicher Mundraub: Diese Nachricht muss erstmal verdaut werden, da muss selbst der Vegetarier schlucken! Ist denn heute nichts mehr heilig? Zum Glück folgte die Entwarnung: «Die Polizei hat einen möglichen Täter festnehmen und einen Teil der als gestohlen gemeldeten Utensilien bei einer Hausdurchsuchung sicherstellen können.»

Die Ordnungsmacht hat in diesem Fall wohl lange im Trüben fischen müssen, wie die Pressemitteilung verrät. Immerhin hat der Tunichtgut über mehrere Monate sein Unwesen getrieben, wie ihm die Polizei vorwirft. Und dabei hat er nicht nur dicke Fische an Land gezogen, sondern auch vor dem Beifang nicht halt gemacht: Dieser Hecht im Karpfenteich des Angelsports liess neben Ruten auch «Rollen, Köder oder Wobbler» mitgehen.

Köder geschluckt – Haus durchsucht

Wie dieser Kerl der Kapo OW ins Netz ging, entzieht sich leider unserer Kenntnis. Wichtig ist ohnehin bloss, dass der Unbekannte angebissen hat – und dass Obwaldner Fischerei-Freunde beim Nachtangeln endlich wieder ruhig schlafen können. Und weil Gerechtigkeit siegt, bekommt der eine oder andere womöglich zurück, was verloren schien: Bei «einer Hausdurchsuchung stellte die Polizei einen Teil der als gestohlen gemeldeten Artikel sicher.»

Zielsicher: Der Kapo OW hat einen Angelrutendieb an Land gezogen.
Symbolbild: Keystone

Das Fazit des Obwaldner Anglerfreundes: «Ente gut, alles gut!» Wenn da nicht diese eine ungeklärte und quälende Frage wäre, auf die es auch auf Nachfrage der Nachrichtenagentur sda keine Antwort gab: «Zum Motiv konnte die Polizei noch keine Angaben machen.» Das lässt natürlich Raum für Spekulationen. Bleibt der Gefasste vielleicht stumm, weil er nur ein kleiner Fisch ist? Quasi bloss die Spitze des Eisberges?

Tatsächlich scheint es zu früh für eine Entwarnung zu sein, bevor nicht auch die Hintermänner endlich dingfest gemacht werden. Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie jeder weiss. Deshalb unser Appell an alle Angler in diesem Land: Seid wach, wehrhaft und willens, wenn ihr eure Rute auswerft. Petri Dank!

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