AktuellKarneval in Brasilien: Freude in Rio, Unwetter und Tote in São Paulo
SDA
20.2.2023 - 17:06
Tänzer der Sambaschule Mangueira bei einer Parade während der Karnevalsfeierlichkeiten im Sambadrom in Rio de Janeiro. Foto: Bruna Prado/AP/dpa
Keystone
Überschwängliche Freude neben Katastrophenstimmung in Brasilien: Während in Rio die besten Sambaschulen bei den weltberühmten Umzügen im Sambodrom begeisterten, trauerte São Paulo um mindestens 36 Menschenleben, die Überschwemmungen und Erdrutsche am Karnevalswochenende forderten. Allein in São Sebastião im Südosten des Landes starben 35 Menschen. Ein weiterer Todesfall wurde aus Ubatuba gemeldet.
Keystone-SDA
20.02.2023, 17:06
SDA
Mehr als 500 Rettungskräfte waren im Einsatz, wie die Regierung des Bundesstaates São Paulo am Montag mitteilte. Sie suchten unter anderem mit Hilfe von Hubschraubern nach weiteren Opfern, die vermisst wurden. Schwere Regenfälle hatten seit Samstag Überschwemmungen und Erdrutsche an der Atlantikküste des Bundesstaates verursacht. Gouverneur Tarcísio de Freitas rief in São Sebastião und weiteren betroffenen Gemeinden den Notstand aus. Einige Städte sagten die jährlichen Karnevalsfeiern ab.
Mehr als 1700 Menschen verliessen oder verloren den Angaben zufolge ihr Zuhause, einige Strassen seien blockiert. Laut Medienberichten waren auch Kinder unter den Toten. In der betroffenen Region habe es besonders starke Regenfälle gegeben. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva kündigte auf Twitter an, am Montag die Gebiete zu besuchen.
Inmitten des traurigen Geschehens habe es aber auch «zwei Wunder» gegeben, twitterte die Regierung von São Paulo. Ein verschüttetes zweijähriges Kind sowie eine schwangere Frau in den Wehen und ihr Baby seien gerettet worden.
Bei einem Vorfall am Rande der Karnevalsfeiern in der Metropolregion von Rio de Janeiro kamen unterdessen nach Angaben der Polizei mehrere Menschen ums Leben. Als sich ein Umzug der Karnevalsgruppe «Bloco das Piranhas» am Sonntag gegen 23.00 Uhr aufgelöst habe, sei es möglicherweise zu einer Auseinandersetzung gekommen, teilte die Gemeinde Magé mit, die nordöstlich von der Stadt Rio liegt. Dabei sei auch ein Polizist beteiligt gewesen. Es habe Tote und Verletzte gegeben, hiess es. Die Polizei sprach in einer Mitteilung von einem «Tumult mit Angeschossenen». Etwa 19 Personen seien verletzt worden, nachdem zwei Personen Schüsse abgegeben haben sollen. Genauere Angaben lagen zunächst nicht vor. Die Karnevalsfeiern in Magé wurden vorerst unterbrochen.
Der Karneval von Rio gilt als «grösste Party der Welt». Nachdem er in den vergangenen zwei Jahren wegen der Corona-Pandemie gar nicht oder nur mit Einschränkungen gefeiert worden war, kamen die Feierlichkeiten in diesem Jahr in all ihren Facetten zurück.
Die Sambaschulen «Império Serrano» und «Grande Rio» würdigten dabei im Sambodrom am Sonntagabend (Ortszeit) Samba-Komponisten und -Musiker, die «Unidos da Tijuca» erzeugte einen historischen Spezialeffekt, als erstmals bei einem Umzug die Lichter ausgingen und nur der erste Wagen erleuchtet blieb. Die «Blocos» genannten Karnevalsgruppen bilden seit jeher einen parallelen Karneval zu den streng reglementierten Umzügen im Sambodrom, bei denen eine Jury Noten vergibt.
Schüsse an Schule in Kanada: Mehrere Tote, viele Verletzte
Tumbler Ridge, 11.02.2026:
Schüsse an weiterführender Schule
Eine Person hat in Kanada zehn Menschen
getötet und etwa zwei Dutzend weitere verletzt
Polizei in Provinz British Columbia:
Unter den Toten sei auch eine Frau, die nach ersten
Erkenntnissen als Tatverdächtige gelte
Wahrscheinlich zwei Tatorte
Zunächst werden sieben Leichen in der Schule,
an einem zweiten Ort zwei weitere Tote gefunden
Polizei ermittelt auf Hochtouren
Über den Hintergrund der Tat und das mögliche
Motiv des Schützen ist zunächst nichts bekannt
Laut dem TV-Sender CBC kennt die Polizei die
Identität der mutmasslichen Täterin inzwischen
12.02.2026
Epstein-Skandal: Kronprinzessin bittet um Verzeihung
Oslo, 06.02.2026: Mette-Marit entschuldigt sich: Im Skandal um die Freundschaft von der Kronprinzessin mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wartet ganz Norwegen seit Tagen auf eine Reaktion der Königsfamilie.
Am Freitag ist es dann so weit – in Form einer schriftlichen Mitteilung:
«Es ist mir wichtig, mich bei allen zu entschuldigen, die ich enttäuscht habe», zitiert das Königshaus die Kronprinzessin darin. «Teile des Inhalts der Nachrichten zwischen Epstein und mir repräsentieren nicht den Menschen, der ich gerne sein möchte.»
Sie bedaure auch die Situation, in die sie das Königshaus – besonders König Harald V. und Königin Sonja – gebracht habe.
In E-Mails sollen sich die Kronprinzessin und der Sexualstraftäter über mehrere Jahre zu privaten Themen ausgetauscht haben – nachdem Epstein bereits zum ersten Mal verurteilt worden war und eine Haftstrafe abgesessen hatte. In den kürzlich veröffentlichten Akten zu dem Fall taucht ihr Name mehrere Hundert Male auf.
09.02.2026
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Adamuz, 19.01.2026: Zugunglück im Süden Spaniens: Zahlreiche Tote und viele Verletzte. Nach dem schweren Eisenbahnunglück nahe Adamuz ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen.
Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
20.01.2026
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