ItalienKeine Entwarnung für sizilianische Stadt nach Erdrutsch
SDA
29.1.2026 - 15:23
dpatopbilder - In dem Dorf Niscemi ist ein Auto vor einem durch einen Erdrutsch entstandenen Abgrund zu sehen. Nach schweren Unwettern auf Sizilien hat sich in einer Stadt ein massiver Erdrutsch gebildet. Foto: Andrea Petrelli/IPA via ZUMA Press/dpa
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Die Lage in der von einem massiven Erdrutsch bedrohten Stadt Niscemi im Südwesten der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien spitzt sich weiter zu.
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29.01.2026, 15:23
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Eine wegen der Gefahr vor weiteren Abbrüchen ausgewiesene Sicherheitszone weitet sich wegen des immer noch voranschreitenden Erdrutsches weiter ins Zentrum der Kleinstadt aus, sagte der Chef des italienischen Zivilschutzes, Fabio Ciciliano, im Fernsehen. Die Lage vor Ort sei kritisch.
Auf einer Distanz von 150 Metern zur Abbruchkante wurden alle Häuser evakuiert. Das Gebiet wurde zur sogenannten roten Zone erklärt, die von niemandem betreten werden darf – nicht einmal von ehemaligen Anwohnern oder Feuerwehrleuten. «Der Erdrutsch ist weiterhin aktiv», sagte Ciciliano.
Er erklärte weiter: «Die Sicherheitszone weitet sich immer weiter aus, wenn der vordere Rand des Erdrutsches immer weiter in die Stadt hineinreicht.» Auf Bildern ist zu sehen, wie Wohnhäuser regelrecht am Abgrund stehen, bei einigen dürfte es nicht lange dauern, bis sie in den Abhang heruntergerissen werden. Eine insgesamt vier Kilometer lange Front droht abzusinken.
Mehr als 1.500 Menschen schon evakuiert
Seit dem Wochenende sackt der Boden in Teilen des Gebiets von Niscemi im Süden der italienischen Mittelmeerinsel ab. Der äussere Teil der Stadt steht direkt am Abhang und droht weiter abzurutschen. Mehr als 1.500 Menschen mussten laut Behörden bereits ihre Häuser verlassen. Viele von ihnen werden wohl auch nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren können.
Die Situation vor Ort wird von den Behörden als kritisch eingestuft. «Ich gebe nur eine Zahl, die das Ausmass veranschaulichen kann. Im Moment sprechen wir von einer Erdrutschmasse von etwa 350 Millionen Kubikmetern», sagte Ciciliano.
Experten zufolge hatte sich die Erde in dem Ort infolge heftiger Regenfälle wie ein Schwamm vollgesogen. Am Wochenende gab der Boden am Rand der Stadt dann nach und sackte ab. Wegen der erwarteten weiteren Regenfälle ist die Gefahr von weiteren Abbrüchen nicht gebannt und die Sorge vor Ort gross.
Unwetternotstand im Süden Italiens ausgerufen
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni besuchte am Mittwoch Niscemi. Sie flog zunächst mit dem Hubschrauber über das Katastrophengebiet, um sich nach eigenen Worten ein Bild von der Situation zu machen. Anschliessend traf sie den sizilianischen Regionalpräsidenten Renato Schifani sowie Beschäftigte der Feuerwehr, des Zivilschutzes und weiterer Gemeindebehörden.
Sizilien war in den vergangenen Tagen von Unwettern mit starken Regenfällen heimgesucht worden. Auch Sardinien und der Süden des italienischen Festlandes waren betroffen. Die Behörden beziffern den Schaden allein für Sizilien auf 1,5 Milliarden Euro. Am Montag rief die Regierung in Rom für die betroffenen Regionen den Unwetternotstand aus.
Der Fokus liegt derzeit jedoch auf der Kleinstadt Niscemi im Süden Siziliens. Es ist nicht das erste Naturereignis dieser Art in der Gegend. 1997 waren bei einem Erdrutsch schon Teile der Stadt verschwunden. Viele Einwohner von Niscemi erleben dieser Tage erneut den Alptraum von vor etwa 29 Jahren.
Epstein-Skandal: Kronprinzessin bittet um Verzeihung
Oslo, 06.02.2026: Mette-Marit entschuldigt sich: Im Skandal um die Freundschaft von der Kronprinzessin mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wartet ganz Norwegen seit Tagen auf eine Reaktion der Königsfamilie.
Am Freitag ist es dann so weit – in Form einer schriftlichen Mitteilung:
«Es ist mir wichtig, mich bei allen zu entschuldigen, die ich enttäuscht habe», zitiert das Königshaus die Kronprinzessin darin. «Teile des Inhalts der Nachrichten zwischen Epstein und mir repräsentieren nicht den Menschen, der ich gerne sein möchte.»
Sie bedaure auch die Situation, in die sie das Königshaus – besonders König Harald V. und Königin Sonja – gebracht habe.
In E-Mails sollen sich die Kronprinzessin und der Sexualstraftäter über mehrere Jahre zu privaten Themen ausgetauscht haben – nachdem Epstein bereits zum ersten Mal verurteilt worden war und eine Haftstrafe abgesessen hatte. In den kürzlich veröffentlichten Akten zu dem Fall taucht ihr Name mehrere Hundert Male auf.
09.02.2026
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Adamuz, 19.01.2026: Zugunglück im Süden Spaniens: Zahlreiche Tote und viele Verletzte. Nach dem schweren Eisenbahnunglück nahe Adamuz ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen.
Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
20.01.2026
Brandtragödie in Crans-Montana: Suche nach Ursache
Nach der Brandtragödie in der Silvesternacht im Nobel-Skiort Crans-Montana sind am Freitag viele Fragen offen. Politiker, Staatsanwältin und Polizei bringen ihre Erschütterung zum Ausdruck.
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