KuriosesKI hat Vorurteile gegenüber Texten aus China
SDA
10.11.2025 - 08:47
KI-SPrachmodelle bewerten Texte von chinesischen Autoren schlechter als Texte von Autoren anderer Länder. Das betrifft selbst die chinesische KI "Deepseek". (Symbolbild)
Keystone
Künstliche Intelligenz ist gegenüber Texten chinesischer Autoren stark voreingenommen. Sobald KI-Sprachmodelle erfahren, dass der Autor eines Textes aus China stammt, bewerten sie laut einer neuen Schweizer Studie einen sonst identischen Text deutlich schlechter.
Keystone-SDA
10.11.2025, 08:47
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Solche versteckten Verzerrungen könnten zu ernsthaften Problemen führen, wenn KI für die Moderation von Inhalten, die Einstellung von Personal, akademische Reviews oder den Journalismus eingesetzt werde, befürchten die Studienautoren der Universität Zürich (UZH) laut einer Mitteilung der Universität vom Montag.
Für die Studie, die in der Fachzeitschrift «Science Advances» veröffentlicht wurde, untersuchte das Zürcher Forschungsteam vier weit verbreitete KI-Modelle: OpenAI o3-mini, Deepseek Reasoner, xAI Grok 2 und Mistral.
Die Forschenden liessen die Modelle 50 Aussagen zu kontroversen Themen wie Impfpflicht, Geopolitik und Klimapolitik bewerten. Insgesamt kamen so 192’000 Bewertungen zustande, teils ohne Quellenangabe, teils mit einer fiktiven menschlichen oder KI-Autorenschaft.
Auch Deepseek ist nicht pro-chinesisch
Die Resultate zeigen ein klares Muster: Solange die Modelle nicht wissen, wer hinter einem Text steht, stimmen ihre Bewertungen zu über 90 Prozent überein.
Anders sieht es aus, sobald eine Quelle genannt wird. Wird ein Text einer Person aus China zugeschrieben, sinken die Zustimmungswerte aller vier Modelle teils drastisch, selbst wenn Inhalt und Argumentation unverändert bleiben. Diese Voreingenommenheit zeigte laut der UZH auch das chinesische KI-Modell Deepseek.
Besonders stark fiel die Verzerrung bei geopolitischen Themen auf, etwa bei Fragen zur Souveränität Taiwans. Deepseek reduzierte in einzelnen Fällen seine Zustimmung um bis zu 75 Prozent.
Um Fehleinschätzungen zu vermeiden, empfehlen die Autoren, KI-Tools grundsätzlich ohne Angaben zur Autorenschaft zu füttern, Bewertungen nach Möglichkeit mit einem zweiten Modell zu überprüfen und klare, inhaltlich orientierte Kriterien vorzugeben. Zudem sei weiterhin eine menschliche Kontrolle unverzichtbar.
Schweizer Jodeln als Kulturerbe – Unesco entscheidet über Aufnahme
Genf, 08.12.2025: Jodeln als Weltkulturerbe: Die Schweizer Tradition soll nun von der Unesco geadelt werden, mit einer Anerkennung als Kulturerbe der Menschheit. Darüber berät ein Ausschuss der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur bei einer Sitzung in Neu-Delhi. Die Entscheidung fällt bis zum 13. Dezember.
Der Eintrag in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes soll die Wertschätzung für das Jodeln stärken, heisst es vom Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, des Roothuus Gonten.
Dabei gibt es auch keine Nachwuchsprobleme. Allein im Eidgenössischen Jodlerverband sind rund 12.000 Aktive und es gibt viele freie Jodlergruppen. Jodeln soll auf Hirten zurückgehen, die sich einst zwischen weit entfernten Bergweiden so verständigt haben sollen.
11.12.2025
Gala im Kennedy Center mit Novum: Trump auf der Bühne
Washington, 08.12.2025: Donald Trump will auf die Bühne: Der US-Präsident legt in der grössten Kultureinrichtung Washingtons einen ungewöhnlichen Auftritt hin. Anstatt als Zuschauer in der Loge ist er im Kennedy Center als Moderator auf der Bühne zu sehen.
Dort werden am Sonntagabend Hollywoodstar Sylvester Stallone, die Rockband Kiss, die Sängerin Gloria Gaynor, der Country-Musiker George Strait und Musical-Schauspieler Michael Crawford für ihre künstlerischen Lebenswerke ausgezeichnet.
Bereits am Vortag verleiht ihnen Trump im Weissen Haus Medaillen. Da kündigt er bereits an, dass er als erster Präsident überhaupt bei der Verleihungsgala im Kennedy Center Gastgeber sein werde. Trump sagt, er moderiere auf Wunsch eines bestimmten Fernsehsenders. Am 23. Dezember wird die Gala vom US-Sender CBS ausgestrahlt.
09.12.2025
Gottschalk-Ehefrau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen»
München, 02.12.2025: Thomas Gottschalk hat Krebs. Das enthüllt der Moderator nach Diskussionen um seine jüngsten Bühnenauftritte in einem Interview mit der «Bild»-Zeitung.
Darin äussert sich auch seine Frau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen», sagt sie.
Anfang Juli dieses Jahres habe sie geahnt, dass irgendwas nicht mit ihrem Mann stimme: «Thomas wurde zusehends stiller und blasser und musste öfter zur Toilette. So kannte ich ihn nicht.» Sie habe ihm dann einen Termin in einem Münchner Klinikum besorgt.
Die Diagnose: Ein sehr seltener und bösartiger Tumor, der sich aus den Zellen entwickelt und die Blutgefässe auskleidet. Der 75-Jährige musste operiert werden und benötigt Medikamente.
07.12.2025
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