Sechsjähriger TäterKind schiesst im Unterricht auf Lehrerin – nun bekommt sie 10 Millionen Dollar
dpa
7.11.2025 - 18:59
Ein Sechsjähriger hatte 2023 in einer Grundschule in Newport News auf seine Lehrerin geschossen.
Archivbild:dpa
Ein Sechsjähriger schiesst in den USA mit einer Pistole auf seine Lehrerin. Wer trägt die Verantwortung? Ein Geschworenengericht sieht auch die Schulleitung in der Pflicht.
DPA
07.11.2025, 18:59
dpa
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Eine Lehrerin war im Januar 2023 in einer Schule in Newport News im US-Bundesstaat Virginia von einem Sechsjährigen mit einer Pistole schwer verletzt worden.
Nun haben Geschworene ihr zehn Millionen Dollar zugesprochen.
Der Grund: Die Schulleitung habe Warnungen von Mitschülern ignoriert, der Junge habe eine Waffe. Ein Rekurs ist noch möglich.
Nach einer schweren Schussverletzung durch einen Schüler soll eine ehemalige Grundschullehrerin im US-Bundesstaat Virginia Schadenersatz in Höhe von 10 Millionen Dollar (etwa 8,1 Millionen Franken) erhalten.
Das entschied ein Geschworenengericht. Laut Berichten von US-Medien befanden die Geschworenen auch, die damalige stellvertretende Schulleiterin habe Warnungen ignoriert, dass der damals Sechsjährige eine Waffe mit in die Schule gebracht habe. Damit habe sie «grob fahrlässig» gehandelt.
Der Junge hatte Anfang 2023 mit einer Pistole seiner Lehrerin in der Richneck-Grundschule in Newport News in die Hand und in die Brust geschossen. Sie erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Medienberichten zufolge befindet sich die Kugel noch immer in ihrer Brust.
Mitschüler hatten gewarnt
Mehrere Mitarbeiter der Schule hätten in dem Zivilverfahren ausgesagt, dass Schüler ihnen von der Waffe im Rucksack des Jungen erzählt hätten, hiess es in den Medienberichten. Die stellvertretende Schulleiterin habe aber erst gehandelt, nachdem der Junge bereits geschossen habe.
«Eine Waffe verändert alles. Man hält inne und untersucht die Sache», zitierte der Sender CNN Anwalt Kevin Biniazan, «man geht der Sache auf den Grund, um herauszufinden, ob die Waffe echt ist und sich auf dem Schulgelände befindet». Hier das Video der Urteilsverkündung:
Die stellvertretende Schulleiterin kann den Berichten zufolge noch Berufung einlegen. Bezahlt wird der Schadenersatz nach Informationen von CNN vom Versicherungsverband des Schulbezirks. Den Berichten zufolge muss sich die Schulleitung wegen des Vorfalls im kommenden Monat auch in einem Strafverfahren verantworten.
Waffe gehörte der Mutter des Jungen
Der Prozess könne einen Präzedenzfall schaffen, wer im Fall von Waffengewalt an Schulen verantwortlich ist, berichtete CNN. Ausser der Lehrerin wurde bei dem Vorfall 2023 niemand verletzt. Sie konnte der Polizei zufolge noch alle Schüler aus dem Klassenzimmer bringen.
Nach der Tat wurde bekannt, dass die Schusswaffe der Mutter des Jungen gehörte. Wegen Vernachlässigung des Kindes wurde sie zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. In den USA gehört tödliche Schusswaffengewalt zum Alltag. Auch an Schulen kommt es immer wieder zu tragischen Vorfällen.
Pistolen und Waffen grösserer Kaliber sind leicht zugänglich und millionenfach im Umlauf. Laut einer Datenbank der Initiative «Every Town for Gun Safety», die sich für strengere Waffengesetze ausspricht, gab es in diesem Jahr bis Ende Oktober mindestens 141 Schusswaffenvorfälle in US-Schulen und auf deren Gelände mit 44 Todesopfern.
Über 100'000 Tiere: Grösstes Spinnennetz der Welt in Südosteuropa entdeckt
Doppelte Sensation: Über mehr als 100 Quadratmeter spannt sich das wohl grösste Spinnennetz der Welt in einer Höhle in Südosteuropa. Dabei kommt es zu einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit zweier Arten.
Gottschalk-Ehefrau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen»
München, 02.12.2025: Thomas Gottschalk hat Krebs. Das enthüllt der Moderator nach Diskussionen um seine jüngsten Bühnenauftritte in einem Interview mit der «Bild»-Zeitung.
Darin äussert sich auch seine Frau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen», sagt sie.
Anfang Juli dieses Jahres habe sie geahnt, dass irgendwas nicht mit ihrem Mann stimme: «Thomas wurde zusehends stiller und blasser und musste öfter zur Toilette. So kannte ich ihn nicht.» Sie habe ihm dann einen Termin in einem Münchner Klinikum besorgt.
Die Diagnose: Ein sehr seltener und bösartiger Tumor, der sich aus den Zellen entwickelt und die Blutgefässe auskleidet. Der 75-Jährige musste operiert werden und benötigt Medikamente.
07.12.2025
Schwarzbär nistet sich unter Wohnhaus ein – Besitzer in Sorge
In Kalifornien hat ein Mann einen unerwarteten Mitbewohner entdeckt: Ein 250 Kilogramm schwerer Schwarzbär hat es sich unter seinem Haus gemütlich gemacht.
04.12.2025
Good News: Gefährdete Argali-Schafe wieder auf dem Vormarsch
Einst fast verschwunden, heute eine Erfolgsgeschichte des Artenschutzes: Die Population der imposanten Argali-Wildschafe in Zentralasien ist auf über 6500 Tiere angewachsen. Welche Methoden haben dazu beigetragen?
01.12.2025
Gottschalk-Ehefrau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen»
Schwarzbär nistet sich unter Wohnhaus ein – Besitzer in Sorge
Good News: Gefährdete Argali-Schafe wieder auf dem Vormarsch