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Kolumbien: U-Haft nach Mord an paraguayischem Mafia-Ermittler

SDA

9.6.2022 - 00:49

Die Polizei präsentiert den Medien fünf Personen, die des Mordes an Marcelo Pecci, Paraguays Staatsanwalt für organisierte Kriminalität und Drogenhandel, angeklagt sind, auf dem Rollfeld eines Flughafens. Foto: Fernando Vergara/AP/dpa
Keystone

Die fünf nach dem Mord an einem prominenten Mafia-Ermittler aus Paraguay in Kolumbien festgenommenen Verdächtigen kommen in einem Hochsicherheitsgefängnis in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá in Untersuchungshaft.

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9.6.2022 - 00:49

Dies ging aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Kolumbiens am Dienstag (Ortszeit) hervor. Demnach räumten vier der Verdächtigen die Vorwürfe ein. Ein mutmasslicher Geldgeber wies die Anschuldigungen zurück.

Der paraguayische Mafia-Ermittler Marcelo Pecci war im Mai während seiner Flitterwochen auf der Halbinsel Barú nahe der Hafenstadt Cartagena in Kolumbien erschossen worden. Die Angreifer näherten sich Pecci und seiner Frau auf Jetskis und feuerten mindestens drei Schüsse auf den Staatsanwalt ab. Die Verdächtigen sagten der Staatsanwaltschaft zufolge, dass sie Pecci dank Veröffentlichungen in sozialen Netzwerke ausfindig machen konnten.

Pecci war einer der leitenden Staatsanwälte in einem Grossverfahren wegen Drogenhandels und Geldwäsche gegen Verbrechersyndikate in dem südamerikanischen Land. In Paraguay sind eine Reihe von kriminellen Organisationen aktiv. Auch bei dem Rekordfund im Februar vergangenen Jahres im Hamburger Hafen gab es eine Verbindung nach Paraguay. Die rund 16 Tonnen Kokain waren in Containern aus Paraguay nach Deutschland verschifft worden.

SDA